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Last update: 2013-05-20

20.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-20 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nach den Ausschreitungen mit Anhängern der Salafisten-Bewegung "Ansar al-Scharia" hat die tunesische Regierung dieser erstmals eine Verwicklung in terroristische Aktivitäten vorgeworfen. Die Organisation sei in den Terrorismus verstrickt, sagte Regierungschef Ali Larayedh im Staatsfernsehen. Anhänger von "Ansar al-Scharia" hatten sich an mehreren Orten im Land Straßenschlachten mit Sicherheitskräften geliefert. Mindestens ein Mensch wurde laut Innenministerium getötet, etwa 15 weitere wurden verletzt. Auslöser der Krawalle war das behördliche Verbot eines Kongresses der islamistischen Bewegung, der schon länger eine Nähe zum Terrornetzwerk Al-Kaida nachgesagt wird. *** Israel hat seine Entschlossenheit bekräftigt, Waffenlieferungen aus Syrien an die libanesische Hisbollah-Miliz zu verhindern. Man werde gegen Versuche vorgehen, die Hisbollah und terroristische Elemente mit modernen Waffen zu versorgen, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Seine Regierung verfolge die Entwicklungen und Veränderungen in Syrien sehr genau. Vor zwei Wochen hatte die israelische Luftwaffe Ziele nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus bombardiert, dem Vernehmen nach um eine Lieferung iranischer Waffen an die Hisbollah zu verhindern. Unterdessen hat Syriens Präsident Baschar al-Assad die Chancen einer Friedenskonferenz, mit der Russland und die USA den Bürgerkrieg beenden wollen, skeptisch beurteilt. In einem Interview sagte der Machthaber, er rechne eher mit einer westlichen Militärintervention. *** Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat zum Auftakt eines Besuchs in Serbien auf eine Normalisierung des Verhältnisses des Landes zum Kosovo gedrungen. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Beitrittsverhandlungen Serbiens mit der EU, erklärte der FDP-Politiker. Deutschland wolle, dass Serbien den europäischen Weg gehe. Die Regierung in Belgrad und die ehemalige Provinz Kosovo hatten Mitte April nach mühsamen Verhandlungen unter EU-Vermittlung ein Abkommen zur Normalisierung ihrer Beziehungen geschlossen. Das Kosovo hatte im Jahr 2008 seine Unabhängigkeit erklärt, deren Anerkennung Serbien strikt ablehnte. Westerwelle wird auch zu Gesprächen im Kosovo erwartet. *** Bei der Offensive von Nigerias Streitkräften gegen Islamisten im Norden des Landes sind am vergangenen Wochenende nach offiziellen Angaben mindestens 17 Menschen getötet worden. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, kamen 14 "Terroristen" und drei Soldaten ums Leben. Nigerias Armee geht mit massivem Truppeneinsatz gegen die islamistische Rebellenbewegung "Boko Haram" vor. Die Gefechte konzentrieren sich derzeit auf die Stadt Maiduguri, die als Hochburg von "Boko Haram" gilt. Die Bewegung kämpft seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamischen Staat. "Boko Haram" verübte dabei zahlreiche blutige Anschläge gegen Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter und Kirchen. *** Der wegen des gescheiterten Drohnenprojekts der Bundeswehr unter Druck geratene Verteidigungsminister Thomas de Maizière will die Bundestagsabgeordneten Anfang Juni genauer informieren. De Maizière werde auf der nächsten Sitzung des Verteidigungsausschusses am 5. Juni einen Bericht über den "Euro Hawk" abgeben, teilte eine Sprecherin mit. Presseberichten zufolge soll das Ministerium schon vor Jahren über Probleme mit der Drohne informiert gewesen sein. Den Mitgliedern des Verteidigungsausschusses hingegen wurde mitgeteilt, dass es erst Ende 2011 die Erkenntnis gegeben habe, dass eine Musterzulassung des Fluggeräts nur mit erheblichem finanziellem Mehraufwand von 500 bis 600 Millionen Euro möglich sei. De Maizière hatte in der vergangenen Woche die Beschaffung von vier weiteren Drohnen gestoppt. Bislang wurden rund 562 Millionen Euro in das Projekt investiert.…

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17.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-17 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** US-Präsident Barack Obama und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan haben den sofortigen Rückzug des syrischen Machthabers Baschar al-Assad gefordert. "Wir sind uns beide einig, dass Assad weg muss", sagte Obama nach einem Treffen mit Erdogan im Weißen Haus in Washington. Er sehe aber keine einfache und schnelle Lösung für die außerordentlich gewaltsame und schwierige Situation in Syrien. Zugleich bekräftigte Obama, dass es keinen amerikanischen Alleingang gegen das Regime geben werde. Erdogan sagte, Tyrannei und Diktatur in Syrien müssten durch Demokratie ersetzt werden. Die Türkei sei damit völlig auf einer Linie mit den USA. *** Ein weiterer hochrangiger Vertreter der US-Steuerbehörde IRS tritt als Konsequenz aus dem Skandal um die gezielte Überprüfung konservativer Gruppen wie der Tea Party zurück. Joseph Grant, der Leiter der Abteilung für Steuerbefreiungen, die im Zentrum der Affäre steht, kündigte an, sein Amt niederzulegen. Am Mittwoch hatte Präsident Barack Obama bereits IRS-Chef Steven Miller gefeuert. Als kommisarischen Nachfolger ernannte er den Haushaltspolitiker Danny Werfel. Die Steuerbehörde hatte vergangene Woche eingeräumt, politische Gruppen verschärft unter die Lupe genommen zu haben, die eine Steuerbefreiung beantragten und etwa der erzkonservativen Tea Party nahestanden. Der demokratische Präsident steht wegen des IRS-Skandals erheblich unter Druck. *** 20.000 strengreligiöse Juden haben in Israel gegen ihre mögliche Verpflichtung zum Wehrdienst demonstriert. Die ultraorthodoxen Demonstranten versammelten sich vor dem Rekrutierungsbüro der Armee in Jerusalem. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Mehrere Menschen wurden verletzt, einige Demonstranten festgenommen. In Israel müssen Männer einen dreijährigen Militärdienst leisten, Frauen werden für zwei Jahre eingezogen. Ultraorthodoxe Juden sind dagegen fast ausnahmslos freigestellt. Derzeit diskutiert die Mitte-Rechts-Regierung von Benjamin Netanjahu, sie zumindest zu einem Zivildienst zu verpflichten. *** Zum Auftakt einer dreitägigen Reise in den Nahen Osten und nach Algerien ist Außenminister Guido Westerwelle in Israel eingetroffen. In Tel Aviv und Jerusalem will er sich an diesem Freitag mit Staatspräsident Schimon Peres, Premierminister Benjamin Netanjahu und weiteren Regierungsmitgliedern treffen. Im Zentrum der politischen Gespräche stehen die Bemühungen um eine Wiederaufnahme des Friedensprozesses mit den Palästinensern, der Bürgerkrieg in Syrien und das iranische Atomprogramm. Israelische Kampfjets haben nach inoffiziellen Angaben seit Jahresbeginn bereits dreimal Ziele in Syrien bombardiert, um die Übergabe hochmoderner Waffen an die israelfeindliche Hisbollah im Südlibanon zu verhindern. *** Die Bundeswehr beteiligt sich ein weiteres Jahr am Anti-Piraten-Einsatz vor der Küste Somalias. Der Bundestag verlängerte mit der Mehrheit der Regierungsfraktionen die Teilnahme von bis zu 1400 deutschen Soldaten an der EU-Mission "Atalanta". Derzeit befinden sich knapp 300 Einsatzkräfte der Bundeswehr im Indischen Ozean, um dort die für den Welthandel wichtigen Seewege zu sichern. Im vergangenen Jahr sind die Piratenangriffe vor der somalischen Küste deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zu 2011 halbierte sich auch die Zahl der Schiffsentführungen. *** Zum ersten Jahrestag seiner Amtsübernahme hat Frankreichs Präsident Francois Hollande um weiteres Vertrauen und Zeit geworben. Die Umfragewerte des Sozialisten sind auf einem Tiefpunkt, die Arbeitslosigkeit im Land ist auf Rekordniveau. Hollande plädierte in einer dreistündigen Pressekonferenz in Paris für die Einrichtung einer "Wirtschaftsregierung" in der Eurozone. Sie könnte sich einmal pro Monat treffen, um sich beispielsweise um die Harmonisierung von Steuerregelungen zu kümmern. Ähnliche Vorstöße gab es unter anderen von Kanzlerin Angela Merkel und Hollandes konservativem Vorgänger Nicolas Sarkozy. Deutschland bezeichnete Hollande mehrfach als unentbehrlichen Partner.…

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16.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-16 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die UN-Vollversammlung hat eine "Eskalation" des Bürgerkriegs in Syrien durch den Einsatz schwerer Waffen seitens der Regierung verurteilt. Sie rief alle Konfliktparteien auf, die Empfehlungen einer Konferenz in Genf im vergangenen Juni zur Bildung einer Übergangsregierung rasch umzusetzen. Die Resolution, die allerdings nicht bindend ist, begrüßte die Bildung der oppositionellen "Nationalen Koalition". Der Text, der insbesondere bei Russland auf vehemente Ablehnung stieß, wurde von deutlich weniger Staaten unterstützt als eine ähnliche Resolution im vergangenen August. 107 der 178 anwesenden Staaten stimmten am Mittwoch in New York dafür, bei 59 Enthaltungen und 12-Neinstimmen. *** Im Skandal um die gezielte Überprüfung konservativer Gruppen ist auf Druck von US-Präsident Barack Obama der Leiter der Steuerbehörde IRS, Steven Miller, zurückgetreten. Finanzminister Jack Lew habe Miller zum Rücktritt aufgefordert, sagte Obama. Er versicherte, alles in seiner Macht stehende zu tun, damit ein solches Fehlverhalten nicht mehr vorkomme. Die IRS hatte kürzlich zugegeben, politische Gruppen ins Visier genommen zu haben, die eine Steuerbefreiung als gemeinnützige Organisation beantragt hatten und Wörter wie "Tea Party" oder "patriotisch" in ihren Namen trugen. Obama steht wegen dieses Skandals erheblich unter Druck. Kritiker werfen ihm eine Aushöhlung des Rechtsstaats vor und verweisen auch auf die jüngst bekanntgewordene Affäre um die heimliche Ausforschung von Telefondaten der US-Nachrichtenagentur AP. *** Mehr als 100 Abgeordnete aus der Konservativen Partei des britischen Premierministers David Cameron haben den Regierungschef im Unterhaus ein weiteres Mal blamiert. Die erklärten Europaskeptiker brachten einen Antrag im Parlament ein, in dem sie die jüngste Regierungserklärung Camerons kritisieren. Darin fehlte die Ankündigung eines Referendums über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Im Januar hatte Cameron signalisiert, er könne sich solch eine Volksabstimmung 2017 vorstellen, wenn er 2015 wiedergewählt werde. Den EU-Kritikern ist das zu vage. Einige wollen das Referendum gesetzlich festlegen lassen, andere es noch vor 2015 abhalten. Insgesamt stimmten 130 Parlamentarier gegen den Premier, 115 von ihnen waren Konservative. Die Partei hat im Unterhaus 305 Sitze. *** Im Kampf gegen die radikal-islamische Sekte Boko Haram hat Nigerias Zentralregierung in drei Bundesstaaten im Nordosten den Notstand ausgerufen. Der Ausnahmezustand gilt für Borno, Yobe und Adamawa. Gleichzeitig kündigte das Militär die Verlegung zahlreicher Soldaten in die Region an. Präsident Goodluck Jonathan erklärte im Rundfunk, man werde den Krieg gegen den Terrorismus gewinnen, was immer es auch kosten sollte. Boko Haram kämpft im mehrheitlich muslimischen Norden für einen streng islamischen Staat. Die Extremisten verüben seit 2009 immer wieder Anschläge auf Christen und ihre Kirchen sowie auf Polizeistationen und staatliche Einrichtungen. *** In Saudi-Arabien ist erstmals eine Übertragung des hochgefährlichen Coronavirus von Patienten auf Mitarbeiter eines Krankenhauses nachgewiesen worden. Unter sechs diagnostizierten neuen Krankheitsfällen seien zwei Klinikangestellte, die mit infizierten Patienten in Kontakt gekommen seien, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit. Es habe zwar schon erkrankte Mitarbeiter aus dem Medizinbereich, etwa in Jordanien, gegeben, aber eine Übertragung von Patienten sei bisher nicht nachgewiesen worden. An dem Coronavirus, das Ähnlichkeit mit der vor zehn Jahren weltweit grassierenden Atemwegserkrankung SARS aufweist, starben nach WHO-Angaben seit September 2012 weltweit 20 Menschen. Besonders stark ist Saudi-Arabien betroffen. Der genaue Übertragungsweg ist noch unklar.…

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15.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-15 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 4s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Der angeschlagene ThyssenKrupp-Konzern verschärft sein Sparprogramm und will 3000 Arbeitsplätze in der Verwaltung streichen. Rund 1500 Stellen davon sollen in Deutschland wegfallen. Weltweit werde damit jeder fünfte Job in der Verwaltung des Konzerns gestrichen, teilte ThyssenKrupp in Essen mit. Auf betriebsbedingte Kündigungen solle verzichtet werden. Insgesamt sollen in den kommenden drei Jahren dadurch rund 250 Millionen Euro eingespart werden. Das Unternehmen hatte in diesem Jahr bereits die Streichung von 2000 Stellen in seinem europäischen Stahlgeschäft angekündigt. *** Wegen des Verdachts auf Preismanipulationen haben die Kartellwächter der EU-Kommission Ölkonzerne in drei Staaten durchsuchen lassen. Die Firmen, darunter Shell, BP und Statoil, könnten sich abgesprochen haben, um die Feststellung der Ölpreise durch die sogenannten Preisagenturen zu beeinflussen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Die Razzien hätten in zwei EU-Staaten sowie einem weiteren europäischen Land stattgefunden. Die Preisagenturen stellen aufgrund von Angaben der Rohstoffhändler den aktuellen Preis für Ölprodukte fest. *** Eine Geheimdienstaffäre belastet das Verhältnis zwischen den USA und Russland. Der in Moskau gefasste angebliche CIA-Spion wurde zur "unerwünschten Person" erklärt und muss das Land sofort verlassen. Während das russische Außenministerium von einer "Provokation" sprach, die an den Kalten Krieg erinnere, bemühte man sich in Washington um Mäßigung. Man solle den "Zwischenfall nicht überbewerten", kommentierte ein Außenamtssprecher. Er wies Befürchtungen zurück, dass durch die Affäre die jüngste gemeinsame amerikanisch-russische Initiative für eine Syrien-Konferenz torpediert werden könne. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigte den festgenommenen Mitarbeiter der US-Botschaft, als Agent versucht zu haben, FSB-Offiziere abzuwerben. *** Mit 520 Millionen Euro will die Europäische Union Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung des afrikanischen Krisenlandes Mali fördern. Dies teilte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vor der internationalen Geberkonferenz mit, die an diesem Mittwoch in Brüssel stattfinden soll. Vertreter von etwa 100 Staaten treffen sich, um über den Wiederaufbau Malis zu beraten. Der westafrikanische Staat steht im Norden noch im Kampf gegen islamistische Rebellen. Die Geber sollen knapp zwei Milliarden Euro aufbringen. Malis Regierung soll umfangreiche politische Reformen, freie Wahlen und die Einhaltung von Menschenrechten versprechen. *** Mit Schalldämpfer-Pistolen bewaffnete Extremisten haben in mehreren Alkohol-Geschäften der irakischen Hauptstadt mindestens zwölf Menschen erschossen. Zuvor hätten die Unbekannten mit ihren Fahrzeugen einen Kontrollposten der Polizei im Westen Bagdads durchbrochen, hieß es aus dem Innenministerium. Da Alkoholgenuss nach islamischem Recht verboten ist, bieten Spirituosen-Läden in Bagdad eine Zielscheibe für Fundamentalisten. Dies gilt umso mehr, als in den Geschäften oft Angehörige religiöser Minderheiten arbeiten. *** Mit der Literaturverfilmung "Der große Gatsby" wird an diesem Mittwoch das 66. Internationale Filmfestival in Cannes eröffnet. Zur Premiere an der französischen Cote d'Azur werden Regisseur Baz Luhrmann und die Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und Carey Mulligan erwartet. "Der große Gatsby" basiert auf der Romanvorlage von F. Scott Fitzgerald. Der Film läuft in Cannes außer Konkurrenz. Im Wettbewerb konkurrieren 20 Werke um die Goldene Palme. Darunter sind Filme von Regisseuren wie Ethan und Joel Coen, Asghar Farhadi, Jim Jarmusch, Roman Polanski und Steven Soderbergh. Als einzige Frau ist Regisseurin Valeria Bruni Tedeschi im Rennen um die Goldene Palme vertreten. Die Preise werden am 26. Mai von der Jury unter Vorsitz von US-Regisseur Steven Spielberg verliehen. 2012 hatte der Österreicher Michael Haneke mit seinem Drama "Liebe" gewonnen.…

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14.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-14 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In Deutschland wird an diesem Dienstag der Prozess um die Morde der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) fortgesetzt. Die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe haben für den zweiten Verhandlungstag weitere Anträge angekündigt. Befangenheitsanträge gegen drei Richter des Senats hat das Münchner Oberlandesgericht schon zurückgewiesen. Zschäpe ist als Mittäterin an sämtlichen Verbrechen des NSU angeklagt, darunter die Morde an acht Türken, einem Griechen sowie an einer deutschen Polizistin. Außerdem stehen vier mutmaßliche Helfer der Gruppe vor Gericht. Der Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestags, Sebastian Edathy, hatte am Montag ein vernichtendes Zwischenfazit über die Arbeit der deutschen Sicherheitsbehörden gezogen. Der SPD-Politiker sprach von einem "beispiellosen" und "beschämenden Versagen" gegenüber dem Rechtsextremismus. *** Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem Brasilien-Besuch für eine Vertiefung der Beziehungen geworben. Beide Länder könnten voneinander lernen, sagte er in Sao Paolo zum Auftakt des "Deutschland-Jahrs". Dabei soll den Bürgern des größten südamerikanischen Landes mit bis zu 400 Veranstaltungen ein aktuelles Deutschlandbild vermittelt werden, auf kultureller, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene. Zuvor hatte der Bundespräsident Brasilien aufgefordert, seine Märkte weiter zu öffnen. Wenn es Brasilien gelinge, weitere Wachstums- und Wohlstandsbarrieren aus dem Weg zu räumen, dann werde seine Bedeutung für die Weltwirtschaft noch weiter wachsen, sagte Gauck, der gemeinsam mit Präsidentin Dilma Rousseff die 31. deutsch-brasilianischen Wirtschaftstage eröffnete. *** Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft wegen Sex mit einer minderjährigen Prostituierten für sechs Jahre ins Gefängnis. Außerdem forderte die Anklage in Mailand, dem 76-jährigen Medienunternehmer auf Lebenszeit das Bekleiden öffentlicher Ämter zu untersagen. Der Multimilliardär hat die sexuellen Beziehungen zu der als "Ruby" bekannten Marrokanerin stets bestritten. Chefanklägerin Ilda Boccassini sprach hingegen von "systematischer Prostitution" mit Millionensummen in einer Villa Berlusconis. Erst am Mittwoch hatte ein Mailänder Berufungsgericht eine vierjährige Haftstrafe gegen Berlusconi wegen Steuerbetrugs bestätigt. *** Die USA und Großbritannien wollen den Druck auf die Regierung in Syrien erhöhen. Man werde versuchen, noch mehr zu tun, um die "entsetzliche Gewalt" zu beenden, sagten Präsident Barack Obama und Premier David Cameron vor der Presse in Washington. Cameron kündigte an, die Hilfe für die Streitkräfte der gemäßigten Opposition zu verdoppeln. Beide Politiker versprachen eine Ausweitung der humanitären Hilfe sowie gemeinsame Anstrengungen für die Bildung einer Übergangsregierung. Obama erläuterte, er werde die mutmaßliche Nutzung von Chemiewaffen in den Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Rebellen weiter prüfen. Der US-Präsident hatte damit gedroht, dass mit dem Gebrauch von Chemiewaffen die "rote Linie" zum einem Militäreinsatz überschritten würde. *** Die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ist nach eigenen Angaben vom amerikanischen Justizministerium bespitzelt worden. Die Behörde habe sich heimlich die Verbindungsdaten von mehr als 20 Anschlüssen des Medienunternehmens und seiner Journalisten beschafft, auch von privaten Geräten, teilte AP in Washington mit. Es handele sich dabei um Anruflisten aus einem zweimonatigen Zeitraum von Anfang 2012. Möglicherweise sei es um Berichte über den Anti-Terrorkampf gegangen. Die Agentur sei vor wenigen Tagen von offizieller Seite über den Zugriff informiert worden, der in diesem Jahr erfolgt sei. AP ist die größte Nachrichtenagentur der westlichen Welt.…

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13.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-13 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nach den Anschlägen an der syrisch-türkischen Grenze hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière vor einer Intervention in den Bürgerkrieg in Syrien gewarnt. Ein militärisches Eingreifen wäre sehr aufwändig und verlustreich, sagte der CDU-Politiker im deutschen Fernsehen. "Wir sind verzweifelt und ehrlich gesagt auch ein bisschen ratlos über die Einflussmöglichkeiten von außen", sagte der Minister weiter. Die Bemühungen der USA und Russlands, gemeinsam eine internationale Syrien-Konferenz zu organisieren, seien ein wirklicher Erfolgsschimmer, aber auch nicht mehr, erklärte de Maiziere. Bei der Explosion zweier Autobomben in der türkischen Grenzstadt Reyhanli waren am Samstag mindestens 46 Menschen getötet worden. Nach Angaben türkischer Regierungspolitiker führen Spuren zum Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. *** Bei der Parlamentswahl in Bulgarien ist die ehemalige konservative Regierungspartei GERB stärkste Kraft geworden. Nach stabilen Hochrechnungen kommt sie auf 31,4 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten liegen danach bei 27,4 Prozent. Die Partei der türkischen Minderheit MDL erhielt 9,2 Prozent, die nationalistische Ataka 7,6 Prozent. Da keine Partei eine absolute Mehrheit erreicht hat, dürfte die Bildung einer neuen Regierung in Sofia sehr schwierig werden. Der GERB-Politiker Bojko Borissow war im Februar nach Massenprotesten gegen seine Politik als Ministerpräsident zurückgetreten. *** Der Euro-Krisenstaat Portugal hat mit der sogenannten Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds eine Einigung über sein neues Sparprogramm erzielt und damit den Weg frei gemacht für die Auszahlung der nächsten Hilfstranche in Höhe von zwei Milliarden Euro. Das neue Sparpaket der konservativen Regierung sieht unter anderem den Abbau von 30.000 Stellen im öffentlichen Dienst, die Verlängerung der Wochenarbeitszeit sowie eine Sonderabgabe für Rentner vor. Die Maßnahmen sollen den Staatshaushalt bis 2015 um 4,8 Milliarden Euro entlasten. Das portugiesische Verfassungsgericht hatte Teile des ursprünglichen Sparpakets verworfen. Durch die Sparpolitik ist Portugal in eine Rezession geraten. *** Südkorea und die USA haben trotz der Spannungen mit Nordkorea ein gemeinsames Seemanöver begonnen. An der zweitägigen Übung nimmt auch der atombetriebene US-Flugzeugträger "USS Nimitz" teil, eines der weltweit größten Kriegsschiffe, wie die US-Marine mitteilte. Zu dem Manöver, dass die regionale Sicherheit und Stabilität stärken solle, gehörten auch Flug- und Luftabwehrübungen. Nordkorea hatte die Militärübung bereits vorab als "schwerwiegende militärische Provokation " verurteilt. Unterdessen ersetzte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA den als Hardliner geltenden Minister der Streitkräfte, Kim Kyok Sik, nach nur einem halben Jahr im Amt durch General Jang Jong Nam. Einen Grund nannte die Agentur nicht. *** US-Präsident Barack Obama hat Pakistan zum erfolgreichen Abschluss der Parlamentswahlen gratuliert. Die Vereinigten Staaten begrüßten den historisch friedlichen und transparenten Übergang von ziviler Macht, der einen erheblichen Meilenstein bei der demokratischen Entwicklung Pakistans darstelle, erklärte Obama. Washington freue sich auf die Zusammenarbeit mit der künftigen pakistanischen Regierung. Den Wahlsieger Nawaz Sharif von der konservativen Muslimbruderschaft erwähnte Obama nicht namentlich.…

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10.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-10 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Mit Blick auf das Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel weitere Reformen in Afghanistan angemahnt. Man werde ein Auge darauf haben, dass der politische Prozess vorangehe, sagte Merkel vor deutschen Soldaten im nordafghanischen Kundus. Als anstehende Aufgaben nannte die CDU-Chefin die Vorbereitung der Präsidentschaftswahl im April 2014 und den Aufbau der Wirtschaft. Das alles vollziehe sich zum Teil langsamer als gewünscht, beklagte Merkel. Es sei aber unabdingbar dafür, dass der militärische Einsatz auch wirklich als Erfolg gelten könne. Merkel war am Morgen in Begleitung von Verteidigungsminister Thomas de Maizière zunächst in Masar-i-Scharif gelandet, wo die Bundeswehr ihren größten Standort am Hindukusch unterhält. *** Fast fünf Monate nach ihrer Entführung im Jemen sind ein finnisches Ehepaar und ein österreichischer Student wieder frei. Die Freigelassenen befänden sich bereits in einem Militärkrankenhaus in Wien, sagte der Leiter des österreichischen Krisenstabes vor Journalisten in Wien. Sie seien Dank der Vermittlung des Oman freigelassen worden. Jemens Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi erklärte, die jemenitischen Behörden hätten "vorsichtig auf die Freilassung der Geiseln hingewirkt". Die drei Europäer waren nach Angaben des Jemen am 21. Dezember vermutlich von Kämpfern des Terrornetzwerks Al Kaida in der Hauptstadt Sanaa verschleppt worden. Österreichischen Presseberichten nach soll ein Lösegeld von einer Million Euro gezahlt worden sein. *** Die Mitte-Links-Regierung in Slowenien hat sieben Wochen nach ihrem Amtsantritt ein Sparprogramm beschlossen, um ohne Notkredite der Euro-Partner die Schuldenkrise zu überwinden. So soll zum 1. Juli die Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent erhöht werden. Außerdem wolle sich das Land von 15 Unternehmen trennen, darunter die zweitgrößte Bank des Landes, der größte Telekom-Konzern und die staatliche Fluggesellschaft, sagte Ministerpräsidentin Alenka Bratusek in Ljubljana. Außerdem soll eine Immobilienabgabe erhoben werden. Mit den Gewerkschaften werde zudem über Lohnkürzungen im Staatsdienst verhandelt. Mit den Maßnahmen soll vor allem der Bankensektor des Landes stabilisiert werden. *** Dem mutmaßlichen Kidnapper der drei jungen Frauen in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio droht möglicherweise die Todesstrafe. Wie der zuständige Bezirksstaatsanwalt Timothy McGinty mitteilte, will er den Haupttatverdächtigen Ariel Castro auch wegen vorsätzlichen Mordes, versuchten Mordes und Körperverletzung zur Verantwortung ziehen. McGinty bezog sich damit auf Vorwürfe, nach denen Castro zumindest eine seiner Gefangenen mehrere Male gewaltsam zu Schwangerschaftsabbrüchen gezwungen haben soll, nachdem er sie vergewaltigt hatte. Die drei Frauen waren am Montag nach fast zehn Jahren aus dem Haus Castros in Cleveland befreit worden, wo sie gefangengehalten und missbraucht worden waren. *** In New York ist eine internationale Bande von Cyber-Bankräubern hochgenommen worden. Sieben Männer seien festgenommen worden, ein achter Verdächtiger sei vor wenigen Tagen in der Dominikanischen Republik ermordet worden, teilten die US-Justizbehörden mit. Die Diebe sollen in zwei Aktionen im Dezember 2012 und im Februar dieses Jahres Kreditkarten und Konten manipuliert und so umgerechnet 34 Millionen Euro erbeutet haben. Dazu sollen sie in die Computersysteme von Banken eingedrungen sein. Betroffen seien weltweit 26 Länder, teilte die New Yorker Staatsanwaltschaft mit. Die Behörden sprachen von einem massiven Raubzug im Stile des 21. Jahrhunderts. Zur Aufdeckung hätten auch die Ermittlungsbehörden in zahlreichen anderen Ländern beigetragen, darunter in Deutschland. *** Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen und Lesungen wird an diesem Freitag der Bücherverbrennungen durch die Nazis vor 80 Jahren gedacht. Am zentralen Platz der Verbrennungen, dem heutigen Bebelplatz in Berlin, wollen die katholische und die evangelische Kirche sowie die jüdische Gemeinde zu einer Gedenkstunde zusammenkommen. Der im deutschen Exil lebende chinesische Autor Liao Yiwu wird einen Aufruf zu Freilassung seines inhaftierten Kollegen Li Bifeng vorlesen. Am Abend des 10. Mai 1933 verbrannten die Nazis in Berlin und 20 weiteren Universitätsstädten die Werke von rund 130 Autoren, die als "undeutsch" galten. Auf den schwarzen Listen mit "zersetzendem Schrifttum" standen unter anderem Werke von Karl Marx, Sigmund Freud, Berthold Brecht, Heinrich und Klaus Mann, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Erich Maria Remarque, Erich Kästner, Kurt Tucholsky oder Albert Einstein.…

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09.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-09 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite erhält in Aachen den Internationalen Karlspreis. Mit der renommierten Auszeichnung wollen die Preisverleiher die Verdienste der 57-Jährigen um die europäische Einigung würdigen. Grybauskaite sei eine herausragende Persönlichkeit im baltischen Raum, heißt es in der Begründung des Aachener Karlspreis-Direktoriums. Mit Mut und Augenmaß habe die frühere EU-Haushaltskommissarin Litauen aus der Wirtschaftskrise geführt und strebe jetzt mit ihrem Land, trotz aller Verunsicherung, die Aufnahme in die Eurozone an. Grybauskaite ist seit Mai 2009 litauische Präsidentin. Sie ist die 55. Trägerin des Karlspreises. Er wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Im vergangenen Jahr hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Auszeichnung erhalten. *** Ein Mailänder Berufungsgericht hat eine vierjährige Haftstrafe aus dem Jahr 2012 für den früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi bestätigt. Dabei ging es um Steuerbetrug im Zusammenhang mit dem Kauf von Fernsehrechten durch seinen Konzern Mediaset. Die Richter bestätigten auch eine Entscheidung, wonach Berlusconi fünf Jahre lang kein öffentliches Amt ausüben darf. Beide Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig, da eine weitere Berufung möglich ist. Sollte das Urteil auch in letzter Instanz bestätigt werden, muss der 76-Jährige für höchstens ein Jahr ins Gefängnis, da ihm drei Jahre nach einem Gesetz zur Strafermäßigung aus dem Jahr 2006 erlassen werden. Gegen den ehemaligen Spitzenpolitiker sind noch zwei weitere Verfahren anhängig. Darin geht es um Sex mit Minderjährigen und Amtsmissbrauch. *** Die USA stocken ihre humanitäre Hilfe für die Opfer des Bürgerkriegs um 100 Millionen Dollar (76 Millionen Euro) auf. Das teilte der Sprecher des US-Außenamtes, Patrick Ventrell, in Washington mit. Der Betrag werde von Außenminister John Kerry für das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen freigegeben. Mit der Zusage steigt die US-Hilfe für die Bürgerkriegsopfer auf insgesamt 510 Millionen Dollar. Die Bundesregierung stellte nach Angaben des Auswärtigen Amtes seit Beginn des Aufstands gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad 125 Millionen Dollar zur Verfügung. Die UN brauchen das Geld, um Flüchtlinge in den Nachbarländern Libanon, Jordanien und der Türkei mit Hilfsgütern und Unterkunft zu versorgen. Vor dem Bürgerkrieg flohen nach UN-Angaben mittlerweile 1,4 Millionen Menschen ins Ausland. *** Der mutmaßliche Kidnapper von drei jungen Frauen im US-Bundesstaat Ohio wird wegen vierfacher Entführung und auch wegen Vergewaltigung angeklagt. Das teilte der zuständige Staatsanwalt in Cleveland mit. Dem 52-jährigen früheren Schulbusfahrer wird vorgeworfen, Amanda Berry, Gina DeJesus und Michelle Knight rund zehn Jahre lang in seinem Haus festgehalten und vergewaltigt zu haben. Die Freiheitsberaubung von Berrys Tochter, die während der Gefangenschaft ihrer Mutter zur Welt kam, wird als vierter Entführungsfall behandelt. Die Opfer waren am Montag aus dem Haus entkommen. Berry und DeJesus sind inzwischen zu ihren Familien zurückgekehrt, Knight befindet sich noch in einem Krankenhaus. Die Polizei bestätigte, dass die Frauen mit Seilen und Ketten gefangen gehalten wurden. *** Thomas Bach hat seine Kandidatur für das Präsidentenamt des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bekanntgegeben. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) informierte den scheidenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge und die übrigen Vorstandsmitglieder in einem Brief über seine Entscheidung. Bach, Fechtolympiasieger von 1976, ist seit 1991 Mitglied des IOC. Der 59-jährige Franke ist nach Willi Daume erst der zweite Deutsche, der für das höchste Amt im Weltsport kandidiert. Die Entscheidung, wer als neunter IOC-Präsident die Nachfolger von Rogge antritt, wird am 10.September in Buenos Aires von der IOC-Vollversammlung gefällt.…

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08.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-08 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Russland und die USA planen möglichst noch im Mai eine internationale Syrien-Konferenz, um das Blutvergießen in dem Bürgerkriegsland zu beenden. Moskau und Washington wollten die syrische Regierung und die Opposition im Lande gemeinsam dazu drängen, eine politische Lösung des Konflikts zu suchen, sagte Außenminister Sergej Lawrow in der Nacht zum Mittwoch nach mehrstündigen Gesprächen mit seinem US-Kollegen John Kerry. Grundlage der Konferenz-Gespräche soll die Vereinbarung von Genf vom Juni vergangenen Jahres sein. Damals hatten sich die UN-Vetomächte sowie die Türkei und mehrere arabische Staaten auf Grundzüge eines politischen Übergangs für Syrien geeinigt. In Damaskus sollte demnach eine Übergangsregierung aus Vertretern des bisherigen Regimes und der Opposition gebildet werden. *** Die Bundesregierung hat dem umstrittenen Verkauf deutscher Kampfpanzer nach Indonesien zugestimmt. Das geht nach Informationen von "Spiegel Online" aus einer Antwort des Kabinetts in Berlin auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Katja Keul hervor. Danach erhielt die deutsche Firma Rheinmetall vom geheim tagenden Bundessicherheitsrat eine Ausfuhrgenehmigung für 104 Kampfpanzer Leopard 2, vier Berge- und jeweils drei Brückenlege- und Pionierpanzer. Daneben wird der Rüstungskonzern laut "Spiegel" weitere 50 Schützenpanzer vom Typ Marder 1A2 nach Südostasien liefern. Das Interesse Indonesiens an deutschen Panzern ist seit langem bekannt. Die Bundesregierung hielt sich jedoch bedeckt. Die Menschenrechtslage in Indonesien gilt als kritisch. *** Im Nordosten Nigerias haben Mitglieder der Boko Haram-Sekte die Stadt Bama überfallen. Bei den koordinierten Angriffen der 200 Islamisten auf Militärkasernen und Polizeistationen wurden mindestens 55 Menschen getötet, wie ein Armeesprecher mitteilte. Die Angreifer, von denen einige Uniformen trugen, setzten zahlreiche Gebäude in Brand. Außerdem stürmten sie ein Gefängnis und befreiten 105 Häftlinge. Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamischen Gottesstaat. *** Das ostafrikanische Somalia erhält für den Wiederaufbau staatlicher Strukturen politische und finanzielle Unterstützung zahlreicher Staaten. Die Europäische Union habe 44 Millionen Euro für den Aufbau von Justiz und Polizei zugesagt, sagte der britische Regierungschef David Cameron zum Abschluss einer internationalen Somalia-Konferenz in London. Großbritannien gibt umgerechnet 41 Millionen Euro für die Sicherheitskräfte und die Regierung, die USA steuern umgerechnet 31 Millionen Euro bei. Zudem gelte es, den Hunger zu bekämpfen und Strukturen zu schaffen, die Investoren aus dem Ausland anlockten, sagte Cameron. Die Teilnehmer begrüßten, dass der Kampf gegen Piraterie vor den Küsten Somalias deutliche Fortschritte gemacht habe. Die im Land agierende islamistische Al-Shabaab-Miliz bleibe allerdings eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit, hieß es weiter. *** US-Präsident Barack Obama und seine südkoreanische Kollegin Park Geun Hye lehnen Zugeständnisse an Nordkorea ab. Vor der Wiederaufnahme von Gesprächen müsse die kommunistische Führung in Pjöngjang einen Kurswechsel in der Atompolitik vollziehen, erklärten die beiden Staatschefs nach einem Treffen in Washington. Bei ihrem demonstrativen Schulterschluss verabredeten Obama und Park zudem eine engere Zusammenarbeit in der Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik. Es ist Parks erste Auslandsreise seit ihrem Amtsantritt vor rund zwei Monaten. An diesem Mittwoch hält sie eine Rede vor beiden Kammern des Kongresses. *** Die Welthandelsorganisation WTO wird in den kommenden vier Jahren vom Brasilianer Roberto Azevedo geführt. Im Rennen um den prominenten Chefposten konnte der US-kritische Karrierediplomat in Genf eine klare Mehrheit der 159 WTO-Mitgliedsstaaten hinter sich bringen und seinen mexikanischen Mitbewerber Herminio Blanco aus dem Feld schlagen. Blanco war von den USA und der EU unterstützt worden. Eine der Hauptaufgaben des Brasilianers wird es sein, die sogenannte Doha-Runde zu den Verhandlungen über den Abbau internationaler Handelsschranken wiederzubeleben. Der 55-Jährige übernimmt den Posten vom Franzosen Pascal Lamy, der am 1. September nach zwei Amtszeiten abtritt.…

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07.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-07 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nordkoreanische Soldaten haben nach US-Angaben zwei Raketen von Abschussrampen an der Ostküste des Landes abgezogen. Damit sei die unmittelbare Gefahr eines Raketenstarts gebannt, hieß es aus Washington. Nordkorea hatte die zwei Raketen vom Typ Musudan Mitte April dorthin verlegt. Musudan-Raketen haben eine Reichweite von bis zu 3500 Kilometern und könnten damit auch den US-Stützpunkt auf der Pazifikinsel Guam treffen. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich im vergangenen Monat erheblich verschärft. Die kommunistische Führung unter Staatschef Kim Jong Un kündigte den Waffenstillstandsvertrag mit Südkorea von 1953 auf und drohte den USA mit einem atomaren Erstschlag. Zuletzt schloss Nordkorea die mit dem Süden gemeinsam betriebene Sonderwirtschaftszone Kaesong. *** In Pakistan haben die Taliban erstmals einen Anschlag auf die Wahlveranstaltung einer religiösen Partei verübt. Die Bombe explodierte auf einer Kundgebung der Partei Jamiat Ulema-e-Islam Fazal (JUI-F) im Distrikt Kurram an der afghanischen Grenze. Nach unterschiedlichen Berichten wurden bis zu 25 Menschen getötet und rund 70 verletzt. Die Taliban erklärten, ihr Ziel sei Spitzenkandidat Munir Orakzai gewesen. Er habe vor seinem Wechsel zur JUI-F jahrelang die weltliche scheidende Regierung unterstützt. Orakzai überlebte den Anschlag nach Angaben der Behörden. Im Wahlkampf haben die Taliban bisher fast täglich Anschläge auf Kandidaten, Büros und Veranstaltungen der drei großen weltlichen Parteien PPP, ANP und MQM verübt. Sie lehnen die Parlamentswahl, die am kommenden Samstag stattfindet, als unislamisch ab. *** Eine internationale Somalia-Konferenz an diesem Dienstag in London soll weitere Finanzhilfen und Unterstützung für das ostafrikanische Land mobilisieren. Gastgeber sind der britische Premierminister David Cameron und der neue somalische Präsident Hassan Scheich Mohamud. Rund 50 Staaten und Organisationen haben ihre Teilnahme zugesagt. Großbritannien hatte Ende April als erstes westliches Land seine Botschaft in der Hauptstadt Mogadischu nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg in Somalia wiedereröffnet. Diskutiert werden soll unter anderem über den Aufbau funktionierender Justiz- und Polizeistrukturen sowie den Schutz von Menschenrechten und die Bekämpfung der Piraterie. *** Im US-Bundesstaat Ohio sind drei seit rund zehn Jahren vermisste Frauen lebend gefunden worden. Die Polizei stürmte ein Haus in Cleveland, aus dem sich zuvor eine Vermisste mit Hilfe eines Nachbarn befreien konnte. Zwei weitere Frauen konnten gesund geborgen werden. Die Polizei nahm inzwischen drei Männer fest, einer soll in dem Haus gewohnt haben. Die Frauen waren 14, 16 und 20 Jahre alt, als sie zuletzt gesehen worden waren. Die Details ihrer jahrelangen Gefangenschaft sind noch weitgehend unklar, mindestens eine Frau brachte in der Zeit offenbar ein Kind zur Welt. *** Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot haben in Moskau tausende Menschen friedlich gegen die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin demonstriert. Sie forderten auf Plakaten und in Sprechchören Freiheit für politische Gefangene und beklagten zunehmende Repressionen seit Putins Rückkehr in den Kreml vor genau einem Jahr. "Putin ist ein Dieb. Wir werden ihn aus dem Kreml werfen", rief Oppositionsführer Alexej Nawalny. Dem 36-Jährigen wird derzeit wegen angeblicher Veruntreuung öffentlicher Gelder der Prozess gemacht. Nach Angaben der Opposition waren bis zu 60.000 Menschen auf den Bolotnaja-Platz nahe dem Kreml geströmt. Die Polizei sprach von 8.000 Demonstranten. *** Zum letzten Mal vor der Bundestagswahl tagt an diesem Dienstag die Deutsche Islamkonferenz. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) trifft sich dazu mit Vertretern muslimischer Organisationen in Berlin. Schwerpunkt ist diesmal der Kampf gegen Extremismus wie Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamismus. Die Gespräche stehen unter schwierigen Vorzeichen: Mehrere beteiligte Religionsverbände haben den Sinn des bisherigen Formats offen infrage gestellt und kritisiert, Friedrich habe das Thema Sicherheit und Terrorismus zu sehr in den Vordergrund gerückt. Die Islamkonferenz wurde 2006 als Dialogforum zwischen Staat und Muslimen ins Leben gerufen.…

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06.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-06 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Vor dem Oberlandesgericht München beginnt am heutigen Montag der Prozess um die Verbrechensserie der Terrorzelle NSU. In einem der größten Strafverfahren der vergangenen Jahrzehnte muss sich die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe unter anderem wegen Mittäterschaft bei zehn Morden verantworten. Zudem legen die Ermittler ihr die Gründung einer terroristischen Vereinigung mit den beiden Haupttätern Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zur Last, die sich nach ihrer Enttarnung selbst getötet haben. Vier weiteren Angeklagten wird Unterstützung der Terrorzelle beziehungsweise Beihilfe zu deren Taten vorgeworfen. Rund 80 Angehörige und Opfer treten in dem Verfahren als Nebenkläger auf. Der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund war jahrelang unentdeckt geblieben. Die Zelle soll zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2007 neun Migranten und eine deutsche Polizistin ermordet haben. *** Nach den israelischen Luftschlägen auf Ziele in Syrien wächst die Angst vor einer Eskalation des Konflikts mit unkalkulierbaren Folgen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief zu äußerster Zurückhaltung auf. Zuvor hatte die syrische Regierung eine scharfe Warnung an Israel gerichtet. Bei den Luftangriffen auf drei militärische Einrichtungen in der Nacht zum Sonntag habe es Tote und Verletzte gegeben. Von israelischer Seite hieß es, es seien Waffenarsenale bombardiert worden, die für die israelfeindliche Hisbollah-Miliz im Libanon bestimmt waren. Aus libanesischen Diplomatenkreisen verlautete, bei den Zielen habe es sich um den nordwestlich von Damaskus gelegenen Forschungskomplex Dschamraja, ein nahe gelegenes Waffendepot sowie eine Luftabwehrstellung im westlich der Hauptstadt gelegenen Sabura gehandelt. US-Präsident Barack Obama sprach Israel ausdrücklich das Recht zu, sich vor der libanesischen Hisbollah zu schützen. *** Ungarns Regierungschef Victor Orban hat zum Auftakt der Jahresversammlung des Jüdischen Weltkongresses in Budapest eine harte Linie gegen Antisemiten versprochen. Judenfeindlichkeit sei "untragbar und nicht hinnehmbar", sagte Orban vor den rund 600 Delegierten der Konferenz. Man habe eine moralische Pflicht zur Null-Toleranz gegen Antisemitismus, fügte er hinzu. Seine Regierung suche nach Lösungen zur Bekämpfung von Antisemitismus, der eine Folge der Wirtschaftskrise sei. Zwar begrüßte Israels Energieminister Silvan Schalom die Rede, den Jüdischen Weltkongress konnte Orban damit aber nicht überzeugen. Der Regierungschef sei nicht auf antisemitische oder rassistische Vorfälle in Ungarn eingegangen, hieß es in einer Stellungnahme. *** Bei Straßenschlachten zwischen radikalen Islamisten und Sicherheitskräften sind in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka mindestens 17 Menschen getötet worden. Das berichteten Mitarbeiter von Polizei und Krankenhäusern am Montag. Zehntausende Demonstranten hatten sich am Sonntagabend im Handels- und Finanzviertel der Millionenmetropole verschanzt, ehe die Einsatzkräfte in der Nacht mit Tränengas und Gummigeschossen gegen sie vorrückten. Zuvor hatten Hunderttausende Aktivisten und Unterstützer der islamistischen Organisation Hefajat-e-Islam die Stadt abgeriegelt, um die Einführung eines rigorosen Gesetzes gegen Gotteslästerung zu erzwingen. *** In Frankreich sind zehntausende Gegner der Politik der sozialistischen Regierung von Staatschef François Hollande auf die Straße gegangen. In Paris versammelten sich Anhänger der linken Opposition und protestierten gegen die ihrer Meinung nach zu strikte Sparpolitik der Regierung. In der Hauptstadt sowie in anderen Städten des Landes gingen zudem Gegner der Homo-Ehe auf die Straße. Auf Plakaten forderten die Demonstranten auch eine "Sechste Republik" mit stark beschnittenen Befugnissen des Präsidenten. Präsident Hollande hatte vor genau einem Jahr die Wahl gegen seinen Vorgänger Nicolas Sarkozy gewonnen.…

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03.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-03 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch in der vergangenen Woche ist die Zahl der Toten auf mehr als 500 gestiegen. Polizeiangaben zufolge wurden aus den Trümmern des mehrstöckigen Gebäudes in der Hauptstadt zahlreiche weitere Leichen geborgen. Offiziell gelten noch 149 Menschen als vermisst, die Behörden rechnen aber mit einer deutlich höheren Zahl an Verschütteten. Ein weiterer Ingenieur wurde nach dem Einsturz der Fabrik wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung festgenommen. Er soll die Erweiterung des Gebäudes von fünf auf acht Stockwerke verantwortet haben. Im Zusammenhang mit dem Unglück gab es bereits sieben Festnahmen. Der Bürgermeister des Stadtteils Savar, in dem die Fabrik stand, wurde suspendiert. In den vergangenen Tagen demonstrierten Hunderttausende von Arbeitern für bessere Arbeitsbedingungen. In dem eingestürzten Gebäude soll außer für die Unternehmen Primark, NKD und Mango auch Kleidung für den deutschen Textil-Discounter kik produziert worden sein. *** US-Präsident Obama und sein mexikanischer Amtskollege Enrique Peña Nieto haben eine intensive Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Bildung vereinbart. Bei einem Treffen in Mexiko-Stadt kündigten sie die Gründung einer bilateralen Kommission unter dem Vorsitz von US-Vizepräsident Joe Biden an. Sie soll die Integration der beiden Volkswirtschaften vorantreiben. Die Vereinigten Staaten und Mexiko hätten eine der engsten Wirtschaftsbeziehungen der Welt, betonte Obama. Die beiden Präsidenten vereinbarten zudem, ein Bildungsforum zu schaffen, das den Austausch zwischen Universitäten und Forschungsinstituten fördern soll. *** Die USA erwägen, die Rebellen in Syrien mit Waffen zu beliefern. Als Reaktion auf den wahrscheinlichen Chemiewaffeneinsatz durch Truppen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad sei dies eine Option, sagte Verteidigungsminister Chuck Hagel. Bislang hatte Washington Waffenlieferungen an die Opposition in Syrien kategorisch abgelehnt. Dies würde den Bürgerkrieg nur weiter anheizen, hieß es zur Begründung. Zudem könnten Waffen in die Hände von Islamisten fallen. *** In Venezuela hat die Opposition vor dem Obersten Gerichtshof Beschwerde gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl eingelegt. Die Gruppe um den Wahlverlierer Henrique Capriles sprach in den Dokumenten von "Bestechung, Gewalt und Betrug. Aus der Wahl am 14. April war der Sozialist Nicolás Maduro als Sieger hervorgegangen. Die Wahlkommission hat nach Protesten eine Überprüfung des elektronischen Abstimmungsverfahrens angeordnet. Eine vollständige Neuauszählung der Stimmen lehnte sie jedoch ab. Der mittlerweile vereidigte Präsident Maduro hatte mit 1,5 Prozentpunkten Vorsprung gegen Capriles gewonnen. Daraufhin gab es in ganz Venezuela gewalttätige Proteste, bei denen acht Menschen ums Leben kamen. *** Der Weltsicherheitsrat hat einstimmig eine neue UN-Mission im afrikanischen Krisenstaat Somalia beschlossen. Eine Expertengruppe soll Regierung und Behörden unterstützen und Wahlen vorbereiten. Das Mandat von Unsom - United Nations Assistance Mission in Somalia - ist zunächst auf zwölf Monate begrenzt. Das Land am Horn von Afrika war in den 1990er Jahren in Chaos und Bürgerkrieg gestürzt und blieb mehr als zwei Jahrzehnte ohne funktionierende Regierung. Am Donnerstag waren neue Schätzungen bekanntgeworden, nach denen bei Hungersnöten in Somalia zwischen 2010 und 2012 etwa 260.000 Menschen starben. Die Hälfte davon waren Kinder unter fünf Jahren. *** Zum Welttag der Pressefreiheit an diesem Freitag hat die Journalisten-Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) eine neue Liste "Feinde der Pressefreiheit" veröffentlicht. Erstmals stehen darauf die in Ägypten regierende Muslimbruderschaft mit Präsident Mohammed Mursi und die islamistische syrische Rebellengruppe Al-Nusra-Front. ROG wirft insgesamt 40 Staatschefs, paramilitärischen Gruppen und kriminellen Netzwerken vor, unabhängige Journalisten zu verfolgen und Medien unterdrücken zu wollen. Weiterhin auf der Liste befinden sich Russlands Präsident Wladimir Putin, die Staatschefs von Aserbaidschan und Weißrussland, Drogenkartelle aus Mexiko, Mafiagruppen aus Italien und Taliban-Chef Mullah Omar.…

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02.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-02 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Gut zwei Wochen nach dem Terroranschlag auf den Boston-Marathon hat die US-Polizei drei weitere Verdächtige festgenommen. Zwei Studenten aus Kasachstan sollen einen Laptop und einen Rucksack von einem der mutmaßlichen Attentäter versteckt zu haben. Ein dritter Mann, der US-Staatsbürger ist, soll bei den Ermittlungen Falschaussagen gemacht haben. Eine direkte Tatbeteiligung wird den Männern nicht vorgeworfen. Bei dem Anschlag am 15. April waren drei Menschen getötet und 264 verletzt worden. Als Täter gelten die Brüder Tamerlan und Dschochar Zarnajew. Tamerlan wurde bei einer Schießerei mit der Polizei tödlich verletzt. Dschochar liegt in einem Gefängnis-Krankenhaus. *** Das oberste Gericht des kommunistischen Nordkorea hat einen Staatsbürger der USA zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt. Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA aus Pjöngjang. Der Amerikaner koreanischer Abstammung war im November im Nordosten Nordkoreas festgenommen worden. In den Staatsmedien war ihm vorgeworfen worden, er habe das kommunistische Regime stürzen wollen. *** Im Streit um die Presseplätze im bevorstehenden Prozess um die Mordserie der neonazistischen Terrorzelle NSU hat das Bundesverfassungsgericht die Beschwerde eines freien Journalisten zurückgewiesen. Das Oberlandesgericht München habe bei der Verteilung der knappen Sitzplätze einen erheblichen Ermessensspielraum, erklärte das höchste deutsche Gericht. Die Beschwerde eines weiteren Journalisten ist noch anhängig. Mehrere große Tageszeitungen wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die bei der Auslosung keinen Presseplatz mehr erhalten haben, teilten mit, sie würden auf rechtliche Schritte verzichten. In einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages heißt es, die von einigen Medien geforderte Videoübertragung des Prozesses sei mit Blick auf die Menschenwürde der Beteiligten unzulässig. Das Verfahren gegen das mutmaßliche NSU-Mitglied Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer der Terrorgruppe soll am Montag beginnen. *** Bei sogenannten Revolutionären 1.-Mai-Demonstrationen ist es in Berlin und Hamburg auch in diesem Jahr wieder zu Krawallen gekommen. In beiden Städten wurden Polizisten mit Steinen, Flaschen oder Böllern angegriffen. In Berlin waren die Zusammenstösse aber weit weniger heftig als in früheren Jahren. In Hamburg ging die Polizei dagegen mit Wasserwerfern gegen Randalierer vor. In der Hauptstadt beteiligten sich nach Angaben der Polizei etwa 9000 Demonstranten an dem Marsch linker Gruppen. In Hamburg waren es rund 1400 Demonstrationsteilnehmer. *** Der Evangelische Kirchentag in Hamburg beginnt an diesem Donnerstag mit der inhaltlichen Arbeit. Bis Sonntag stehen mehr als 2.500 Veranstaltungen auf dem Programm. Geplant sind Bibelarbeiten, Gottesdienste, Podiumsdiskussionen und Popkonzerte. Als prominente Gäste werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erwartet. Insgesamt 116.000 Dauerteilnehmer haben sich angemeldet. Dazu kommen noch rund 40.000 Tagesgäste und etwa 5.500 ehrenamtliche Helfer. In einem Grußwort zum Auftakt des Kirchentages sagte Bundespräsident Joachim Gauck, derartige Veranstaltungen hätten eine große gesellschaftliche Bedeutung. Sie zeigten, dass Christen nicht nur in dieser Gesellschaft leben, sondern sie mitgestalten wollten. *** Das erste deutsche Endspiel in der Geschichte der Fußball-Champions League ist perfekt. Bayern München gewann das Halbfinal-Rückspiel beim FC Barcelona 3:0 und kämpft nun am 25. Mai in London gegen Borussia Dortmund um die Krone im europäischen Vereinsfußball. Vor 95.000 Zuschauern im Stadion Camp Nou trafen Robben und Müller für die Münchner, dem Spanier Piqué unterlief ein Eigentor. Barcelona trat ohne Weltfußballer Lionel Messi an. Die Bayern hatten bereits das Hinspiel 4:0 gewonnen. Dortmund hatte am Dienstag bei Real Madrid zwar 0:2 verloren, erreichte aber dank des 4:1-Hinspielsieges das Finale im Wembley-Stadion.…

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01.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-05-01 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Italiens neuer Regierungschef Enrico Letta hat Deutschland seine enge Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Krise in der Europäischen Union zugesagt. Europa habe immer dann Erfolg gehabt, wenn Deutschland und Italien gemeinsam vorangeschritten seien, sagte Letta bei seinem ersten Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Es habe bisher nicht genug Europa gegeben. Deshalb müssten jetzt vier Grundsäulen errichtet werden: eine Bankenunion, eine Wirtschaftsunion, eine Fiskalunion und eine politische Union. Letta versprach zudem eine Fortsetzung der Konsolidierungspolitik. Seine Regierung werde sämtliche Verpflichtungen gegenüber ihren Partnern einhalten. Zugleich bekräftigte der sozialdemokratische Chef einer großen Koalition die Forderung nach einer europäischen Wachstumspolitik. Merkel versprach Letta eine enge Zusammenarbeit. Wichtig sei, dass jedes Land der EU seine eigenen Aufgaben verrichte. Italien habe bereits einen beträchtlichen Weg zurückgelegt. *** Das zyprische Parlament hat mit knapper Mehrheit die Bedingungen für das Hilfspaket zur Rettung der Inselrepublik vor einem Staatsbankrott gebilligt. 29 Abgeordnete stimmen dafür, 27 dagegen. Damit ist der Weg frei für Hilfen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Höhe von zehn Milliarden Euro. Die ersten zwei Milliarden könnten bereits im Mai fließen. Das Parlament hatte zuvor einer Reihe weiterer Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung zugestimmt. Darunter sind eine neue Grundbesitzsteuer und Kürzungen bei den Gehältern von Staatsbediensteten. Zypern muss im Gegenzug zu den internationalen Hilfen 13 Milliarden Euro aus eigener Kraft aufbringen. Dazu wird eine Abgabe von 60 Prozent auf Bankguthaben von mehr als 100.000 Euro bei der größten Bank des Landes erhoben. Außerdem sollen Steuern erhöht und Staatsfirmen privatisiert werden. *** Die US-Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Sloweniens um zwei Stufen auf Ramsch-Niveau herabgestuft. Das Euro-Land werde nur noch mit "Ba1" bewertet, teilte die Agentur in New York mit. Die Aussicht bleibe weiter negativ. Dies könnte bedeuten, dass Moody's weitere Abwertungen plant. Die Agentur begründete ihren Schritt unter anderem mit der Bankenkrise, der schwierigen Haushaltslage und den unsicheren Finanzierungsaussichten. Slowenien wird derzeit als nächster Kandidat für die Flucht unter den Euro-Rettungsschirm gehandelt. Moody's schätzt damit die Bonität Sloweniens deutlich schlechter ein als die beiden anderen großen Ratingagenturen, Standard & Poor's und Fitch. *** Das Oberlandesgericht München hat Pannen auch bei der Neuvergabe der Presseplätze zum NSU-Prozess eingeräumt. Die Auslosung der reservierten Sitzplätze für die Medien war immer noch nicht korrekt, räumte das Gericht ein. Ein Platz soll nachverlost werden. Der für den 6. Mai festgesetzte Prozessbeginn gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe der Neonazi-Zelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) sowie vier als Komplizen verdächtigte Angeklagte sei aber nicht gefährdet. Das Gericht hatte die 50 Medienplätze am Montag neu verlost, nachdem das Bundesverfassungsgericht die ursprüngliche Vergabe nach zeitlicher Reihenfolge der Anfragen beanstandet hatte. Die türkische Zeitung "Sabah" hatte deswegen Verfassungsbeschwerde erhoben. *** Borussia Dortmund hat erstmals seit 16 Jahren wieder das Endspiel der Fußball-Champions League erreicht. Das Team von Trainer Jürgen Klopp verlor zwar das Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid mit 0:2, zog aber dank des 4:1 im Hinspiel in das Finale am 25. Mai im Londoner Wembley Stadion ein. Die Tore für Madrid schossen Karim Benzema in der 83. und Sergio Ramos in der 88. Minute. In London könnte es erstmals zu einer rein deutschen Begegnung kommen. Bayern München hat nach dem 4:0 Hinspiel-Erfolg über den FC Barcelona beste Aussichten auf eine Endspielteilnahme.…

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30.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-30 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die USA sind laut einem Medienbericht bereit, die deutsche Bundeswehr mit Kampfdrohnen zu beliefern. Wie das Nachrichtenportal "Spiegel Online" berichtet, haben die USA bereits der Ausfuhr von drei Drohen vom Typ Reaper, wie sie unter anderem für die umstrittenen Angriffe auf Aufständische im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan zum Einsatz kommen, grundsätzlich zugestimmt. Anfang Mai solle der Verkauf mit einer offiziellen Note bestätigt werden, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf einen Vertreter des deutschen Verteidigungsministeriums. An diesem Dienstag kommt Verteidigungsminister Thomas de Maiziére mit seinem US-Kollegen Chuck Hagel in Washington zusammen. Dabei dürfte auch über dieses Thema gesprochen werden. Laut "Spiegel Online" verhandelt Deutschland parallel dazu auch mit Israel über die Beschaffung der dort entwickelten Drohne Heron. *** Italiens neuer Regierungschef Enrico Letta hat sich erwartungsgemäß das Vertrauen des Abgeordnetenhauses in Rom gesichert. Nach einer Regierungserklärung stellte sich eine breite Mehrheit in einem Votum hinter Lettas Anti-Krisen-Programm. Darin sprach er sich ausdrücklich für einen Wachtumskurs für das hoch verschuldete Euro-Land aus. "Sparprogramme alleine bringen uns um", sagte er wörtlich. Unter anderem kündigte er den Stopp einer umstrittenen Immobiliensteuer an, wie es seine Verbündeten im Mitte-Rechts-Bündnis des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi verlangt hatten. Für den 46 Jahre alten Linksliberalen Letta und seine große Koalition war dies die erste Parlamentshürde. Heute steht die Vertrauensabstimmung in der zweiten Kammer, dem Senat, an. *** In der Debatte über den Umgang mit der Führung in Syrien hat US-Präsident Barack Obama den Druck auf Russland erhöht. In einem Gespräch mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin habe Obama seine "Besorgnis" über Berichte über einen möglichen Einsatz von Chemiewaffen in dem Bürgerkriegsland betont, erklärte das Weiße Haus. Russland ist einer der wenigen verbliebenen Verbündeten des Regimes in Damaskus. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte vor Journalisten, den Hinweisen auf den möglichen Einsatz von Chemiewaffen werde weiter in Zusammenarbeit mit den Verbündeten und den Geheimdiensten nachgegangen. *** Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entscheidet heute über eine Beschwerde der inhaftierten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Die 52-jährige Oppositionspolitikerin, die seit 2011 eine siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs verbüßt, klagt zum einen gegen ihre Haftbedingungen. Diese seien ihrer angeschlagenen Gesundheit nicht angemessen, macht die unter schweren Rückenschmerzen leidende Politikerin geltend. Außerdem wirft sie der Ukraine vor, das Strafverfahren gegen sie sei politisch motiviert gewesen. Das Urteil wird von einer kleinen Kammer gefällt. Dagegen können beide Parteien binnen drei Monaten Rechtsmittel einlegen. *** Die Niederlande bekommen ein neues Staatsoberhaupt. Nach 33 Jahren auf dem Thron übergibt Königin Beatrix an diesem Dienstag die Regentschaft an ihren Sohn Willem-Alexander. In ihrer letzten Fernsehansprache hatte sich die Monarchin für das Vertrauen bedankt, das ihr die Bevölkerung in den vergangenen 33 Jahren entgegengebracht habe. Weder Macht, noch persönlicher Wille, noch erbliche Autorität, sondern allein die Bereitschaft, der Gemeinschaft zu dienen, könne der modernen Monarchie Inhalt verleihen. Beatrix betonte, Willem-Alexander sei auf seine Aufgabe gut vorbereitet. Mit der Thronübernahme von Willem-Alexander erhält das Land zum ersten Mal seit 123 Jahren wieder einen König.…

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29.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-29 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Erstmals seit Jahrzehnten sollen in Griechenland Beamte und Staatsbedienstete entlassen werden. Das Parlament in Athen billigte am Sonntag ein entsprechendes Gesetz. Danach sollen insgesamt 15.000 Staatsbedienstete bis Ende 2014 gehen. Zudem soll eine neue Grundbesitzsteuer erhoben werden. Die Verabschiedung des Sparpakets ist die Voraussetzung dafür, dass die nächsten Tranchen der internationalen Finanzhilfen von insgesamt 8,8 Milliarden Euro freigegeben werden. Vor dem Parlament demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen die geplanten Massenentlassungen. *** Einen Tag nach Vereidigung der neuen Regierung gibt Italiens Ministerpräsident Enrico Letta an diesem Montag in Rom eine Regierungserklärung ab. Anschließend muss sich der Linksliberale im Abgeordnetenhaus einem Vertrauensvotum stellen. Seine Demokratische Partei (PD) hatte zwar vor zwei Monaten die Parlamentswahlen gewonnen, verfügt im Senat jedoch über keine Mehrheit. Letta will das Land nun mit einer großen Koalition aus der Krise führen. Staatspräsident Giorgio Napolitano hatte die neue Regierung am Sonntag vereidigt. Damit regiert in Italien zum ersten Mal seit 1947 ein Bündnis linker und rechter Kräfte, darunter auch Silvio Berlusconis Mitte-Rechts-Partei PdL und die kleine Zentrumspartei des bisherigen Ministerpräsidenten Mario Monti. *** EU-Sozialkommissar Laszlo Andor hat sich für höhere Löhne in Deutschland ausgesprochen. Damit solle die heimische Nachfrage angeregt werden, sagte Andor der "Süddeutschen Zeitung". Zudem empfehle die EU-Kommission, auf breiter Basis Mindestlöhne einzuführen. Wegen hoher Exportüberschüsse sei es nicht zu rechtfertigen, dass Deutschland einen Lohnwettbewerb betreibe. "Belgien und Frankreich beschweren sich schon über deutsches Lohndumping", berichtete Andor. Länder mit Exportüberschüssen müssten sich wie Defizitländer anpassen, mahnte der ungarische Politiker. Andernfalls würde die Währungsunion auseinanderdriften. Der Zusammenhalt sei bereits halb verloren. *** Im Vorfeld der Parlamentswahlen in Pakistan wird aus dem Nordwesten ein weiterer schwerer Anschlag gemeldet. Mindestens acht Menschen wurden getötet, als sich in der Metropole Peschawar ein Selbstmordattentäter auf einem Motorrad neben einem Bus in die Luft sprengte. Zudem seien 45 Menschen verletzt worden, teilte die lokale Polizei mit. Der Angriff galt offenbar der Fahrzeugkolonne eines ranghohen Politikers. In Pakistan hat die Gewalt vor der Parlamentswahl am 11. Mai massiv zugenommen. *** Bewaffnete haben in Libyens Hauptstadt Tripolis das Außenministerium umzingelt. Die Männer forderten die Einführung eines Gesetzes, dass es früheren Mitarbeitern des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi verbietet, in der neuen Regierung hochrangige Positionen einzunehmen. Augenzeugen zufolge blockierten mindestens 20 Wagen die Zufahrten zum Außenministerium. Auf den Autos waren Bewaffnete mit Sturmgewehren platziert. In Libyen haben Milizen nach dem Sturz und Tod Gaddafis im Jahr 2011 an Macht gewonnen. Ihre Entwaffnung ist eine der größten Herausforderungen der Regierung in dem nordafrikanischen Land. Deutschland und mehrere westliche Staaten warnen derzeit vor Reisen nach Libyen. *** In Ägypten legt Präsident Mohammed Mursi seine umstrittene Justizreform auf Eis, mit der auf einen Schlag mehr als 3000 Richter aus dem Staatsdienst entlassen worden wären. Mursis Büro und der Oberste Justizrat teilten nahezu wortgleich mit, es solle eine Reform ausgearbeitet werden, die für beide Seiten tragbar sei. Die von islamischen Kräften dominierte Regierung hat geplant, Richter bereits mit 60 statt wie derzeit erst mit 70 Jahren in den Ruhestand zu schicken. Der Plan wird von Richtern, Anwälten, Oppositionspolitikern und Menschenrechtlern kritisiert. Sie werfen den Islamisten vor, damit die Unabhängigkeit der Justiz außer Kraft setzen zu wollen. Per Gesetz sollten nicht genehme Richter entfernt werden, um eigene Leute in Position zu bringen. *** Gut eine Woche vor dem neuen Starttermin für den NSU-Prozess entscheidet nun das Los über die Verteilung der Presseplätze. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit nimmt ein Notar die Ziehung vor. Der frühere SPD-Spitzenpolitiker Hans-Jochen Vogel ist als Zeuge dabei. Das neue Akkreditierungsverfahren war vor allem notwendig geworden, weil im ersten Anlauf türkische Medien keinen Platz bekommen hatten. Sie haben besonderes Interesse: Acht Opfer der dem "Nationalsozialistischen Untergrund" zugeschriebenen Morde waren türkischer Abstammung. Auf Klage der Zeitung "Sabah" hatte das Bundesverfassungsgericht den Senat aufgefordert, mindestens drei Plätze für türkische Medien zu schaffen.…

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26.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-26 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nordkorea hat die ultimative Aufforderung Südkoreas zu offiziellen Gesprächen über die Wiedereröffnung der gemeinsamen Wirtschaftszone Kaesong abgelehnt. Das meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Nationale Verteidigungskomitee Nordkoreas. Zudem habe die kommunistische Führung in Pjöngjang mit weiteren Schritten gedroht, falls Seoul seine Drohung, schärfere Maßnahmen zu ergreifen, umsetzen sollte. In dem Industriepark, der wenige Kilometer hinter der Grenze auf nordkoreanischem Territorium liegt, beschäftigen 123 südkoreanische Unternehmen 53.000 Nordkoreaner. Anfang April hatte Pjöngjang den Zugang zu Kaesong abgesperrt, am 9. April wurden alle nordkoreanischen Arbeiter abgezogen. *** Das Ergebnis der Präsidentenwahl in Venezuela wird jetzt die Gerichte beschäftigen. Der bei der Abstimmung unterlegene konservative Oppositionskandidat Henrique Capriles sagte dem Privatsender Globovision, es gebe genügend Beweise für Unregelmäßigkeiten. Deshalb werde er juristisch dagegen vorgehen. Der vom verstorbenen Staatschef Hugo Chavez als Nachfolger auserkorene Sozialist Nicolás Maduro hatte die Wahl am 14. April mit einem Vorsprung von nur zwei Prozentpunkten gewonnen. Kritiker halten allerdings die Justiz für parteiisch, weil Chavez sie in seiner 14-jährigen Amtszeit mit Gefolgsleuten durchsetzt hat. *** Die beiden mutmaßlichen Bombenleger von Boston hatten nach den Ermittlungen der US-Behörden einen weiteren Anschlag geplant. Tamerlan und Dschochar Zarnajew hätten weitere Sprengkörper auf dem Times Square in New York zünden wollen, berichtete Bürgermeister Michael Bloomberg auf einer Pressekonferenz. Das habe der überlebende Tatverdächtige bei einer Befragung erklärt. Die beiden hätten in der Nacht zum vergangenen Freitag ein Auto gekapert, um sich mit sechs selbst gebauten Bomben in die Millionenmetropole aufzumachen, sagte Polizeichef Ray Kelly. Der Plan sei gescheitert, als sie bemerkten, dass das entführte Auto zu wenig Benzin im Tank hatte. An der Tankstelle sei der Autobesitzer aus dem Wagen geflüchtet und habe die Polizei alarmiert. Dies habe die Großfahndung ausgelöst, in deren Verlauf Tamerlan Zarnajew getötet und sein Bruder später verhaftet wurde. *** Bei Protesten gegen die Sparpolitik der spanischen Regierung ist es in Madrid zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Zahlreiche der rund 1000 Demonstranten hatten nach Augenzeugenberichten in der Nähe des Parlaments Absperrgitter umgestoßen und die Beamten mit Steinen, Böllern, Flaschen und anderen Objekten beworfen. Polizisten seien daraufhin mit Schlagstöcken gegen die Demonstranten vorgegangen. Mehrere Menschen wurden festgenommen. Die spanische Statistikbehörde hatte zuvor bekanntgegeben, dass die Zahl der Arbeitlosen im Land noch einmal gestiegen ist. Demnach lag die Arbeitslosenquote im ersten Quartal bei gut 27 Prozent und damit so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Datenerhebung. *** Die USA haben nach offiziellen Angaben Hinweise darauf, dass die syrische Regierung im Kampf gegen Rebellen chemische Waffen eingesetzt hat. Proben deuteten darauf hin, dass das Giftgas Sarin verwendet worden sei, sagte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel bei einem Besuch in Abu Dhabi. Das Präsidialamt in Washington erklärte, für eine Entscheidung über das weitere Vorgehen seien Geheimdienstinformationen allein allerdings nicht ausreichend. Benötigt würden Fakten. Die Vereinigten Staaten hatten Syrien wiederholt vor dem Einsatz von Chemiewaffen gewarnt. Dies sei eine Schwelle, die nicht überschritten werden dürfe. Auch das britische Außenministerium teilte mit, ihm lägen Informationen über die Verwendung von C-Waffen in Syrien vor. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte an die Regierung in Damaskus, eine Untersuchung durch die Vereinten Nationen zuzulassen.…

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25.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-25 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In der Auseinandersetzung mit dem kommunistischen Norden hat Südkorea Dialogbereitschaft signalisiert und Gespräche über das gemeinsame Industriegebiet Kaesong angeboten. Man biete offizielle Gespräche zwischen Regierungsbehörden an, erklärte das Vereinigungsministerium in Seoul. Sollte die Regierung in Pjöngjang indes nicht bis Freitag reagieren, müsse Seoul ernsthafte Konsequenzen ziehen, hieß es. Die Warnung bezog sich womöglich auf einen dauerhaften Rückzug aus dem Industriegebiet, in dem 123 südkoreanische Unternehmen normalerweise 53.000 Menschen aus dem Norden beschäftigen. Wegen der Spannungen zwischen den beiden Ländern ist der Zugang zu der Anlage seit dem 3. April gesperrt. Am 9. April zog Nordkorea zudem sämtliche Arbeitskräfte aus dem Gebiet ab, das auf nordkoreanischem Territorium liegt. Derzeit befinden sich noch rund 180 der sonst 850 südkoreanischen Mitarbeiter in der Anlage. Der Rückzug der Nordkoreaner kam überraschend, da Kaesong für den Norden eine wichtige Quelle von Devisen ist. *** Die Bundesregierung hat erstmals bestätigt, dass in Syrien auch extremistische Kämpfer aus Deutschland am Aufstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad beteiligt sind. Innenminister Hans-Peter Friedrich sagte dem Nachrichtenportal "Spiegel Online", die Sicherheitsbehörden beobachteten die Reisen von deutschen Extremisten nach Syrien "mit großer Sorge". So gebe es auch Aufrufe, die Dschihadisten aus Europa sollten später in ihre Heimat zurückkehren und dort den sogenannten "Heiligen Krieg" weiterführen. Nach Einschätzung des EU-Terrorismus-Experten Gilles de Kerchove haben sich in Syrien bis zu 500 europäische Islamisten den Kämpfen gegen Assad angeschlossen. *** Als erster westlicher Staatschef wird Frankreichs Präsident François Hollande an diesem Donnerstag vom neuen chinesischen Präsidenten Xi Jinping empfangen. Auf der zweitägigen Reise will sich Hollande vor allem für wirtschaftliche Interessen seines Landes stark machen. Gesprächsthema in Peking dürfte auch die chinesische Währung Yuan sein, die Experten für unterbewertet halten. Darin sieht Europa einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil für chinesische Exporte. Hollande will nach Angaben aus Regierungskreisen neben internationalen Fragen auch die Menschenrechtslage in China ansprechen. *** In Italien bemüht sich der designierte Ministerpräsident Enrico Letta darum, sein Land schnell aus der Krise zu führen. Der Sozialdemokrat forderte "alle politischen Kräfte" auf, ihn zu unterstützen. Von diesem Donnerstag an will Letta Gespräche mit Vertretern der Parteien führen. Letta hatte zuletzt seine Bereitschaft signalisiert, eine breite Koalitionsregierung zu bilden. Diese wird auch von Staatspräsident Giorgio Napolitano favorisiert, der Letta am Mittwoch mit der Regierungsbildung beauftragt hatte. Seit den Wahlen zum Senat und zum Abgeordnetenhaus vor zwei Monaten herrscht in Italien politischer Stillstand. Kein Lager hatte eine ausreichende Mehrheit zur Regierungsbildung erzielt, alle bisherigen Gespräche über mögliche Bündnisse waren gescheitert. *** Unter der Vermittlung von US-Außenminister John Kerry haben hochrangige Vertreter Afghanistans und Pakistans versucht, Differenzen zwischen ihren Ländern auszuräumen. Kerry sprach nach dem Treffen in Brüssel von einem "sehr produktiven und konstruktiven Dialog". Man habe "Fortschritte" erzielt. Details wollte Kerry jedoch ausdrücklich nicht mitteilen. Die Gespräche, an denen unter anderen der afghanische Präsident Hamid Karsai und der pakistanische Außenminister Jalil Jilani teilnahmen, fanden in der Residenz des US-Botschafters bei der Nato statt. - Afghanistan wirft Pakistan vor, die radikalislamischen Taliban, die in Afghanistan Anschläge verüben, auf eigenem Territorium nicht energisch genug zu verfolgen. Pakistan wiederum klagt, es leide unter aus Afghanistan kommenden Terroristen. Bis Ende 2014 will die Nato ihre Kampftruppen aus Afghanistan abziehen. *** Im Streit um einen Zugang zum Pazifischen Ozean hat Bolivien vor dem Internationalen Gerichtshof Klage gegen seinen Nachbarn Chile eingereicht. Der bolivianische Außenminister David Choquehuanca erklärte, mit der Klage in Den Haag wolle man das "historische Mandat" erfüllen, wieder eine maritime Nation zu werden. Bolivien fordere von Chile Verhandlungen zu "einer raschen und effektiven Einigung". Bolivien hatte 1879 seinen Zugang zum Meer verloren, als es nach einem Krieg mit Chile rund 120.000 Quadratkilometer Land und eine Küstenstrecke von fast 400 Kilometern abtreten musste. Ein Friedensabkommen von 1904, in dem die Grenzen festgelegt sind, ist nach Ansicht Boliviens ungültig. Es sei unter Zwang unterzeichnet worden, argumentiert die Regierung in La Paz.…

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24.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-24 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat Pakistan aufgefordert, moslemische Terroristen entschiedener zu bekämpfen. Die Tatsache, dass militante Extremisten aus den pakistanischen Stammesgebieten weiterhin die Grenze nach Afghanistan überquerten und dort Anschläge verübten, sei das größte Problem für die Sicherheitslage am Hindukusch, sagte Rasmussen am Rande des Nato-Außenminstertreffens in Brüssel. Dort will US-Außenminister John Kerry an diesem Mittwoch mit Afghanistans Präsident Hamid Karsai und ranghohen pakistanischen Regierungsbeamten zusammenkommen, um eine Lösung in dem Konflikt zu finden. Ohne ein entschiedenes Vorgehen seitens der Regierung in Islamabad gegen Taliban-Kämpfer und andere Extremisten sei langfristig kein Frieden in Afghanistan möglich, so Rasmussen. *** In den USA ist der im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Giftbrief an Präsident Barack Obama festgenommene Mann wieder auf freiem Fuß. Die Ermittler ließen alle Vorwürfe gegen den 45-Jährigen fallen. Gründe wurden nicht genannt. Der Mann war verdächtigt worden, Briefe mit dem tödlichen Gift Rizin an Obama und einen US-Senator geschickt zu haben. Die Briefe waren Anfang vergangener Woche in den Poststellen des Weißen Hauses und des Kongresses abgefangen worden, noch bevor sie ihre Adressaten erreicht hatten. *** Die französische Nationalversammlung hat mit ihrer linken Mehrheit dem in der Gesellschaft höchst umstrittenen Gesetz zur Legalisierung der Homo-Ehe endgültig zugestimmt. Damit können Schwule und Lesben in Frankreich nicht nur heiraten, sondern dürfen auch Kinder adoptieren. Die Reform gehört zu den Prestigeprojekten des sozialistischen Präsidenten François Hollande. Vertreter der Opposition kündigten eine Verfassungsklage an. Bei einer Demonstration in Paris gegen die Homo-Ehe kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. *** Ein baldiges Urteil in dem historischen Völkermordprozess gegen den früheren Diktator von Guatemala, Efraín Ríos Montt, wird immer unwahrscheinlicher. Das Verfassungsgericht entzog der bisher zuständigen Richterin den Fall. Der Prozess soll nun von einer Richterin geleitet werden, die das Verfahren gegen Ríos Montt in der vergangenen Woche überraschend annulliert hatte. Damit muss der Fall wohl ganz neu aufgerollt werden. Dem 86-jährigen Rios Montt werden Mord, Folter und die Zwangsumsiedlung Tausender Maya-Indianer während seiner Militärdiktatur von März 1982 bis August 1983 vorgeworfen. *** Der US-Elektronik-Konzern Apple hat nach einer beispiellosen Erfolgsserie den ersten Gewinnrückgang seit fast zehn Jahren hinnehmen müssen. Das Unternehmen erzielte mit 9,5 Milliarden Dollar zwar immer noch den vierthöchsten Quartalsgewinn seiner Geschichte. Im Jahresvergleich bedeutet dieser jedoch ein Minus von gut 18 Prozent. Bis 2015 will Apple durch Aktienrückkaufprogramme und höhere Dividenden seinen Aktionären 100 Milliarden Euro zukommen lassen. *** Die Steueraffäre von FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird immer explosiver. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" besteht ein Haftbefehl gegen den 61-Jährigen, der gegen eine Millionenkaution außer Vollzug gesetzt wurde. Nach einer Selbstanzeige von Hoeneß im Januar wegen eines geheimen Kontos in der Schweiz ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft gegen den Fußball-Funktionär und Besitzer einer Wurstfabrik wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. *** Bundespräsident Joachim Gauck hat mit Blick auf die Steueraffäre von FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß die Bedeutung von Steuerehrlichkeit hervorgehoben. Zu einer funktionierenden Demokratie gehöre die Bereitschaft aller, etwas dazu beizutragen, betonte Gauck. Es gehöre zur Verantwortung mündiger Bürger, Pflichten zu akzeptieren. Die Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke forderten eine härtere Gangart gegen Steuerbetrüger.…

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23.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-23 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 4s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In der libyschen Hauptstadt Tripolis ist nahe der französischen Botschaft eine Autobombe explodiert. Ein Vertreter der Botschaft sagte, es seien mindestens zwei Wachleute verletzt worden, einer von ihnen schwer. Durch die Wucht der Explosion wurde das Gebäude schwer beschädigt. Im September 2012 war das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi angegriffen worden. Dabei wurden der US-Botschafter und drei Diplomaten getötet. Die Sicherheitslage in Libyen ist eineinhalb Jahre nach dem Sturz von Muammar Gaddafi immer noch fragil. Nach der Gaddafi-Ära sollen in Libyen in diesem Jahr die ersten freien Parlamentswahlen stattfinden. Der langjährige Machthaber Gaddafi war am 20. Oktober 2011 auf der Flucht gefasst und getötet worden. *** Die kanadischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen vom Terrornetzwerk Al-Kaida unterstützten Anschlag auf einen Reisezug vereitelt. Zwei Verdächtige im Alter von 30 und 35 Jahren seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit. An den vorangegangenen monatelangen Ermittlungen war auch die US-Bundespolizei FBI beteiligt. Den beiden Männern werde vorgeworfen, sie hätten einen Zug in der Gegend der Wirtschaftsmetropole Toronto zum Entgleisen bringen wollen. Mehrere örtliche Medien berichteten, die Verdächtigen hätten die viel genutzte Zugverbindung zwischen Toronto und der US-Metropole New York im Visier gehabt. Trotz der Vorbereitungen habe jedoch ein Anschlag nicht unmittelbar bevorgestanden, hob die Polizei in einer Erklärung hervor. *** Dem mutmaßlichen Attentäter des Boston-Marathons droht die Todesstrafe. Dem schwer verletzten Dschochar Zarnajew wurde in einem Bostoner Krankenhaus in Anwesenheit eines Richters die Klageschrift verlesen. Zwar wurde im US-Bundesstaat Massachusetts die Todesstrafe in den 1980er Jahren abgeschafft. Zarnajew wird aber nach US-Bundesrecht angeklagt, wie ein Justizsprecher mitteilte. Bei der fast gleichzeitigen Explosion von zwei Bomben im Zieleinlauf des Marathons waren am Montag vergangener Woche drei Menschen getötet und 180 verletzt worden. In Boston und ganz Massachusetts gedachten die Menschen mit einer Schweigeminute der Opfer. *** Nach dem Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals am Montag rechnet Europas größte Fluggesellschaft für diesen Dienstag wieder mit einem weitgehend normalen Flugbetrieb. Wegen des Streiks musste die Lufthansa den Flugbetrieb fast vollständig einstellen. Von knapp 1800 planmäßigen Flügen konnten nur 42 tatsächlich starten. Rund 150.000 Passagiere seien von dem Ausstand betroffen gewesen, teilte die Fluggesellschaft mit. Mit dem Warnstreik wollte die Gewerkschaft Verdi Druck in den seit Februar laufenden Tarifverhandlungen machen. *** SPORT: In der Fußball-Bundesliga steht offenbar ein Sensationstransfer bevor. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wechselt Nationalspieler Mario Götze zur kommenden Saison von Borussia Dortmund zu Rekordmeister Bayern München. Der 20 Jahre alte Götze besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2016 beim BVB, darf aber für die festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro wechseln. Die Bayern sollen bereit sein, diese zu bezahlen. Laut "Bild" hat Götze bereits einen langfristigen Vertrag in München unterschrieben.…

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22.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-22 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Der schwer verletzte mutmaßliche Attentäter des Boston-Marathons ist Medienberichten zufolge bei Bewusstsein. Der auf der Intensivstation eines Krankenhauses liegende 19-jährige Dschochar Zarnajew reagiere sporadisch, berichtete der Sender ABC. Nach Angaben des Senders NBC antwortet der Verdächtige schriftlich auf Fragen der Ermittler. Zarnajew liegt unter schwerer Bewachung in der Klinik und wird wegen einer schweren Schusswunde am Hals und einer Verletzung am Bein behandelt. Zu einer Anklage durch einen Bundesrichter kommt es nach den Medienberichten frühestens an diesem Montag. Der Verdächtige muss mit der Todesstrafe rechnen. Massachusetts hat sie zwar abgeschafft, die USA als Staat aber nicht. Der TV-Sender CNN zitierte einen Beamten aus dem Justizministerium mit den Worten, Zarnajew müsse sich wohl nach Bundesrecht wegen Terrorismus verantworten und nach Landesrecht wegen Mordes. *** In der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Truppen von Staatschef Baschar al-Assad nach Angaben oppositionsnaher Aktivisten zahlreiche Menschen getötet. Einige der Leichen, die nach dem Sturm auf die Stadt Dschdaidet al-Fadl gefunden worden seien, hätten schwere Verstümmelungen aufgewiesen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. In den vergangenen fünf Tagen seien mindestens 80 Menschen in Dschdaidet al-Fadl durch Bomben, Kämpfe und Massenhinrichtungen getötet worden. In anderen Berichten ist sogar von einem Massaker mit bis zu 250 Opfern die Rede. Die Außenminister der 27 EU-Staaten wollen an diesem Montag die Sanktionen gegen Syrien lockern. An den Maßnahmen gegen das Assad-Regime ändert sich dadurch nichts. Das EU-Ölembargo wird aber künftig nicht mehr für den Herrschaftsbereich der Opposition gelten. Auch Investitionen in die Ölförderung sowie die Lieferung von Geräten und Technologie werden hier erlaubt. Das Ministertreffen findet in Luxemburg statt. *** Der Unternehmer Horacio Cartes hat die Präsidentschaftswahl in Paraguay gewonnen. Der Kandidat der konservativen Colorado-Partei kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf knapp 46 Prozent. Sein aussichtsreichster Gegenkandidat, Efraín Alegre von der Liberalen Partei, folgt mit fast 37 Prozent. Mit dem Sieg ihres Kandidaten kehrt die Colorado-Partei an die Macht zurück, die sie mehr als 60 Jahre lang bis 2008 innehatte. Dann wurde sie von einer linksliberalen Koalition um den früheren katholischen Bischof Fernando Lugo abgelöst. Wegen dessen Amtsenthebung vor zehn Monaten war die Wahl notwendig geworden. Gewählt wurden in Paraguay zudem Senatoren, Abgeordnete und Gouverneure. Nach Angaben der Wahlbehörde lag die Beteiligung bei mindestens 65 Prozent. Rund 1.500 in- und ausländische Beobachter verfolgten die Abstimmungen. Das größte Beobachterteam mit rund 100 Mitgliedern entsandte die EU. *** Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der Regierung von Birma eine "Kampagne der ethnischen Säuberung" gegen die muslimische Minderheit der Rohingya vor. Diese seien Opfer zahlreicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit, darunter Mord, Verfolgung, Deportation und Zwangsumsiedlungen, erklärte die Organisation. Demnach habe im vergangenen Oktober eine aufgebrachte Menge mit Rückendeckung von Mönchen und Sicherheitskräften muslimische Dörfer im westlichen Bundesstaat Rakhine angegriffen und 125.000 Menschen vertrieben. Bis heute werde Ihnen jegliche humanitäre Hilfe sowie die Rückkehr in ihre Heimatdörfer verweigert, erklärte Human Rights Watch weiter. Den Sicherheitskräften warf die Organisation vor, der Gewalt tatenlos zuzusehen oder sich an ihr zu beteiligen und anschließend alle Hinweise auf die Verbrechen zu vernichten. Die Bevölkerung Birmas ist zu fast 90 Prozent buddhistisch, gut vier Prozent sind Muslime. In Rakhine leben etwa 800.000 Rohingya. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen sind sie eine der meistverfolgten Minderheiten weltweit. *** ZUM FUSSBALL: Der VfB Stuttgart hat vier Tage nach dem umjubelten Pokal-Finaleinzug auch in der Bundesliga gegen den SC Freiburg gewonnen. Mit dem ungefährdeten 2:1 schafften die Schwaben am Sonntag zudem den dritten Heimsieg binnen einer Woche. Mit einem Sieg beim Lokalrivalen 1. FC Nürnberg hat sich die Spielvereinigung Greuther Fürth den bevorstehenden Abstieg aus der Fußball-Bundesliga ein wenig versüßt. Im 256. Franken-Derby gewann der abgeschlagene Tabellen-Letzte mit 1:0 und fügte den Gastgebern damit die erste Heimniederlage seit sieben Monaten zu. Zweitligist Hertha BSC sicherte sich nach einem 1:0 gegen Sandhausen zum sechsten Mal den Aufstieg in die erste Liga.…

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19.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-19 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die US-Ostküstenmetropole Boston wird von neuer Gewalt erschüttert. Auf dem Campus der Universität MIT erschoss ein Bewaffneter einen Polizisten. Bei der Fahndung nach dem Täter waren nach Korrespondentenberichten weitere Schüsse und Explosionen im Bereich der Hochschule zu hören. Gleichzeitig wird von einem massiven Polizeieinsatz in der benachbarten Stadt Watertown berichtet. Einzelheiten und Hintergründe sind noch nicht bekannt. Unklar ist, ob ein Zusammenhang mit den Bombenanschlägen auf den Boston-Marathon besteht, bei dem am Montag drei Menschen getötet und 180 verletzt worden waren. Die US-Bundespolizei FBI veröffentlichte Fahndungsfotos von zwei Verdächtigen. Videoaufnahmen von Überwachungskameras zeigten die beiden Männern mit Rucksäcken, in denen sich möglicherweise die Bomben befanden, teilte das FBI mit. *** Nach der verheerenden Explosion einer Düngemittelfabrik im US-Bundesstaat Texas suchen die Rettungskräfte mit Hochdruck nach Überlebenden in den Trümmern des Werkes und des nahen Wohngebiets. Nach Angaben des Bürgermeisters Tommy Muska sind nach dem Flammeninferno in der Kleinstadt West nördlich von Waco bislang 14 Todesopfer zu beklagen. Die Zahl der Verletzten wurde auf 160 geschätzt. In der Fabrik der Firma West Fertilizer war ein Feuer ausgebrochen, das offenbar eine gigantische Ammoniak-Explosion auslöste. Bis zu 80 Häuser, darunter eine Schule und ein Altenheim, wurden zerstört. *** Die Regionalwahlen im Irak sind von einem weiteren schweren Bombenanschlag überschattet worden. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in einem beliebten Lokal im Westen der Hauptstadt in die Luft und riss mindestens 27 junge Leute mit in den Tod, wie die Polizeibehörden mitteilten. Die Wahlen in zwölf der 18 Provinzen beginnen am Samstag. Nach dem Abzug der US-Truppen sind die Rivalitäten zwischen Sunniten und dominierenden Schiiten wieder aufgeflammt. Zuletzt hatte die Gewalt in dem Land wieder deutlich zugenommen. *** Einen Tag nach seiner spektakulären Flucht hat sich der frühere pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf nach Angaben eines Anwalts freiwillig einem Gericht in Islamabad gestellt. Nach einer kurzen Anhörung habe Musharraf in seine Residenz zurückkehren können. Am Donnerstag hatte ein Gericht während einer Verhandlung gegen Musharraf dessen sofortige Verhaftung angeordnet. Mit Hilfe seiner Leibwächter konnte der Ex-Präsident aus dem Gerichtssaal fliehen. Musharraf war erst im März nach vier Jahren im selbstgewählten Exil in Dubai nach Pakistan zurückgekehrt, um bei den Parlamentswahlen am 11. Mai anzutreten. Gegen ihn sind verschiedene Gerichtsverfahren wegen Machtmissbrauchs und Korruption anhängig. Seine Hoffnung auf ein politisches Comeback zerschlug sich, weil seine Kandidatur nicht zugelassen wurde. *** Deutschland will nach dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes in Afghanistan 2014 mit 600 bis 800 Soldaten im Land bleiben. In diesem Umfang wolle man sich an einer Mission zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte beteiligen, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maiziere in Berlin. In dem Bundeswehr-Kontingent seien auch Kräfte zur Unterstützung des Einsatzes, für Sanitätshilfe sowie zum Schutz der Soldaten enthalten. Deutschland wolle in der Hauptstadt Kabul sowie als Führungsnation in Masar-i-Scharif im Norden Verantwortung übernehmen, wo die Bundeswehr auch jetzt schon das Kommando habe, sagte der CDU-Minister. Der Einsatz solle zunächst auf zwei Jahre befristet werden. Anschließend wolle Deutschland die Ausbildung und Unterstützung mit 200 bis 300 Soldaten in Kabul konzentrieren. *** In ganz Polen wird an diesem Freitag des Aufstands im Warschauer Ghetto vor 70 Jahren gedacht. Am 19. April 1943 hatten sich die Juden in dem Ghetto gegen die NS-Diktatur erhoben. Die Kämpfe gegen die SS-Einheiten dauerten bis zum 16. Mai. Es gab nur wenige Tausend Überlebende. An der zentralen Feier in Warschau nehmen unter anderem Staatspräsident Bronislaw Komorowski, der israelische Bildungsminister Schai Piron und Martin Schulz, der Präsident des Europaparlaments, teil. Die blutige Niederschlagung des Aufstands besiegelte auch das Schicksal der meisten bis dahin überlebenden Warschauer Juden, die vor dem Krieg ein Drittel der Bevölkerung stellten. Tausende wurden erschossen oder in die Todeslager deportiert.…

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18.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-18 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Bei der Explosion in einer Düngemittelfabrik in Texas hat es US-Medienberichten zufolge viele Tote und Verletzte gegeben. Der Nachrichtensender CBS spricht unter Berufung auf den Chef des örtlichen Rettungsdienstes von mindestens 60 Menschen. Die Behörden gaben bislang keine konkreten Zahlen bekannt. Auf Fernsehbildern war eine riesige Rauchwolke über der Fabrik in der Ortschaft West gut 30 Kilometer nördlich von Waco zu sehen. Auf einem nahe gelegenen Sportplatz sei ein Erstversorgungszentrum eingerichtet worden, berichtete der Sender CNN. Unglücksursache war ersten Erkenntnissen zufolge eine Ammoniakexplosion. *** Wegen der Giftbriefe an US-Präsident Barack Obama und einen Senator ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, es handele sich um einen Mann aus der Stadt Corinth im US-Bundesstaat Mississippi. Medienberichten zufolge fahndet die Polizei nach den Bombenanschlägen beim Boston-Marathonlauf nach zwei Verdächtigen. Die Männer waren von Überwachungskameras aufgenommen worden. *** Pakistans Ex-Präsident Pervez Musharraf hat sich seiner gerichtlich angeordneten Festnahme entzogen. Ein Gericht in Islamabad hatte die Verlängerung der Kaution in einem Verfahren um die umstrittene Entlassung von Richtern im Jahr 2007 abgelehnt. Nach der Verurteilung sei Musharraf unter dem Schutz seiner Leibwächter aus dem Gerichtssaal verschwunden und an einen unbekannten Ort geflohen, berichten pakistanische Medien. Gegen den ehemaligen Machthaber sind noch zwei weitere Verfahren anhängig. Nach vier Jahren im Exil war Musharraf nach Pakistan zurückgekehrt, um für seine Partei APML am 11. Mai bei der Parlamentswahl anzutreten. Das war ihm jedoch gerichtlich untersagt worden. *** Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag von Gegnern der Zypern-Hilfe abgelehnt. Damit kann der Bundestag wie geplant am heutigen Donnerstag über die Milliardenhilfen für das verschuldete Euroland Zypern abstimmen. Die deutsche Zustimmung gilt als sicher, denn Union, FDP sowie SPD und Grüne wollen die Hilfen mittragen. Das Rettungspaket sieht eine Hilfe von neun Milliarden Euro aus dem Krisenfonds ESM vor. Der Internationale Währungsfonds (IWF) soll eine weitere Milliarde beisteuern. Der deutsche Anteil an den Hilfsgeldern beträgt rund 2,6 Milliarden Euro. Allerdings ist die Hilfe an strenge Auflagen gebunden: Zypern muss selbst rund 13 Milliarden Euro aufbringen. *** In Italien zeichnet sich vor der Wahl des neuen Staatsoberhaupts eine breite Mehrheit für den früheren italienischen Senatspräsidenten Franco Marini ab. Die linksgerichtete Demokratische Partei von Pier Luigi Bersani sagte Marini ihre Unterstützung zu, ebenso das rechte Lager um Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi. Der 80-jährige Marini ist ein ehemaliger Gewerkschafter und gehört dem christdemokratischen Flügel der Demokratischen Partei an. Die Amtszeit des amtierenden italienischen Staatsoberhaupts Giorgio Napolitano endet am 15. Mai. Die Versammlung, die seinen Nachfolger wählt, beginnt heute. Die verschiedenen Wahlgänge können sich über mehrere Tage hinziehen. *** Japan hat im zweiten Jahr in Folge ein Handelsdefizit in Rekordhöhe verzeichnet. Nach Regierungsangaben belief sich der Fehlbetrag zum Abschluss des am 31. März beendeten Haushaltsjahres auf umgerechnet 62 Milliarden Euro. Als Gründe wurden vor allem geringere Exporte von Autos und Maschinen nach China sowie von Halbleitern und Elektronikteilen nach Europa genannt. Gleichzeitig nahmen die Importe um 5,5 Prozent zu. Es ist das erste Mal seit der Ölkrise 1980, dass Japan in zwei aufeinanderfolgenden Jahren rote Zahlen in seiner Handelsbilanz schreibt.…

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17.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-17 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Mehr als 1000 Menschen haben bei kurzfristig organisierten Gedenkfeiern in Boston der Opfer der Bombenanschläge beim Marathonlauf gedacht. Mit US-Fahnen und Plakaten kamen sie an mehreren Orten der Stadt zusammen, um zu singen und zu trauern. In einem Park nahe der Anschlagstelle zündeten viele Menschen Kerzen an und sangen die amerikanische Nationalhymne. Bisher gingen mehr als 2000 Hinweise aus der Bevölkerung ein, die Bundespolizei FBI hat aber noch keine heiße Spur. Rund 1000 Polizisten ermitteln rund um die Uhr. Inzwischen wurden die drei Todesopfer identifiziert - eine 29-jährige Frau, ein achtjähriger Junge und eine chinesische Studentin. 17 Verletzte sind noch immer in einem kritischen Zustand. Präsident Barack Obama will am Donnerstag in Boston bei einem Gottesdienst für die Anschlagsopfer eine Rede halten. *** IIn einem Brief an einen US-Senator sind Spuren des tödlichen Giftes Rizin gefunden worden. Die Poststelle der Kongresskammer habe das Gift bei einer Routinekontrolle entdeckt, teilten die Behörden mit. Das Schreiben sei an den Republikaner Roger Wicker aus dem Bundesstaat Mississippi adressiert gewesen und abgefangen worden, bevor es sein Büro erreicht habe. Die Bundespolizei FBI und andere Sicherheitsbehörden nahmen die Ermittlungen auf. Über einen möglichen Zusammenhang mit dem Bombenanschlag von Boston konnten die Ermittler zunächst nichts sagen. Der Fall erinnert allerdings an die Briefe mit Milzbrand-Erregern, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 im Kongress auftauchten. Der Brief ohne Absender wurde den Angaben zufolge in Memphis im Bundesstaat Tennessee abgestempelt. Die Poststellen im Kapitol wurden vorerst geschlossen. *** In Venezuela hat Wahlsieger Nicolás Maduro eine für heute geplante Kundgebung der Opposition in der Hauptstadt Caracas verboten. Zur Begründung verwies er auf die Proteste gegen seine Wahl, bei denen am Montag laut Generalstaatsanwaltschaft sieben Menschen ums Leben kamen. Aber auch Oppositionschef Henrique Capriles sagte die geplante Kundgebung aus Sorge vor einer Eskalation ab. Er forderte die Regierung zu einem Dialog über die Zukunft des Landes auf. Bei der Wahl am Sonntag war der Konservative Capriles laut offiziellem Ergebnis dem Sozialisten Maduro mit 1,7 Prozentpunkten unterlegen. Maduro ist der Wunschnachfolger des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez. *** Die italienische Regierung hat mit inflationsgesicherten Anleihen in nur zwei Tagen 17 Milliarden Euro eingenommen. Die sogenannten "Patriotenanleihen" sollen dem Land gegen die Schuldenkrise helfen und waren auf Kleinsparer zugeschnitten. Nachdem das Papier bereits an den ersten beiden Tagen gut weggegangen war, beendete das Finanzministerium die Emission zwei Tage früher als geplant. Die Anleihe hat eine Laufzeit von vier Jahren, einen Mindestzinssatz von 2,25 Prozent und ist inflationsgeschützt. Wer die Papiere bis zum Laufzeitende behält, bekommt zudem eine Treueprämie. *** Im weltweiten Skandal um Billig-Brustimplantate beginnt an diesem Mittwoch im südfranzösischen Marseille der erste Strafprozess. Der Gründer der Brustimplantate-Firma PIP, Jean-Claude Mas, muss sich mit vier früheren Angestellten seines Unternehmens wegen des Vorwurfs der schweren Verbrauchertäuschung und des Betrugs vor Gericht verantworten. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft. Der 73-Jährige hat im Polizeiverhör gestanden, seine Silikon-Einlagen mit einem billigen Industriegel gefüllt und Kontrolleure ausgetrickst zu haben. Mas versicherte, die Einlagen seien nicht gesundheitsschädlich. Mehr als 5000 Frauen klagen in Marseille. Weltweit hatten sich hunderttausende Frauen die Billig-Produkte einsetzen lassen. In Deutschland waren es etwa 5000 Frauen.…

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16.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-16 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Bei einem Bombenanschlag auf den weltbekannten Boston-Marathon sind mindestens drei Menschen getötet worden. Mehr als 100 Personen wurden durch zwei fast gleichzeitige Explosionen während des Großereignisses in der US-Ostküstenmetropole verletzt, einige von ihnen schwer, wie die Behörden mitteilten. Aus Regierungskreisen hieß es, die Tat werde als Terroranschlag eingestuft. Der Hintergrund ist aber noch unklar. Die US-Bundespolizei FBI übernahm die Leitung der Ermittlungen. Die Bostoner Polizei erklärte, ihr seien vor den Explosionen keine konkreten Drohungen bekannt geworden. Bislang bekannte sich keine Organisation zur der Tat. An dem Marathon-Lauf nahmen rund 23.000 Sportler teil, eine halbe Million Zuschauer säumte die Straßen. Die Explosionen ereigneten sich am Montagnachmittag (Ortszeit), als Hobby-Sportler gerade die Ziellinie überquerten. Die Spitzenläufer waren schon im Ziel. *** Nach dem Bombenanschlag auf den Bostoner Marathon hat US-Präsident Barack Obama angekündigt, die Verantwortlichen für die Explosionen zur Rechenschaft zu ziehen. "Wir werden herausfinden, wer das getan hat und warum sie das getan haben", sagte Obama vor Journalisten im Weißen Haus. "Jedes verantwortliche Individuum, jede verantwortliche Gruppe wird das volle Gewicht der Justiz zu spüren bekommen." Der Präsident warnte zugleich davor, voreilige Schlüsse zu ziehen. Es fehlten noch zu viele Informationen. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sprach von einem sinnlosen Akt der Gewalt. Die Bundesregierung in Berlin drückte den Opfern der Bombenanschläge ihr Mitgefühl aus. *** Bei Protesten gegen den Sieg des Chavez-Vertrauten Nicolas Maduro bei der Präsidentenwahl in Venezuela hat es in der Hauptstadt Caracas Zusammenstöße gegeben. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, während sie mit Steinen und Stöcken angegriffen wurden. Die Demonstranten warfen den regierenden Sozialisten Wahlbetrug vor und forderten eine Neuauszählung der Stimmen. Der bei der Wahl am Sonntag knapp unterlegene Oppositionsführer Henrique Capriles hatte das Ergebnis nicht anerkannt und seine Anhänger zu Protesten aufgerufen. Der vor sechs Wochen verstorbene Präsident Hugo Chavez hatte noch zu Lebzeiten Maduro zu seinem Wunschnachfolger ernannt. Nach offiziellen Angaben kam der Sozialist auf knapp 51 Prozent der Stimmen. Capriles sprach von einer Staatskrise und erklärte, eigene Zählungen der Opposition hätten ergeben, dass Maduro die Wahl verloren habe. *** Der UN-Sicherheitsrat hat die Anschläge in der somalischen Hauptstadt Mogadischu mit mindestens 34 Toten scharf verurteilt. Das Gremium veröffentlichte in New York eine Erklärung, in der die 15 Mitglieder ihre Entschlossenheit zur "Unterstützung des Friedens- und Versöhnungsprozesses in Somalia" ausdrückten. Angekündigt wurde eine neue politische UN-Mission zur Unterstützung des Friedensprozesses in dem afrikanischen Land. Bei zwei Angriffen von Extremisten in Mogadischu waren am Sonntag mindestens 34 Zivilisten getötet worden. *** Die Verschiebung des NSU-Prozesses durch das Oberlandesgericht München ist auf unterschiedliche Reaktionen gestoßen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach von einer souveränen Entscheidung der Justiz. Auch der Deutsche Journalisten-Verband begrüßte die Verschiebung, die das Gericht mit Blick auf die Kritik an der Akkreditierungspraxis für Pressevertreter angekündigt hatte. Das Bundesverfassungsgericht hatte vergangene Woche angeordnet, dass die Münchener Justiz Plätze für Journalisten ausländischer Medien, insbesondere türkischer Medien, reservieren müsse. Daraufhin wurde der Prozessbeginn an diesem Montag auf den 6. Mai verschoben. Kritik an diesem Schritt kam von der Ombudsfrau der Bundesregierung für die NSU-Opfer und deren Angehörige, Barbara John. Dieser Schritt sei eine mittlere Katastrophe. Viele Angehörige hätten sich emotional auf den ursprünglich für kommenden Mittwoch vorgesehenen Prozessbeginn eingestellt und teils Urlaub genommen. Einige Nebenkläger könnten am neuen Termin nicht teilnehmen.…

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15.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-15 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In Venezuela hat der Wunschkandidat des verstorbenen Staatschefs Hugo Chávez die Präsidentenwahl mit denkbar knappem Vorsprung vor der Opposition gewonnen. Der Sozialist Nicolás Maduro setzte sich gegen seinen Herausforderer Henrique Capriles Radonski durch. Nach Angaben der Wahlbehörde CNE kam Maduro auf 50,7 Prozent. Für Capriles stimmten 49,1 Prozent. Maduros Vorsprung liegt bei etwa 240.000 Stimmen. Die Opposition konnte damit ihr Ergebnis im Vergleich zu der Wahl im Oktober 2012 zwar deutlich um rund fünf Prozentpunkte verbessern, zum Machtwechsel reichte es aber erneut nicht. Capriles wollte das Resultat zunächst nicht anerkennen und verlangte, sämtliche Stimmen neu auszuzählen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 78 Prozent. Der 50-jährige ehemalige Außenminister Maduro will die "Bolivarische Revolution" von Chávez fortsetzen und den Sozialismus in dem ölreichen Land festigen. Er wird das Mandat seines am 5. März gestorbenen Vorgängers bis 2019 fortführen. *** Im Konflikt auf der koreanischen Halbinsel haben die USA Nordkorea trotz der andauernden Provokationen aus Pjöngjang Verhandlungsbereitschaft signalisiert, stellten aber Bedingungen. Bei einem Besuch in Tokio sagte Außenminister John Kerry, sein Land bleibe offen für -so wörtlich- "glaubwürdige und zuverlässige" Gespräche über die atomare Abrüstung. Allerdings müsse die Führung in Nordkorea "bedeutende Schritte" unternehmen, um zu zeigen, dass sie ihre internationalen Verpflichtungen hin zu einer atomaren Abrüstung einhalten wolle, so der US-Außenminister. Das nordkoreanische Nuklearprogramm bedrohe nicht nur die Nachbarstaaten, sondern auch das nordkoreanische Volk. Das kommunistische Land feiert an diesem Montag den Geburtstag des Staatsgründers Kim II Sung. Der Tag gehört zu den höchsten Nationalfeiertagen. Die internationale Gemeinschaft befürchtet, dass der neue Machthaber Kim Jong Un den Festtag nutzen könnte, um den mehrfach angekündigten Raketentest durchzuführen. *** Erstmals seit 1998 sind die globalen Militärausgaben leicht gesunken. Laut einer neuen Studie des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI sind die Ausgaben 2012 um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Insgesamt wurden weltweit 1,75 Billionen Dollar (1,33 Billionen Euro) für militärische Zwecke ausgegeben. Die Friedensforscher haben dabei deutliche Unterschiede zwischen dem Westen und vor allem China und Russland ausgemacht. China etwa gab 2012 7,8 Prozent mehr für sein Militär aus als im Vorjahr, Russland sogar 16 Prozent. Im Westen sanken die Militärausgaben dagegen leicht. SIPRI erklärt das mit Sparzwängen sowie dem geplanten Abzug aus Afghanistan. *** Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades hat reichen Ausländern die Staatsbürgerschaft seines Landes angeboten. In einer Rede vor russischen Geschäftsleuten in Limassol sagte er, wer mehr als drei Millionen Euro in dem verschuldeten Land investiere, könne die Staatsbürgerschaft bekommen. Bislang waren dafür zehn Millionen nötig. Außerdem könnten sich auch diejenigen bewerben, die durch die Bankenkrise des Landes mehr als drei Millionen Euro verloren haben. Im Rahmen der Notkredite für das verschuldete Zypern waren auch Kundeneinlagen bei zyprischen Krisenbanken von über 100.000 Euro mit bis zu 60 Prozent herangezogen worden. Die Einlagen von reichen Russen auf Zypern werden auf insgesamt 31 Milliarden Euro geschätzt. In der Küstenstadt Limassol, der zweitgrößten Stadt Zyperns, haben sich viele Russen niedergelassen. Sie trägt deshalb den Spitznamen "Limassolgrad". *** Eine Woche vor den Regionalwahlen sind im Irak wieder zwei Provinzpolitiker bei Mordanschlägen getötet worden. Bei Bakuba wurde Nadschim Harbi von der säkularen Liste Irakija durch eine Autobombe getötet. Bereits am Vortag war Mohammed al-Dulaimi, Kandidat in der Provinz Salaheddin, in der Nähe seines Hauses erschossen worden. Am 20. April finden in zwölf von 18 irakischen Provinzen Regionalwahlen statt. Der Wahlkampf ist jedoch von Gewalt überschattet. Seit Anfang des Jahres wurden mindestens 14 Provinzpolitiker ermordet. Zudem sind zahlreiche Bewerber nach Morddrohungen zurückgetreten. Es ist der erste Urnengang im Irak seit den Parlamentswahlen vom März 2010.…

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12.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-12 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** US-Präsident Barack Obama und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon haben das kommunistische Nordkorea aufgefordert, seine Kriegsrhetorik einzustellen. Es sei wichtig, dass Nordkorea wie jedes andere Land der Welt grundsätzliche Regeln und Normen einhalte, sagte Obama nach einem Treffen mit Ban in Washington. Der UN-Generalsekretär zeigte sich zutiefst besorgt über das Säbelrasseln auf der koreanischen Halbinsel. Mit Blick auf die Drohungen des Regimes in Pjöngjang mit einem Atomschlag gegen die USA sagte Obama, die Vereinigten Staaten würden alle notwendigen Schritte unternehmen, um ihre Bevölkerung zu schützen und den Verpflichtungen gegenüber den Verbündeten in der Region nachzukommen. Die Außenminister der sieben wichtigsten Industrienationen und Russlands (G 8) verurteilten bei einem Treffen in London in scharfer Form das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas. US-Außenminister John Kerry traf inzwischen zu einem Besuch in Südkorea ein. *** In den USA gibt es offensichtlich unterschiedliche Auffassungen über die militärischen Fähigkeiten Nordkoreas. Nach einem Bericht der "New York Times" geht der Militärgeheimdienst DIA davon aus, dass das Land in der Lage ist, seine Raketen mit Atomsprengköpfen auszurüsten. Allerdings dürfte die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Raketen eher gering sein, meldete die Zeitung unter Berufung auf einen Bericht des Geheimdienstes. Hingegen berichtete der Sender CNN unter Berufung auf einen hohen Regierungsbeamten, dass die USA nicht davon ausgingen, dass Nordkorea die für Tests vorbereiteten Raketen nuklear bestückt habe. Nordkorea hat schon vor Tagen an seiner Ostküste zwei Mittelstreckenraketen in Stellung gebracht. Diese sollen eine geschätzte Reichweite von bis zu 4000 Kilometern haben und könnten damit Südkorea, Japan und das US-Außengebiet Guam im Pazifik erreichen. *** Bei einem großangelegten Einsatz der syrischen Armee im Süden des Landes sollen mindestens 57 Menschen getötet worden sein. Unter den Toten seien auch mehrere Kinder und Frauen, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London. Auslöser für den brutalen Einsatz der Assad-treuen Truppen war anscheinend die Fahnenflucht mehrerer syrischer Soldaten. Armee-Einheiten seien in das Dorf Al-Sanamein in der Provinz Daraa gekommen, um Jagd auf die Deserteure zu machen. Dabei seien sie von Haus zu Haus gegangen und hätten wahllos Menschen getötet, unter ihnen Frauen und Kinder. Weitere Todesopfer habe es in dem Dorf Ghabagheb gegeben. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein breites Informantennetzwerk in Syrien. Ihre Angaben können allerdings nicht unabhängig überprüft werden. Die Provinz Daraa liegt an der Grenze zu Jordanien und ist heftig umkämpft. *** Brasilien kauft zur Absicherung bevorstehender Sportgroßereignisse und des Papstbesuches von Deutschland 34 gebrauchte Panzer des Typs "Gepard", die mit Radar und Flugabwehrkanonen ausgerüstet sind. Der Liefervertrag werde in den nächsten Tagen unterzeichnet, teilte das brasilianische Verteidigungsministerium mit. Am 15. Juni beginnt das Fußball-Turnier Confederations Cup. Papst Franziskus wird im Juli zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro erwartet. 2014 ist Brasilien Gastgeber der Fußball-WM und 2016 werden in Rio die Olympischen Spiele ausgetragen. Derartige Massenveranstaltungen gelten als potenzielle Anschlagsziele. *** In Chile sind Studenten, Schüler und Lehrer erneut auf die Straße gegangen, um für die Abschaffung von Studiengebühren und Schulgeld und für ein besseres, effizienteres Bildungssystem zu demonstrieren. Nach Schätzungen beteiligten sich bis zu 120.000 Menschen an den Protestzügen in Santiago und anderen Städten. Die Kundgebungen verliefen im Gegensatz zu einigen früheren Veranstaltungen dieser Art weitgehend ohne Zwischenfälle. Die Unzufriedenheit mit dem Bildungssystem schwelt seit Jahren. Seit Mai 2011 gehen Schüler und Studenten immer wieder auf die Straße, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Sie halten das Bildungssystem für ineffizient und verlangen eine Bildungsreform und mehr Geld für Schulen und Universitäten. 1981 hatte Chiles damaliger Diktator Augusto Pinochet die kostenlose Universitätsausbildung abgeschafft. Anfang der 1990er Jahre wurde das Bildungssystem für den privaten Markt geöffnet.…

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11.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-11 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In London erörtern die Außenminister der sieben wichtigsten Industrienationen und Russlands, die G8-Staaten, die Lage in Syrien. Das zweitägige Treffen in der britischen Hauptstadt begann mit einem gemeinsamen Abendessen. Vor Beginn des Ministertreffens waren Bundesaußenminister Guido Westerwelle und sein britischer Kollege William Hague zu Unterredungen mit Vertretern der syrischen Opposition zusammengekommen, unter ihnen der Chef der proklamierten Übergangsregierung, Ghassan Hitto. Westerwelle sagte anschließend, man unterstütze Hitto in dem Bemühen, eine starke und einige Opposition auf der Basis demokratischer Grundsätze zu schaffen. Ein weiteres Thema des G-8-Außenministertreffens sind die andauernden Angriffsdrohungen aus Nordkorea. *** Das kommunistische Nordkorea bewegt sich nach den Worten von US-Verteidigungsminister Chuck Hagel nach zahlreichen Angriffsdrohungen "sehr nahe an einer gefährlichen Linie". Die USA hofften weiterhin, dass Pjöngjang von der kriegerischen Rhetorik Abstand nehme. Falls nicht, sei Amerika vorbereitet, auf jede Eventualität zu reagieren, um die eignenen Interessen und die der Vebündeten zu schützen. Die USA und Südkorea hatten am Mittwoch in Erwartung des möglichen Starts einer Mittelstreckenrakete in Nordkorea ihre Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. *** In Berlin finden an diesem Donnerstag unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister Manmohan Singh deutsch-indische Regierungskonsultationen statt. An dem Treffen im Kanzleramt nehmen zahlreiche Fachminister beider Länder teil. Zum Auftakt der Konsultationen hatten sich die Außenminister Guido Westerwelle und Salman Khurshid für ein Freihandelsabkommen zwischen Indien und der Europäischen Union stark gemacht. Die Gespräche laufen bereits seit 2007, ohne dass es Signale für einen baldigen Abschluss gibt. Innerhalb der EU ist die Bundesrepublik Indiens wichtigster Handelspartner. *** Nur wenige Wochen nach dem Skandal um nicht deklariertes Pferdefleisch in Fertiggerichten, gibt es wieder neue Hinweise auf unlautere Praktiken in der fleischverarbeitenden Industrie. Die niederländische Lebensmittelaufsicht hat 50.000 Tonnen Rindfleisch zurückgerufen, weil der Verdacht besteht, dass Pferdefleisch ohne Deklaration beigemengt worden ist. Das Fleisch wurde in viele europäische Länder geliefert - auch nach Deutschland. Die Herkunft des Fleisches sei unklar, und die Lebensmittelsicherheit könne nicht garantiert werden, erklärte die Kontrollbehörde für Nahrungsmittel in Utrecht. Es gebe aber zur Zeit keine konkreten Hinweise auf Gefahren für Menschen. Inspektoren waren auf das verdächtige Fleisch gestoßen, als sie einen Großhändler überprüften. *** Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die Entscheidung Luxemburgs begrüßt, das Bankgeheimnis zu lockern. Dies sei für das Land kein kleiner Schritt und verdiene Respekt, sagte der CDU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Inzwischen gebe es auch in Österreich Bewegung. Der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker hatte am Mittwoch erklärt, sein Land werde ab 2015 Informationen über die Zinserträge ausländischer Kontoinhaber automatisch an die Behörden der anderen EU-Mitgliedsstaaten weiterleiten. Ausländische Firmen, die ihren Sitz in Luxemburg haben, sind von der Lockerung des Bankgeheimnisses indes nicht betroffen. *** Die Inflationsrate in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, kletterten die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,4 Prozent. Eine niedrigere Teuerungsrate hatten die Statistiker zuletzt im Dezember 2010 ermittelt. Hauptgrund für die niedrige Inflation waren den Angaben zufolge sinkende Preise für Benzin und Heizöl. Teurer wurde dagegen vor allem Strom - um 12,4 Prozent. Auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen spürbar. *** Der FC Bayern München hat vier Tage nach dem vorzeitigen Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft auch den Einzug in das Halbfinale der Champions League geschafft. Die Münchner gewannen das Viertelfinal-Rückspiel bei Juventus Turin 2:0 durch Tore von Mario Mandzukic sowie Claudio Pizarro und zogen damit nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel souverän in die Runde der letzten Vier ein. Auch der FC Barcelona steht im Halbfinale. Die Katalanen kamen im Viertelfinal-Rückspiel gegen Paris St. Germain zu einem 1:1 und machten damit eine Woche nach dem 2:2 im Hinspiel aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore das Weiterkommen perfekt.…

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10.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-10 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die USA haben ihre Bereitschaft zur Unterstützung der syrischen Rebellen im Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad signalisiert. US-Außenminister John Kerry erklärte, er werde sich noch in dieser Woche in London mit syrischen Oppositionellen treffen. Es müssten Mittel und Wege gefunden werden, Assad dazu zu bringen, anders über die Zukunft zu denken, sagte Kerry in Tel Aviv. Zum Abschluss seiner dreitägigen Vermittlungsmission im Nahen Osten lobte er auch die "sehr konstruktiven Gespräche" mit Israelis und Palästinensern. Beide Seiten hätten "ausgesprochen ernsthafte und gutüberlegte Vorschläge" gemacht. Bei der Suche nach einer Lösung für den Nahost-Konflikt gehe aber Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Kerry war in den vergangenen Tagen unter anderen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zusammengekommen. *** Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Rückschläge im Kampf für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe beklagt. 2012 hätten fünf Länder - und zwar Indien, Pakistan, Japan, Botswana und Gambia - nach längerer Pause wieder Menschen hingerichtet, meldet Amnesty. Wie aus dem jüngsten Bericht der Organisation weiter hervorgeht, wurden die meisten Todesurteile abermals in der Volksrepublik China vollstreckt - laut Schätzungen dürften es mehrere tausend und damit mehr als im gesamten Rest der Welt gewesen sein. Auf Platz zwei der "Henkerstaaten-Statistik" liegt wieder der Iran, wo im vergangenen Jahr mindestens 314 Menschen hingerichtet wurden - es folgen der Irak und Saudi-Arabien. *** Ungeachtet massiver Proteste hat Frankreichs Nationalversammlung einer Reform des Arbeitsmarktes zugestimmt. Das Vorhaben soll die Unternehmen des Landes wieder wettbewerbsfähiger machen - unter anderem durch eine Lockerung des Kündigungsschutzes. Die umstrittene Flexibilisierung muss nun noch von der zweiten Parlamentskammer, dem Senat, gebilligt werden. Gegen die geplante Reform hatten Gewerkschaften in den vergangenen Wochen Proteste in rund 170 französischen Städten organisiert. *** Ein bundesweit operierendes rechtsradikales Netzwerk in deutschen Gefängnissen hat nach Informationen der Bild-Zeitung unentdeckt Kontakt zum Umfeld der rechten Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) aufgenommen. Die Mitglieder des Hilfsvereins für rechtsradikale Gefangene hätten offenbar schriftlichen Kontakt mit NSU-Kreisen gepflegt, berichtet das Boulevardblatt unter Berufung auf Ermittlerkreise. Dies habe eine Auswertung von Beweismaterial ergeben, das bei Zellendurchsuchungen in hessischen Strafanstalten in den vergangen Wochen sichergestellt worden sei. Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn bestätigte, dass in den vergangenen Wochen Zellen durchsucht und Postsendungen überprüft wurden. Der Gruppe NSU werden Morde an neun Menschen türkischer und griechischer Abstammung und einer deutschen Polizistin zur Last gelegt. In der kommenden Woche beginnt in München der Prozess gegen das mutmaßliche NSU-Mitglied Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe. *** Die Europäische Union will dubiosen Rohstoffgeschäften in Afrika und Asien einen Riegel vorschieben. Künftig sollen europäische Firmen, die Öl, Gas, Edelmetalle und Holz abbauen, ihre Zahlungen an Regierungen veröffentlichen müssen. Dazu gehören etwa Steuern, Lizenzgebühren oder Gebühren für Genehmigungsverfahren. Auf entsprechende Vorgaben verständigten sich Vertreter von EU-Kommission, Europaparlament und EU-Regierungen am Dienstagabend in Brüssel. Ziel der EU ist es, mit der Publikationspflicht Korruption zu verhindern. *** Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat vor den Folgen staatlicher Sparprogramme für Kinder gewarnt. Viele Regierungen argumentierten, sie wollten durch die Schuldenreduzierung "künftige Generationen entlasten". Wenn dies jedoch zu Einsparungen im Bildungswesen und bei der Förderung von armen Familien führe, so werde "die Rechnung den Kindern von heute präsentiert", beklagt das Hilfswerk. In einem aktuellen UNICEF-Ranking zum Wohlergehen von Kindern in vergleichsweise wohlhabenden Staaten belegt Deutschland Platz 6 von 29. Die Spitzenposition konnten sich die Niederlande sichern - vor Norwegen, Island, Finnland und Schweden.…

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09.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-09 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Der Iran hat nach Berichten staatlicher Medien ein neues Zentrum zur Uranproduktion sowie zwei Uran-Bergwerke eingeweiht. Die Minen befänden sich in Sagand in rund 100 Kilometern Entfernung zu dem neuen Produktionszentrum, berichtet das Staatsfernsehen. Die Anlage habe eine jährliche Produktionskapazität von 60 Tonnen konzentriertem Uran, so genanntem Yellowcake. Das schiitische Mullah-Regime in Teheran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran weist das zurück. Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts sind seit Jahren ohne Annäherung geblieben. In Israel wird seit Monaten offen über einen möglichen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen debattiert. US-Präsident Barack Obama hatte kürzlich bei seinem Israel-Besuch erklärt, die Vereinigten Staaten würden eine atomare Bewaffnung des Iran nicht hinnehmen. *** Im Konflikt mit seinem südlichen Nachbarn hat Nordkorea alle in Südkorea lebenden Ausländer aufgefordert, im Kriegsfall das Land zu verlassen. Man wolle Ausländern in Südkorea keinen Schaden zufügen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA einen Regierungsvertreter. Zuvor hatte das kommunistische Regime in Pjöngjang den gemeinsam mit Südkorea betriebenen Wirtschaftspark Kaesong, der auf nordkoreanischem Gebiet liegt, geschlossen. Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel eskaliert seit einem Atomtest Nordkoreas Ende Februar und der Drohung von Machthaber Kim Jong Un mit einem Atomschlag gegen die USA. Experten rechnen in Kürze wieder mit einem Atom- oder Raketentest. Das Nachbarland Japan brachte Raketenabwehrsysteme in Stellung. Eines wurde im Zentrum von Tokio auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums installiert. *** Syriens Regierung hat einer Gruppe von Chemiewaffen-Inspektoren der Vereinten Nationen die Einreise verweigert. Grund seien die - so wörtlich - "zusätzlichen Aufgaben", die UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dem Team erteilt habe und die der Souveränität Syriens klar widersprächen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Syrien hatte die UN-Inspektoren ursprünglich selbst angefordert. Ban habe dann aber deren volle Bewegungsfreiheit in allen Landesteilen verlangt, hieß es aus Damaskus. Im syrischen Bürgerkrieg bezichtigen sich Staatsführung und Rebellen gegenseitig des Einsatzes von Chemiewaffen. *** Die jüngsten Enthüllungen über dubiose, weltweite Kapitaltransfers in sogenannte Steueroasen zeigen auf europäischer Ebene Wirkung. Die EU-Kommission forderte Österreich zur Lockerung seines Bankgeheimnisses auf. Die Brüsseler Behörde reagierte damit auf die Bereitschaft Luxemburgs, künftig am automatischen EU-Informationsaustausch in Steuerangelegenheiten teilzunehmen. Bisher gelten in der Europäischen Union für Österreich und Luxemburg Ausnahmen, die ihren ausländischen Finanz-Kunden Anonymität gegenüber den heimischen Steuerbehörden sichern. *** Angesichts der steigenden Zahl von Asylbewerbern aus Balkan-Staaten kann Deutschland auf die Ergänzung der bisherigen EU-Regeln durch eine "Notfall-Klausel" hoffen. Der zuständige Ausschuss des Europaparlaments stimmte in Brüssel dafür, dass EU-Länder die Visafreiheit für Staatsangehörige aus bestimmten Nicht-EU-Ländern wie Serbien und Mazedonien für eine begrenzte Zeit aussetzen können. Voraussetzung dafür müsse jedoch sein, dass es einen "substanziellen und plötzlichen Anstieg" bei der Zahl illegaler Einwanderer oder von unbegründeten Asylanträgen gebe, beschloss der Ausschuss. Nun müssen das Plenum des Europaparlaments und die Mitgliedsstaaten noch darüber abstimmen. Für eine entsprechende Regelung hatte sich auf EU-Ebene insbesondere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eingesetzt. *** Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat den Grundstein für sein erstes Werk in den USA gelegt. Im Bundesstaat Alabama sollen vom Jahr 2015 an bis zu 1000 Mitarbeiter vor allem das Mittelstrecken-Erfolgsmodell A320 montieren. Beim Spatenstich in der Stadt Mobile sprach Airbus-Chef Fabrice Brégier von "einem wichtigen Meilenstein" für sein Unternehmen. Mit dem neuen Werk dringt die Tochter des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS auf den Heimatmarkt ihres US-Rivalen Boeing vor. Airbus erhofft sich dadurch bessere Chancen beim Kampf um Großaufträge auf dem amerikanischen Markt.…

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08.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-08 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nordkorea bereitet nach Angaben der südkoreanischen Regierung womöglich einen neuen Atomtest vor. Es gebe entsprechende Anzeichen, sagte Vereinigungsminister Ryoo Kihl Jae bei einem Treffen mit Parlamentsabgeordneten in Seoul. Zuvor hatte es in südkoreanischen Medien Berichte über verstärkte Aktivitäten auf dem wichtigsten Atomtest-Gelände im Norden gegeben. Erst im vergangenen Februar hatte Pjöngjang zum dritten Mal eine Atomwaffe getestet und damit neue Spannungen auf der koreanischen Halbinsel ausgelöst, die sich seitdem immer weiter verschärft haben. Die chinesische Regierung zeigte sich besorgt über die aktuelle Lage und forderte die Konfliktparteien nachdrücklich zum Dialog auf.   *** Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat den NATO-Luftangriff im Osten des Landes verurteilt, bei dem seinen Angaben nach elf Kinder getötet wurden. Die NATO-geführte ISAF-Schutztruppe bestätigte den Luftangriff, nicht aber, dass dabei Kinder getötet wurden. Der Angriff galt offenbar Kämpfern der radikalislamischen Taliban, diese sollen nach Angaben aus afghanischen Sicherheitskreisen die Kinder als Schutzschilde missbraucht haben. Die Provinzregierung von Kunar, wo der Angriff stattfand, hatte zuvor von zehn getöteten Kindern und einer Frau gesprochen.   *** Portugals Regierungschef Pedro Passos Coelho hat harte Einschnitte bei den Staatsausgaben angekündigt. In einer Rede an die Nation sagte der konservative Ministerpräsident, es werde in den Bereichen soziale Sicherheit, Gesundheit und Bildung gekürzt. Die Einschnitte seien notwendig, weil das Verfassungsgericht Teile des Sparhaushaltes für 2013 für nichtig erklärt hatte. Portugal muss die Auflagen internationaler Geldgeber erfüllen, um die drohende Staatspleite abzuwenden. Passos Coelho beteuerte, dass sein Land alle Verpflichtungen erfüllen werde. Steuererhöhungen lehne seine Regierung ab, erklärte er. Die EU-Kommission in Brüssel stellte in einer ersten Reaktion klar, dass die Sparauflagen erfüllt werden müssten.   *** Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin haben gemeinsam die diesjährige Hannover Messe eröffnet. In ihrer Rede kritisierte Merkel auch das jüngste russische Vorgehen gegen Nicht-Regierungsorganisationen. Putin ging auf das Thema aber nicht ein. Stattdessen versprach er, sich für den Ausbau der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen stark zu machen. Am Rande der Eröffnung demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen den Auftritt von Putin und für mehr Demokratie in Russland. Die russische Industrie ist auf der Messe mit 176 Ausstellern vertreten. Die Hannover-Messe ist die weltgrößte Industrieschau, insgesamt nehmen 6500 Aussteller aus 65 Ländern teil.   *** In der chilenischen Küstenstadt Isla Negra haben Polizisten und Forensik-Experten begonnen, die sterblichen Überreste des Dichters und Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda zu exhumieren. Ein internationales Expertenteam soll klären, ob Neruda von Agenten der Pinochet-Diktatur ermordet wurde. Nach offizieller Darstellung starb der Poet knapp zwei Wochen nach dem Militärputsch vom 11. September 1973 an Prostatakrebs. Nerudas Sekretär und Fahrer Manuel Araya hatte ausgesagt, dass dem überzeugten Kommunisten in der Klinik eine "mysteriöse Spritze" verabreicht worden sei. Neruda wurde insbesondere durch seine Liebesgedichte und durch den "Canto General" ("Der große Gesang"), ein episches Gedicht über Südamerikas Geschichte, bekannt. Seine Werke waren während der Militärdiktatur von Augusto Pinochet zwischen 1973 und 1990 verboten.…

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05.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-05 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Im Konflikt mit Nordkorea hat die US-Regierung nach den Worten eines Sprechers von Präsident Barack Obama "alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen" eingeleitet. Zugleich bezeichnete er die Kriegsdrohungen Nordkoreas als "altbekannte Verhaltensmuster" der Führung in Pjöngjang. Der Generalstab der nordkoreanischen Volksarmee hatte zuvor mitgeteilt, es sei nun offiziell grünes Licht für einen Atomangriff auf die USA gegeben worden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief Nordkorea zu einem Kurswechsel auf. Atomwaffen seien kein Spielzeug, betonte Ban nach einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy in Madrid. *** Nach zwei Jahren Bürgerkrieg in Syrien hat sich die humanitäre Lage dort deutlich verschlechtert. Nach neuen Schätzungen der Vereinten Nationen ist rund ein Viertel der Bevölkerung auf der Flucht. Allein innerhalb Syriens gebe es derzeit rund vier Millionen Flüchtlinge, erklärte eine Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks UNHCR gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Hinzu kommen etwa 1,2 Millionen Menschen, die angesichts der Gewalt ins Ausland geflohen sind. Derzeit überarbeiten die Vereinten Nationen ihre Schätzung, die neue Zahl soll in den kommenden Tagen offiziell veröffentlicht werden. *** Nach den internationalen Medienberichten über Steueroasen haben Politiker in Deutschland eine entschlossene Strafverfolgung gefordert. Das Bundesfinanzministerium in Berlin erklärte, man gehe davon aus, dass die "relevanten Unterlagen" an die zuständigen Steuerbehörden der Länder übermittelt würden. Auch der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Michael Meister, forderte, die belastenden Dokumente schnell an die Strafverfolgungsbehörden zu übergeben. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verlangte eine härtere Gangart gegen die Täter. Steuerhinterziehung und Steuerbetrug seien keine Kavaliersdelikte, sondern kriminell, erklärte er. *** In die Debatte um den Zugang für türkische Beobachter beim bevorstehenden Prozess gegen Mitglieder der rechtsradikalen NSU hat sich die bayerische Staatsregierung eingeschaltet. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zeigte Verständnis für das starke Interesse türkischer Medien an dem Gerichtsverfahren. Schließlich seien unter den Opfern acht türkisch-stämmige Mitbürger gewesen, sagte Herrmann der "Bild"-Zeitung. Auch wenn die deutsche Justiz unabhängig entscheide, würde er sich "sehr freuen, wenn sich bis zum Beginn des Prozesses noch neue Lösungen finden ließen", so Hermann. Das Gericht steht in der Kritik, weil türkischen Medien und Beobachtern keine festen Plätze im Gerichtssaal mehr zugesagt wurden. *** Die rechtsextreme NPD muss aus Geldnot die Mitarbeiter in ihrer Berliner Parteizentrale entlassen. Dies bestätigte ein Sprecher der Partei. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung mit der Bundestagsverwaltung. Diese hatte die Auszahlung der Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung gestoppt, weil die NPD eine Strafe von 1,27 Millionen Euro wegen eines fehlerhaften Rechenschaftsberichts bislang nicht beglichen hat. Die Partei klage ihrerseits dagegen. Die Kündigungen der Mitarbeiter würden erst in zwei bis drei Monaten wirksam, hieß es von der NPD. *** Das soziale Netzwerk Facebook, das in letzter Zeit mit einem Rückgang der Nutzerzahlen zu kämpfen hat, will mit einer neuen Software den Konkurrenten von Google Paroli bieten. Das Programm "Home" mit verschiedenen Apps wendet sich vor allem gegen das Betriebssystem Android des Wettbewerbers Google. Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagte bei der Vorstellung in den USA, "Home" werde es den Facebook-Mitgliedern ermöglichen, automatisch einlaufende Nachrichten und Fotos direkt auf dem Bildschirm anzuschauen. Die Facebook-Aktie reagierte mit einem Kursplus auf die Neuerung. *** Der US-Journalist Roger Ebert, einer der weltweit bekanntesten Filmkritiker, ist tot. Ebert erlag im Alter von 70 Jahren einem Krebsleiden. Der Autor der "Chicago Sun-Times" galt als einflussreichster Rezensent in den USA und war unter Cineasten eine Legende. Ebert, der auch im Fernsehen auftrat, gewann den Pulitzer-Preis und wurde auch mit einem eigenen Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood geehrt.…

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04.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-04 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 9s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Neue Eskalationsstufe im Nordkorea-Konflikt: Nach der Entsendung zweier US-Kriegsschiffe in den West-Pazifik hat das Regime in Pjöngjang den USA offiziell mit einem möglichen Atomschlag gedroht. Militärische "Operationen ohne jede Rücksicht" seien nun bewilligt, gab die oberste Armeeführung bekannt. Das schließe auch Atomwaffen neuester Bauart ein. Nordkorea verfügt nach Ansicht von Experten allerdings nicht über die technischen Mittel, das amerikanische Festland mit Langstreckenraketen anzugreifen. Die USA kündigten an, angesichts der Drohungen aus Nordkorea in den kommenden Wochen ein Raketenabwehrsystem auf der zu den USA gehörenden Pazifik-Insel Guam aufzustellen. Das US-Militär beorderte in den vergangenen Tagen bereits Kampfflugzeuge und Zerstörer in die Region. *** Erstmals nach der Einigung auf ein Rettungspaket für Zypern kommt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag in Frankfurt zusammen. Eine Senkung des Leitzinses unter das Rekordtief von 0,75 Prozent halten Ökonomen für unwahrscheinlich, obwohl sich die Konjunktur zuletzt wieder eingetrübt hatte. Im Mittelpunkt dürften die Lage auf Zypern und die Auswirkungen auf die Eurozone stehen. EZB-Präsident Mario Draghi sei gefordert, die Nervosität an den Märkten zu dämpfen, erklärten Volkswirte. *** Im Streit um die Platzvergabe für Medienvertreter im Münchner NSU-Prozess will die türkische Zeitung "Sabah" vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. "Wir werden klagen", sagte der stellvertretende Chefredakteur Ismail Erel im ZDF. Die Presse- und die Informationsfreiheit müsse auch für türkischsprachige Journalisten in Deutschland gelten, begründete Erel den Vorstoß. Der Prozess gegen die rechtsextreme NSU-Terrorzelle beginnt am 17. April. Das Münchener Gericht steht in der Kritik, weil es die 50 festen Presseplätze strikt nach der Reihenfolge des Eingangs der Anträge vergeben hatte. Dabei gingen die meisten internationalen und alle türkischen Medien leer aus. Acht der zehn mutmaßlichen NSU-Opfer hatten türkische Wurzeln. *** Angesichts knapper Staatskassen schnallt auch US-Präsident Barack Obama den Gürtel enger. Aus dem Weißen Haus hieß es, Obama werde auf fünf Prozent seines jährlichen Gehalts von 400.000 Dollar (311.000 Euro) verzichten. Das Präsidentengehalt ist in den USA gesetzlich festgelegt und kann nicht geändert werden. Obama werde aber freiwillig fünf Prozent zurückgeben, sagte ein Regierungsvertreter. Mit der Gehaltskürzung will sich der Präsident solidarisch zeigen mit den Staatsangestellten, die wegen der im März in Kraft getretenen Sparmaßnahmen in den Zwangsurlaub geschickt wurden. Bis September muss die US-Regierung quer durch alle Ressorts 85 Milliarden Dollar einsparen. *** Eine anonyme Quelle hat internationalen Medien nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) und des Norddeutschen Rundfunks (NDR) einen riesigen Datensatz über geheime Geschäfte in Steueroasen zugänglich gemacht. Wie beide Medien berichten, finden sich in den Unterlagen auch hunderte deutsche Fälle. Bislang vertrauliche Dateien belegten, auf welchen geheimen Wegen Reiche und Kriminelle Briefkastenfirmen und sogenannte Trusts nutzten, um große Vermögen zu verstecken und zweifelhafte Geschäfte zu verschleiern, hieß es. Von diesem Donnerstag an präsentierten Medien aus insgesamt 46 Ländern erste Ergebnisse der Daten-Analysen. In Deutschland seien sie exklusiv der SZ und dem NDR zur Verfügung gestellt worden. Die Datenmenge aus insgesamt zehn Steueroasen umfasse 260 Gigabyte, es handele sich um 2,5 Millionen Dokumente. 130.000 Personen aus mehr als 170 Ländern würden in den Unterlagen aufgelistet. *** Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten im Westjordanland ist ein 17 Jahre alter Palästinenser getötet worden. Augenzeugen sagten, die Soldaten hätten das Feuer eröffnet, als sie an einem Checkpoint nahe der Stadt Tulkarem von Jugendlichen mit Steinen beworfen wurden. Sanitäter im örtlichen Krankenhaus erklärten, ein weiterer Palästinenser sei mit Schusswunden eingeliefert worden. In der Region war es am Mittwoch wiederholt zu Auseinandersetzungen gekommen. Auslöser ist der Tod eines krebskranken palästinensischen Häftlings in einem israelischen Hospital. *** In Argentinien sind bei Überschwemmungen mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen. In La Plata, 60 Kilometer südlich von Buenos Aires, starben nach Angaben der Behörden mindestens 46 Menschen. In der Hauptstadt Buenos Aires waren bereits am Vortag acht Menschen umgekommen. Rund eine Million Einwohner waren zeitweilig ohne Strom. In La Plata wurden mehr als 3000 Menschen in Sicherheit gebracht. Der Meteorologische Dienst hat weitere Regenfälle von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter in der Provinz Buenos Aires angekündigt. Ein Vertreter des Weltklimarats IPCC erklärte, in Buenos Aires herrsche infolge des Klimawandels zunehmend Tropenklima.…

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03.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-03 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 9s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Südkorea will seine im gemeinsam mit Nordkorea betriebenen Industriekomplex Kaesong verbliebenen Staatsbürger notfalls mit Gewalt befreien. Sollte sich eine ernste Lage ergeben, sei auch eine Militäraktion denkbar, erklärte Verteidigungsminister Kim Kwan Jin in Seoul. Pjöngjang hatte südkoreanischen Arbeitern zuvor die Einreise in den Komplex untersagt, will aber die sich dort noch aufhaltenden rund 860 Südkoreaner ausreisen lassen. Bislang überquerten jedoch nur wenigerArbeiter die Grenze zum Süden, viele blieben freiwillig in Kaesong, um einen reibungslosen Ablauf der Geschäfte ihrer Firmen in der Sonderwirtschaftszone zu ermöglichen. Kaesong erwirtschaftet umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro an dringend benötigten Devisen für das verarmte Nordkorea. Das kommunistische Regime verschärfte mit seinem Schritt die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weiter. Am Dienstag hatte Pjöngjang angekündigt, eine abgeschaltete Atomanlage wieder in Betrieb zu nehmen. *** Die UN-Vollversammlung hat das weltweit erste Abkommen zur Regulierung des internationalen Waffenhandels mit großer Mehrheit verabschiedet, vorausgegangen waren jahrelange Verhandlungen. Nur der Iran, Nordkorea und Syrien stimmten dagegen. Der Vertrag, der zum Inkrafttreten von 50 Ländern ratifiziert werden muss, soll die Kontroverse über unkontrollierte Waffenlieferungen beenden. Dem Abkommen zufolge sollen die UN-Mitgliedsstaaten künftig keine Waffen mehr an Staaten verkaufen, die damit möglicherweise gegen Menschenrechte verstoßen. Geplant ist auch der Aufbau von Kontrollsystemen zur Regulierung des Exports beispielsweise von Munition und Waffenteilen. Die Vereinbarung erstreckt sich auf Panzer, bewaffnete Fahrzeuge, schwere Artilleriesysteme, Kampfflugzeuge und -hubschrauber, Kriegsschiffe, Raketen und Raketenwerfer. Auch leichte und kleine Waffen sind genannt. Bundesaußenminister Guido Westerwelle würdigte die Vereinbarung als Meilenstein im Bemühen um Rüstungskontrolle und Sicherheit. *** Die Weltbank will den Kampf gegen die Armut in der Welt mit aller Kraft beschleunigen. Das Ziel laute, die extreme Bedürftigkeit bis 2030 fast komplett zu beseitigen, kündigte der Präsident der globalen Finanzorganisation, Jim Yong Kim, in Washington an. Müssten derzeit rund 20 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen, sollen es dann noch höchstens drei Prozent sein. Es gehe darum, das Einkommen der ärmsten 40 Prozent eines jeden Landes zu erhöhen. Trotz aller Fortschritte in den vergangenen Jahrzehnten lebten noch immer 1,3 Milliarden Menschen in extremer Armut, 870 Millionen hungerten jeden Tag und rund 6,9 Millionen Kinder im Alter unter fünf Jahren stürben jährlich an Nahrungsmangel. Die Weltbank werde ihre Prioritäten bei der Auswahl von Projekten stärker als bisher auf diesen Aspekt ausrichten, sagte Kim. *** Israel hat nach Angaben der radikal-islamischen Hamas erstmals seit einer im November vereinbarten Waffenruhe wieder einen Luftangriff auf den Gaza-Streifen geflogen. Flugzeuge hätten ein Gebiet im Norden des Küstenstreifens bombardiert, hieß es aus palästinensischen Sicherheitskreisen. Eine israelische Militärsprecherin bestätigte die Einschläge im Gaza-Streifen, nannte aber keine Details. Nach Angaben der Palästinenser trafen die drei Raketen unbewohntes Gebiet, niemand sei verletzt worden. Zuvor war erneut eine Rakete im Süden Israels eingeschlagen, die aus dem Palästinensergebiet abgefeuert worden war. *** Bei den erneuten Vermittlungsgesprächen zwischen Serbien und Kosovo in Brüssel hat es keine Einigung gegeben. Dies teilte der serbische Ministerpräsident Ivica Dacic in der Nacht zum Mittwoch mit. Zugleich bekräftigte er die Bereitschaft seines Landes zu weiteren Verhandlungen. Serbien und das Kosovo verhandeln unter Vermittlung der EU über eine Normalisierung ihrer Beziehungen. Knackpunkt der Gespräche ist die Frage, welche Rechte die serbische Minderheit im Kosovo erhält. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte ihre insgesamt acht Vermittlungsrunden für vorerst beendet. Es sei das letzte Mal gewesen, dass es ein formelles Treffen gegeben habe. Die Meinungsverschiedenheiten der beiden Parteien bezögen sich zwar nur auf einige Punkte, seien aber tief. Das Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, Belgrad erkennt dies bis heute nicht an. *** Zyperns Finanzminister Michalis Sarris ist nach der knapp abgewendeten Staatspleite des kleinen Euro-Staates zurückgetreten. Er wolle damit die Arbeit der zur Aufarbeitung der Bankenkrise eingesetzten Kommission erleichtern, sagte Sarris. Die Kommission soll sich auch mit den Vorwürfen der Kapitalflucht von Anlegern beschäftigen, die Mitte März Insiderinformationen über bevorstehende harte Maßnahmen genutzt haben sollen, um hunderte Millionen Euro ins Ausland zu bringen. Die Details des vergangene Woche mit den Euro-Partnern ausgehandelten Rettungs- und Sparpakets sind nach Regierungsangaben aus Nikosia so gut wie geklärt. Wichtigste Nachbesserung: Zypern erhält bis 2018 Zeit für die Haushaltssanierung, zwei Jahre länger als zunächst vorgesehen. Die Hilfskredite in Höhe von zehn Milliarden Euro sollen innerhalb von 22 Jahren zurückgezahlt werden. Fünf Tage nach Wiedereröffnung der Banken wurden die strengen Beschränkungen für den Zahlungsverkehr etwas gelockert.…

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02.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-02 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nordkorea hat die Wiederinbetriebnahme seines Atomreaktors in Yongbyon angekündigt. Dieser Schritt sei Teil einer Politik der "qualitativen und quantitativen Stärkung der atomaren Streitkraft", hieß es in Pjöngjang. Außerdem diene das Wiederanfahren der Anlage dazu, die "akute" Energielücke mit ihren Stromausfällen zu schließen. Der Reaktor war im Sommer 2007 nach Verhandlungen der sogenannten Sechser-Gruppe - Nord- und Südkorea, China, Japan, Russland und die USA - abgeschaltet worden. In den vergangenen Wochen haben sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel kontinuierlich verschärft. Auf neue UN-Sanktionen wegen eines Atomwaffentests Nordkoreas reagierte das verarmte kommunistische Land mit Kriegsdrohungen gegen die USA und Südkorea. Die USA verlegten jetzt zwei hochmoderne Kampfbomber und ein Kriegsschiff in die Region. Ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama wies daraufhin, dass es keine Anzeichen für eine Mobilmachung in Nordkorea gebe. *** Die zyprische Staatsanwaltschaft prüft Berichte, wonach Unternehmen nach Insider-Warnungen vor Zwangsabgaben auf Bankeinlagen rechtzeitig hohe Summen ins Ausland geschafft haben. Es gehe um Gelder in Höhe von rund 700 Millionen Euro. Griechische Medien berichteten von 136 Firmen. Unter ihnen soll nach einem unbestätigten Bericht auch ein Familienangehöriger von Staatspräsident Nikos Anastasiades sein. Anastasiades sprach von dem Versuch, ihn zu verleumden. Er kündigte gleichzeitig an, es werde Untersuchungen geben. - Zypern soll mit zehn Milliarden Euro Krediten seiner europäischen Partnerstaaten und knapp sechs Milliarden Euro Eigenanteil vor der Pleite bewahrt werden. Wer mehr als 100.000 Euro bei der Bank of Cyprus angelegt hat, muss mit einer Zwangsabgabe von bis zu 60 Prozent auf seine Einlagen rechnen. *** Im syrischen Bürgerkrieg sind nach Angaben der Opposition im vergangenen Monat mehr als 6.000 Menschen ums Leben gekommen. Dabei sei jedes dritte Opfer ein Zivilist gewesen, teilte die im Londoner Exil ansässige Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte mit. Seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al Assad vor zwei Jahren seien noch nie so viele Menschen in einem Monat getötet worden wie im März 2013. Außerdem seien tausende Menschen vermisst gemeldet. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bislang mehr als 70.000 Menschen Opfer des Konflikts. *** Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat den Militäreinsatz der NATO in seinem Land scharf kritisiert. Dem Kampf gegen die Taliban mangele es an einer nachvollziehbaren Strategie, sagte der Staatschef der "Süddeutschen Zeitung". Der Westen habe nicht die Rückzugsgebiete der Terroristen bekämpft, nicht ihre Trainingscamps. Das eigentliche Problem liege im Nachbarland Pakistan und sei nicht angegangen worden. Der Kampfeinsatz der NATO in Afghanistan soll 2014 zu Ende gehen. Gleichzeitig endet im nächsten Jahr die Amtszeit Karsais. Er darf gemäß der Verfassung nicht noch einmal kandidieren. Der Staatschef rief die Taliban auf, die Waffen niederzulegen und sich am politischen Prozess zu beteiligen. Taliban-Anführer Mullah Omar könne 2014 Präsidentschaftskandidat werden und den Afghanen die Möglichkeit geben, für ihn oder gegen ihn zu stimmen. *** Im US-Bundesstaat Connecticut haben sich führende Politiker von Demokraten und Republikanern als Reaktion auf das Schulmassaker in der Stadt Newtown auf eine drastische Verschärfung des Waffenrechts verständigt. Wie regionale Medien berichteten, soll der Verkauf der meisten halbautomatischen Sturmgewehre sowie von Magazinen mit mehr als zehn Schuss Munition verboten werden. Käufer von Schusswaffen und von Munition müssen sich künftig einer Personenüberprüfung unterziehen. In Newtown hatte ein Amokschütze kurz vor Weihnachten 20 Schulkinder und sechs Lehrerinnen erschossen. Bemühungen von Präsident Barack Obama, das Waffenrecht auf US-Bundesebene zu verschärfen, kommen nicht voran. *** Bei einem Feuer an einer islamischen Schule in Myanmar sind 13 Jungen ums Leben gekommen. Die Schüler seien erstickt, als ihr überfüllter Schlafsaal in der Nähe einer Moschee in der Metropole Rangun in Brand geraten sei, teilten Behördenvertreter mit. Das Feuer sei von einem überhitzten Transformator ausgelöst worden. Brandstiftung werde ausgeschlossen. Als der Brand ausbrach, schliefen nach Angaben eines Beamten mehr als 70 Kinder und ihre Betreuer in dem Gebäude. Die meisten konnten gerettet werden. Das Unglück könnte nach Einschätzung von Experten zu neuen Spannungen zwischen den Buddhisten und der muslimischen Minderheit in Myanmar führen. Erst Ende März waren 43 Menschen bei religiös motivierten Ausschreitungen getötet worden.…

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01.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-04-01 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die USA haben angesichts der jüngsten Provokationen aus Nordkorea nochmals Stärke demonstriert. Sie verlegten von ihrem Stützpunkt in Japan F-22-Jagdflugzeuge nach Südkorea. Die Kampfjets, die vom Radar nicht erfasst werden können, seien für ein Manöver mit dem Verbündeten auf dem Luftwaffenstützpunkt Osan stationiert worden, teilte das US-Militär mit. Nordkorea werde sich mit seinen Drohungen nur weiter isolieren und die internationalen Bemühungen um Stabilität und Frieden in der Region untergraben, erklärten die USA. Nordkorea hatte am Samstag den Kriegszustand mit Südkorea ausgerufen. Faktisch sind beide Länder allerdings seit dem Ende des Koreakriegs 1953 im Kriegszustand, da sie keinen Friedensvertrag schlossen. *** Nach Jahrzehnten unter Regierungskontrolle ist das Staatsmonopol auf Tageszeitungen in Myanmar (ehemals Birma) gefallen. Vier private Zeitungen dürfen von diesem Montag an Nachrichten und Meinungen verbreiten. Insgesamt gab die Regierung Lizenzen für 16 neue Blätter aus. Darunter ist auch die Zeitung der Partei Nationale Liga für Demokratie von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi. Die Regierung unter Präsident Thein Sein verfolgt seit ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren eine Politik der Öffnung und schrittweisen Reformen. Unter der Militärjunta in dem südostasiatischen Land wurden alle Veröffentlichungen zensiert - von Liedtexten bis hin zu Märchen. *** Eine Woche nach dem Umsturz in der Zentralafrikanischen Republik hat der selbsternannte Präsident Michel Djotodia seine Regierungstruppe vorgestellt. Djotodia, der Chef der Rebellenallianz Séléka, übernimmt auch das Amt des Verteidigungsministers. Ministerpräsident bleibt der frühere Oppositionspolitiker Nicolas Tiangaye. Der 56-Jährige war nach Friedensgesprächen im Januar von den Rebellen für das Amt bestimmt worden. Dem Kabinett des bitterarmen, aber rohstoffreichen Landes gehören 34 Mitglieder an. Neun Minister kommen aus den Reihen des Séléka-Bündnisses, acht Regierungsvertreter waren früher in der Opposition. *** In Ägypten ist der regierungskritische Fernsehkabarettist Bassem Jussif nach mehrstündigem Verhör gegen die Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt worden. Die Ermittlungen dauerten jedoch an, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der beliebte Komiker hatte sich der Polizei gestellt, nachdem der Generalstaatsanwalt am Samstag die Verhaftung des 39-Jährigen angeordnet hatte. Jussif wird vorgeworfen, mit seinen Parodien im Fernsehen den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi und den Islam beleidigt zu haben. Dies weist der Kabarettist mit Nachdruck zurück. Wenn gegen irgendjemanden wegen Religionsbeleidigung ermittelt werden sollte, dann gegen diejenigen, die den Islam als Waffe und politisches Instrument ausnutzten, sagte er. *** Der Schweizer Pharmakonzern Novartis ist in Indien in einem wegweisenden Patent-Rechtsstreit unterlegen. Der Höchste Gerichtshof des Landes verweigerte dem Unternehmen ein Patent auf die Weiterentwicklung eines Krebsmedikaments. Zur Begründung hieß es, bei diesem handele es sich nicht um ein neues Medikament. Patentschutz für teure westliche Arzneien ist in Indien schwer zu erlangen. In dem Land sind Millionen Menschen auf Generika, also günstige Nachahmerprodukte angewiesen. Diese wiederum sind den großen Konzernen ein Dorn im Auge. Zudem sehen sie in Indien ihre geistigen Eigentumsrechte gefährdet. Novartis hatte seit 2006 in Indien für ein neues Patent seines Krebsmedikamentes Glivec gekämpft.…

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29.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-29 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die Osterfeierlichkeiten in Rom werden an diesem Karfreitag mit dem traditionellen Kreuzweg fortgesetzt. Papst Franziskus wird an der Prozession teilnehmen, mit der Gläubige an die Leidensstationen Jesu erinnern. Die traditionelle Abendmahlsfeier am Gründonnerstagabend hatte Franziskus mit Jugendlichen einer römischen Strafvollzugsanstalt gefeiert. Dabei wusch er zwölf jungen Gefangenen die Füße, unter ihnen eine Muslimin. Dies sollte an eine Demutsgeste Jesu gegenüber seinen Jüngern erinnern. *** Die Verhandlungen über ein Abkommen zum weltweiten Waffenhandel sind abermals gescheitert. Der Iran, Nordkorea und Syrien verhinderten mit ihrem Nein einen Konsens über den zur Abstimmung stehenden Text, wie der australische Konferenzpräsident Peter Woolcott mitteilte. Vertreter der 193 UN-Mitgliedstaaten hatten seit Anfang vergangener Woche bei der Konferenz in New York über einen Kontrollvertrag verhandelt. Nach dem Entwurf dürfen Waffen nicht mehr verkauft werden, wenn dies Waffenembargos verletzen würde oder wenn sie bei Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingesetzt werden könnten. Der Vertrag sollte für alle konventionellen Waffen vom Kampfjet bis zur Maschinenpistole gelten. Bereits im vergangenen Juli waren Verhandlungen über ein Waffenhandelsabkommen gescheitert. *** Nordkorea hat nach eigenen Angaben seine strategischen Raketen für Angriffe auf die USA und Südkorea in Bereitschaft versetzt. Im Falle einer "rücksichtslosen" Provokation seitens der USA müssten Nordkoreas Streitkräfte das US-Festland und US-Militärstützpunkte auf den Pazifik-Inseln Guam und Hawaii sowie deren Stützpunkte in Südkorea angreifen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Machthaber Kim Jong Un. Dieser bezog sich damit auf die Entsendung zweier atomwaffenfähiger Tarnkappenbomber vom Typ B-2 nach Südkorea durch die USA am Donnerstag. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte vor Journalisten im Pentagon, Washington nehme die Drohungen sehr ernst. Die USA seien auf "jede Eventualität" vorbereitet. *** Im pleitebedrohten Zypern sind am Freitag die Banken erstmals wieder zur regulären Zeit geöffnet worden. Sie machten um 8.30 Uhr Ortszeit auf. Einen Ansturm gab es wie schon am Vortag zunächst nicht. Am Donnerstag hatten die Banken erst am Mittag aufgemacht. Seit Mitte März war Bargeld wegen der schweren Finanzkrise nur noch an Geldautomaten zu erhalten gewesen und das auch nur in einer Höhe von maximal 120 Euro. Auch nach der Wiederöffnung der Geldinstitute bleiben in Zypern aber erhebliche Einschränkungen im Zahlungsverkehr bestehen. So dürfen Kunden maximal 300 Euro pro Tag abheben, für Kreditkartenzahlungen im Ausland gilt eine Obergrenze von 5000 Euro pro Monat und Reisende, die das Land verlassen, dürfen maximal 1000 Euro in bar mitnehmen. *** Frankreichs Präsident Francois Hollande hält an seinem Prestigeprojekt fest, der umstrittenen Reichensteuer für Einkommensmillionäre. Er will die Steuer nun nicht bei einzelnen Personen, sondern direkt bei den Unternehmen eintreiben. In einem Fernsehinterview kündigte Hollande an, die Arbeitgeber sollten die Steuer in Höhe von 75 Prozent auf Manager-Einkommen von mehr als einer Million Euro zahlen. Die Reichensteuer ist laut Hollande für zwei Jahre vorgesehen und soll von 2014 an greifen. Betroffen wären 1500 Franzosen. Ende Dezember hatte der Verfassungsrat in Paris Hollandes ursprüngliches Konzept gekippt. Das oberste Gericht monierte, die geplante Steuer beziehe sich auf einzelne Personen statt auf einen gesamten Haushalt. *** In der Rekordzeit von nur sechs Stunden hat eine "Sojus"-Kapsel mit drei Astronauten die internationale Raumstation ISS erreicht. Bisher hatte das zwei Tage gedauert. Das neue Manöver mit nur vier Erdumkreisungen war zuvor erfolgreich von drei unbemannten russischen "Progress"-Raumtransportern erprobt worden. Die geglückte Reise in Rekordzeit ist ein Erfolg für die russische Raumfahrt, die zuletzt mit mehreren gescheiterten Starts von Satelliten zu kämpfen hatte. Die Neuankömmlinge auf der ISS sollen fünf Monate im All bleiben.…

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28.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-28 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In den Streit um Plätze für Journalisten beim bevorstehenden Prozess um die Morde der Neonazi-Terrorzelle NSU kommt möglicherweise Bewegung. Die Ombudsfrau für die Opfer der Mordserie, Barbara John, teilte mit, das Oberlandesgericht München habe ihr zugesagt, die türkischen Medien einzubinden. Für das Verfahren, das am 17. April beginnt, hat kein türkisches Medium einen der 50 für Journalisten reservierten Plätze im Gerichtssaal erhalten, obwohl acht der zehn Opfer der Morde, die dem NSU zugeschrieben werden, türkischer Abstammung waren. Dies war von türkischen Organisationen, Journalistenverbänden und Politikern kritisiert worden. *** Im Euro-Krisenstaat Zypern bereiten sich die Behörden auf die Wiedereröffnung der seit fast zwei Wochen geschlossenen Banken vor. Die Polizei kündigte eine umfassende Präsenz vor Bankfilialen an, um Chaos und Kriminalität zu verhindern. Um einen Kapitalabfluss im großen Stil zu verhindern, können die Zyprer nur maximal 300 Euro täglich abheben. Auch für Überweisungen ins Ausland gibt es Einschränkungen. Anfang der Woche hatte sich die zyprische Regierung mit der Euro-Gruppe und dem Internationalen Währungsfonds auf ein milliardenschweres Hilfsprogramm geeinigt. Die Öffnung der Banken ist um 11.00 Uhr MEZ geplant. *** Die Regierung Thailands hat Friedensgespräche mit den muslimischen Separatisten aufgenommen, die im Süden des Landes aktiv sind. Der Generalsekretär des thailändischen Sicherheitsrats, Paradorn Pattanathabut, sagte, in der ersten Runde der Gespräche mit der Rebellenorganisation "Nationale Revolutionsfront" gehe es um die Bildung von Vertrauen. Die Verhandlungen finden in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias statt. Durch den Konflikt im Süden Thailands wurden seit 2004 mehr als 5000 Menschen getötet. Die Region war bis zur Annektion durch Thailand Anfang des 20. Jahrhunderts ein unabhängiges islamisches Sultanat. Die Muslime in Thailand beklagen sich seit langem über Diskriminierung durch die Zentralregierung in Bangkok. *** Das Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien hat zwei ehemals hochrangige bosnische Serben zu je 22 Jahren Haft verurteilt. Der ehemalige Innenminister Mico Stanisic und sein Polizeichef Stojan Zupljanin seien schuldig des Massenmordes, der Folter, Vertreibung und Verfolgung von Kroaten und Muslimen während des Bosnienkrieges 1992, urteilten die Richter im niederländischen Den Haag. Beide Männer wären in der Lage gewesen, diese Verbrechen zu verhindern, sagte der Vorsitzende Richter Burton Hall. Die beiden Verurteilten waren Vertraute des ehemaligen Serbenführers Radovan Karadzic, dem zurzeit in Den Haag der Prozess gemacht wird. *** Der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela ist erneut wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht worden. Der 94-jährige Friedensnobelpreisträger war deshalb bereits im Dezember in einer Klinik behandelt worden. Während des 18-tägigen Krankenhausaufenthaltes waren bei Mandela außerdem mehrere Gallensteine entfernt worden. Kurz nach Weihnachten war er aus der Klinik entlassen worden. Anschließend hieß es, Mandela habe sich gut erholt. Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheid-Regime in Südafrika verbrachte Mandela 27 Jahre im Gefängnis und kam erst 1990 frei. 1993 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Von 1994 bis 1999 war Mandela der erste schwarze Präsident Südafrikas. *** Papst Franziskus feiert am heutigen Gründonnerstag die traditionelle Abendmahlsmesse in einem römischen Jugendgefängnis. Dabei will das neue Oberhaupt der Katholischen Kirche zwölf Insassen unterschiedlicher nationaler und religiöser Herkunft die Füße waschen. Die rituelle Fußwaschung erinnert an Jesus von Nazareth, der laut Bibel dies mit seinen Jüngern als ein Zeichen der Liebe und Demut praktizierte. Papst Franziskus bricht mit der Messe, die an das Abendmahl durch Jesus mit seinen Jüngern erinnert, eine Tradition seiner Vorgänger. Bereits als Erzbischof von Buenos Aires hatte er den Gottesdienst jedes Jahr in einem Gefängnis, einem Krankenhaus oder einer Unterkunft für Obdachlose gefeiert. Die Päpste zelebrierten die Messe bisher in der römischen Lateranbasilika. Franziskus will die Kathedrale nach Ostern offiziell in Besitz nehmen. Sein Vorgänger Benedikt XVI. wusch bei der Messe regelmäßig zwölf Priestern die Füße.…

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27.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-27 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Vor der Wiedereröffnung der Banken am Donnerstag trifft Zypern Vorkehrungen gegen eine umfassende Kapitalflucht. Abhebungen von Kunden bleiben weiterhin auf 100 Euro am Tag begrenzt. Die Kontrollen müssten einige Wochen in Kraft bleiben, sagte Finanzminister Michalis Sarris. Laut Zentralbankchef Panicos Demetriades sind "übermenschliche Anstrengungen" nötig, um die Öffnung der Banken überhaupt zu ermöglichen. Die Finanzminister der Eurozone hatten sich Anfang der Woche darauf verständigt, Zypern Hilfen von bis zu zehn Milliarden Euro zu gewähren. Im Gegenzug soll der aufgeblähte Bankensektor des kleinen Mittelmeerlandes umstrukturiert werden. Die größte Bank der Insel, die Bank of Cyprus, will Guthaben von über 100.000 Euro mit einer einmaligen Abgabe von bis zu 40 Prozent belasten. *** Die Arabische Liga hat bei ihrem Gipfeltreffen in Doha das Recht ihrer Mitgliedsländer auf Waffenlieferungen an die syrischen Aufständischen betont. Jedes Mitglied des Staatenbundes habe das Recht, alle Mittel der Selbstverteidigung, auch militärische, zu liefern, um den Widerstand des syrischen Volkes und die Freie Syrische Armee zu unterstützen, heißt es in einer Resolution des Gipfels. Die syrische Opposition reklamierte bei dem Treffen den Sitz Syriens bei den UN für sich und bat die NATO um Unterstützung in ihrem Kampf gegen das Assad-Regime. Der amtierende Vorsitzende der Syrischen Nationalen Koalition, Ahmed Moas al-Chatib, übte dabei zugleich scharfe Kritik an der internationalen Gemeinschaft. Diese sehe seit zwei Jahren tatenlos dem Bürgerkrieg in Syrien zu. *** Das Bündnis der "BRICS"-Staaten - Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika - hat sich auf die Gründung einer gemeinsamen Entwicklungsbank geeinigt. Zum Abschluss des Gipfel-Treffens im südafrikanischen Durban sollen noch Details zur Gründung geklärt werden, so auch die Standortfrage. Südafrika hofft, dass die Bank in Johannesburg oder Kapstadt angesiedelt wird. Die fünf Staaten streben zudem einen Anti-Krisenfonds, eine eigene Ratingagentur und eine Intensivierung ihrer wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit an. Eine Antwort auf den Wunsch des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi nach einer Aufnahme auch seines Landes in die Gruppe der aufstrebenden Schwellenländer steht noch aus. Die BRICS-Staaten stellen zusammen etwa 44 Prozent der Weltbevölkerung. Zuletzt erwirtschafteten sie rund ein Viertel der weltweiten Wirtschaftsleistung. *** In Myanmar ist ein Ende der seit rund einer Woche andauernden blutigen Unruhen zwischen Buddhisten und Muslimen nicht in Sicht. In der Stadt Nattalin etwa 150 Kilometer nördlich von Rangun setzten etwa 200 randalierende Buddhisten eine Moschee in Brand. Auch mehrere Häuser wurden zerstört. Die Behörden verhängten weitere Ausgangssperren über mehrere Städte. Die Spannungen zwischen der buddhistischen Mehrheit und der muslimischen Minderheit in dem südasiatischen Land waren während der jahrzehntelangen Militärdiktatur unterdrückt worden. Nun wird befürchtet, dass es im Zuge der Demokratisierung des Landes zunehmend zu offenen Konflikten zwischen den Religionsgruppen kommen könnte. *** Die Vergabe der Akkreditierungen für den Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte schlägt weiter Wellen. Das Münchner Oberlandesgericht bleibt dabei: Wer jetzt noch keinen Platz für den NSU-Prozess reserviert hat, kann das auch nicht mehr nachholen. Die Akkreditierungsbedingungen seien von Anfang an klar und allen Medien bekannt gewesen, heißt es in einer Stellungnahme. Medienvertreter ohne reservierten Platz würden keineswegs von dem Verfahren ausgeschlossen. Sie könnten am Prozess teilnehmen, indem sie einen der freien Sitzplätze außerhalb des reservierten Bereichs einnähmen. Das Oberlandesgericht steht unter massiver Kritik, weil es für türkische oder griechische Medien keine Reservierungen gibt. Acht der Opfer der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund -NSU- waren türkischer Abstammung, ein Opfer war griechischer Herkunft. Der Verein der ausländischen Presse in Deutschland betonte, es sei inakzeptabel, das es nicht mehr Plätze für Journalisten gebe. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland sprach von einer sehr unglücklichen Entscheidung.…

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26.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-26 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 9s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nach der dramatischen Rettung Zyperns vor dem Staatsbankrott werden die seit Mitte März geschlossenen Banken des Landes - ohne Ausnahme - nun doch erst am Donnerstag wieder öffnen. Dies gab der zyprische Finanzminister Michalis Sarris am späten Montagabend bekannt. Zuvor hatte es geheißen, bis auf die beiden angeschlagenen großen Finanzinstitute - Bank of Cyprus und Laiki-Bank - würden die Banken bereits an diesem Dienstag öffnen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus dem Finanzministerium in Nikosia erfuhr, hatten die kleineren Banken jedoch heftig gegen ihre Öffnung getrennt von den großen protestiert. Sie hätten einen Ansturm der Kunden befürchtet. In der Nacht zum Montag hatte sich Zyperns Regierung mit seinen internationalen Partnern auf Milliardenkredite geeinigt. Im Gegenzug muss die Bankenbranche des Mittelmeerlandes schrumpfen. Anders als bei den Hilfen für Irland und Portugal sollen reiche Kontoinhaber an der Rettung beteiligt werden. *** Nach dem Umsturz in der Zentralafrikanischen Republik will Rebellenführer Michel Djotodia die Verfassung des Landes außer Kraft setzen. Er werde das Parlament auflösen und die Übergangsregierung absetzen, kündigte Djotodia auf einer Pressekonferenz an. Zuvor hatte er sich selbst zum neuen Staatschef ausgerufen. Während der Übergangsphase, die die Zentralafrikanische Republik zu "freien, glaubwürdigen und transparenten Wahlen" führe, werde er per Verordnungen Gesetze erlassen, sagte der Anführer der Séléka-Rebellen. Diese hatten die zentralafrikanische Hauptstadt Bangui am Sonntag unter ihre Kontrolle gebracht. Der entmachtete Präsident François Bozizé war zuvor nach Kamerun geflohen, wie die dortige Regierung bestätigte. Das Vorgehen der Séléka-Rebellen stieß international auf scharfe Kritik. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Umsturz, die Afrikanische Union setzte die Mitgliedschaft der Zentralafrikanischen Republik aus. Auch die EU und Deutschland zeigten sich besorgt über die Lage in dem Land. *** Nordkorea hat nach eigenen Angaben seine gesamten Artillerieeinheiten in volle Kampfbereitschaft versetzt. Auf Befehl des obersten Truppenkommandos gelte ab sofort für die Artillerie, inklusive der strategischen Raketeneinheiten, die "Kampfbereitschaftsstellung" der höchsten Stufe, berichteten die Staatsmedien. Sie sollten auf Angriffe auf das US-Festland, Hawaii und Guam sowie andere US-Militärstützpunkte im Pazifik vorbereitet sein. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten zuletzt deutlich zugenommen, nachdem Pjöngjang als Reaktion auf die Verschärfung von UN-Sanktionen nach seinem dritten unterirdischen Atomtest den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufgekündigt hatte. Zuvor hatte Nordkorea den USA bereits mit einem atomaren Erstschlag gedroht. Die USA und Südkorea vereinbarten am Freitag eine verstärkte militärische Zusammenarbeit. Die US-Regierung verpflichtete sich, Südkorea selbst bei kleineren Provokationen militärisch beizustehen. *** In Kenia hat der Oberste Gerichtshof eine Überprüfung von Stimmzetteln der jüngsten Präsidentenwahl angeordnet. Damit ist unklar, ob der mit lediglich 8000 Stimmen Vorsprung zum Wahlsieger erklärte Uhuru Kenyatta im April als neuer Staatschef vereidigt werden kann. Sein stärkster Konkurrent, der bisherige Ministerpräsident Raila Odinga, fordert eine komplette Wiederholung der Wahl. Die ursprünglich für diesen Dienstag geplante Amtseinführung Kenyattas war verschoben worden, um der Justiz Zeit für eine endgültige Entscheidung einzuräumen. Diese wird Ende der Woche erwartet. *** Begleitet von kritischen Stimmen ist im südafrikanischen Durban der Gipfel der sogenannten BRICS-Staaten eröffnet worden. Die Staats- und Regierungschefs von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika wollen bei ihrem zweitägigen Treffen die Weichen zu mehr ökonomischer Unabhängigkeit vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank stellen. So soll unter anderem die Gründung einer eigenen Entwicklungsbank und eines Antikrisenfonds beschlossen werden. Die BRICS-Staaten stellen zusammen etwa 44 Prozent der Weltbevölkerung. Zuletzt erwirtschaften sie rund ein Viertel der weltweiten Wirtschaftsleistung. 2040 könnte ihr Anteil an der Weltwirtschaft schon bei 40 Prozent liegen. *** Die in Großbritannien aufgefundene Leiche des russischen Oligarchen und Kreml-Kritikers Boris Beresowski weist Spuren auf, die auf einen Tod durch Erhängen hinweisen. Das teilte die Polizei in London mit. Ob der 67-Jährige Selbstmord beging, ist allerdings noch nicht zweifelsfrei geklärt. Der Pathologe habe jedoch "keine Hinweise auf einen gewaltsamen Kampf" gefunden, berichtete die Polizei. Die endgültige Auswertung der Untersuchungen, etwa auf Giftstoffe, werde aber noch mehrere Wochen dauern. Beresowski war am vergangenen Samstag tot im Badezimmer seines Anwesens in Ascot bei London gefunden worden. Der Geschäftsmann war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre zu einem der reichsten und mächtigsten Männer Russlands aufgestiegen. Später wurde er ein entschiedener Gegner des derzeitigen russischen Präsidenten Wladimir Putin.…

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25.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-25 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Zypern stürzt vorerst nicht in den Staatsbankrott. Fast in letzter Minute einigte sich das Land mit der Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), Europäischer Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) auf ein neues Rettungspaket in Höhe von zehn Milliarden Euro. Weitere sieben Milliarden Euro bringt Zypern selbst auf. Die Finanzminister der 17 Euro-Staaten stimmten der Vereinbarung inzwischen zu. Danach soll Zypern seinen Anteil vor allem durch eine Restrukturierung des Finanzsektors aufbringen. So soll die zweitgrößte Bank des Landes, Laiki, in eine so genannte Bad Bank überführt werden. Guthaben und Anleihen von mehr als 100.000 Euro sollen an die größte Bank des Landes, die Bank of Cyprus, transferiert werden. Dort würden alle Guthaben über 100.000 Euro eingefroren, bis feststehe, in welchem Umfang Investoren Verluste hinnehmen müssten. Die Einigung kam nach fast zehnstündigen Verhandlungen in Brüssel zustande. Am Montagabend wäre ein Ultimatum der EZB abgelaufen, nach dem sie den zyprischen Banken ohne Einigung den Geldhahn zugedreht hätte. *** Nach dem Rettungsbeschluss der Euro-Finanzminister für Zypern ist ein "telefonischer Gipfel" zwischen Japan und der Europäischen Union vereinbart worden. Dazu wird sich am Vormittag der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe mit EU-Kommissionschef José Manuel Barroso und Ratspräsident Herman Van Rompuy in Verbindung setzen, wie ein Regierungssprecher in Tokio mitteilte. Dabei sollten die Zypern-Einigung, aber auch ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan erörtert werden. Barroso und Van Rompuy hatten wegen der Zypern-Krise ihre Reise zum EU-Japan-Gipfel abgesagt. Handelskommissar Karel De Gucht sollte trotzdem nach Tokio reisen. *** Bei Kämpfen mit den Aufständischen in der Zentralafrikanischen Republik sind mehrere Soldaten der dort stationierten südafrikanischen Truppen getötet worden. Eine genaue Zahl konnte ein Armeesprecher aber nicht nennen. Südafrika hatte im Januar 200 Soldaten geschickt, um der Regierung von Staatschef François Bozizé zu helfen. Die Rebellen brachten am Sonntag die Hauptstadt Bangui unter ihre Kontrolle, Bozizé floh ins Ausland. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte inzwischen die Machtübernahme durch die Rebellen. Auch äußerte er sich besorgt über Berichte über andauernde Gewalt und Plünderungen in Bangui sowie über die allgemeine humanitäre Lage in der Zentralafrikanische Republik. Die Rebellen hatten sich im Dezember im Norden des Landes gegen die Regierung erhoben. Auf internationalen Druck stellten sie die Offensive zunächst ein und schlossen einen Friedensvertrag. Später warfen sie Bozizé den Bruch des Abkommens vor und setzten ihre Offensive fort. *** Nach monatelangem Streit wollen die USA das Gefängnis an ihrem Luftwaffenstützpunkt Bagram vollständig an die afghanische Regierung übergeben. Darauf hätten sich US-Verteidigungsminister Chuck Hagel und der afghanische Präsident Hamid Karsai geeinigt, teilte das Pentagon in Washington mit. Offiziell war die Übergabe bereits im September vergangenen Jahres erfolgt. Die USA verschoben die Übergabe jedoch wegen Sicherheitsbedenken. Karsai hatte die vollständige Kontrolle über das Gefängnis zur Bedingung für eine weitere langfristige Zusammenarbeit mit den USA gemacht. *** In der französischen Hauptstadt Paris sind erneut hunderttausende Gegner der Homo-Ehe auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von 300.000 Teilnehmern. Organisiert wurde der Protest von dem Kollektiv "Manif pour tous". Beim Triumphbogen kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, als Demonstranten versuchten, die Absperrungen zu überwinden. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Tränengas ein. Die Gleichstellung von Homosexuellen und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare gehörten zu den wichtigsten Wahlversprechungen des sozialistischen Präsidenten François Hollande. Das Gesetz wurde im Januar von der Nationalversammmlung gebilligt. Am 4. April soll der Senat darüber abstimmen. In beiden Kammern haben die Sozialisten die Mehrheit. Gegen das Vorhaben stemmen sich vor allem die katholische Kirche und die konservative Opposition. *** Die Bundesländer Bayern und Hessen wollen an diesem Montag beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ihre gemeinsame Klage gegen den Länderfinanzausgleich einreichen. Die beiden Geberländer hatten den Schritt bei einer gemeinsamen Kabinettssitzung Anfang Februar beschlossen. Sie halten die gegenwärtige Form des Ausgleichssytems für ungerecht und leistungsfeindlich. Der Finanzausgleich zwischen den Bundesländen soll mit dazu dienen, "gleichartige Lebensbedingungen" in Deutschland zu schaffen - ein Auftrag des Grundgesetzes. 2012 zahlten erstmals nur noch drei Länder in den Finanzausgleich, neben Bayern und Hessen noch Baden-Württemberg. Die anderen 13 Bundesländer erhielten Geld. Knapp acht Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr umverteilt. Eine schnelle Entscheidung des höchsten deutschen Gerichts wird nicht erwartet.…

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22.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-22 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Russland wird das pleitebedrohte EU-Mitglied Zypern nicht mit neuen Finanzhilfen unterstützen. Es gebe kein Interesse an den Vorschlägen des zyprischen Finanzministers Michalis Sarris, sagte Finanzminister Anton Siluanow nach mehrtägigen Gesprächen in Moskau. Um frisches Geld aus Moskau zu bekommen, hatte Sarris Russland unter anderem einen Zugang zu den Gasfeldern vor der Insel und Beteiligungen an zyprischen Banken offeriert. Das Parlament in Nikosia will an diesem Freitag über einen neuen Rettungsplan und erste Sanierungsschritte für seinen angeschlagenen Finanzsektor abstimmen. Geplant sind ein sogenannter Nationaler Solidaritätsfonds, zu dem auch die Rentenkassen des Landes angezapft werden sollen, sowie ein Gesetz zur Begrenzung des Kapitalverkehrs. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble forderte eine Beteiligung der zyprischen Bankengläubiger am europäischen Rettungspaket für den Mittelmeerstaat. Die Euro-Zone sei bereit, zu helfen, aber der Finanzsektor müsse seinen Beitrag leisten, sagte Schäuble einer griechischen Tageszeitung. Es sei nicht akzeptabel, das Problem von den Steuerzahlern in der Euro-Zone und ohne die Beteiligung der wichtigsten Kreditgeber der zyprischen Banken zu lösen. *** Die französische Justiz hat jetzt offiziell ein Verfahren wegen Vorteilsnahme im Amt gegen Ex-Präsident Nicolas Sarkozy eingeleitet. Ihm wird vorgeworfen, den Wahlkampf 2007 mit illegalen Bargeldspenden aus dem Vermögen der L'Oreal -Erbin Liliane Bettencourt finanziert zu haben. Dem 58-Jährigen wird vorgeworfen, die Schwäche der hoch betagten Milliardärin ausgenutzt zu haben. Sarkozy hat die schon vor Jahren aufgekommenen Vorwürfe stets zurückgewiesen. Mit seiner Wahlniederlage 2012 hatte er jedoch seine Immunität als Politiker verloren, wodurch die Ermittlungen gegen ihn möglich wurden. Sollte gegen Sarkozy Anklage erhoben werden, wäre das ein herber Rückschlag in seinem Bemühen um ein politisches Comeback. Das Vermögen der unter Vormundschaft stehenden Bettencourt wird auf rund 20 Milliarden Euro geschätzt. *** Der letzte Tag der Reise von US-Präsident Barack Obama nach Israel und in die Palästinensergebiete steht ganz im Zeichen des Gedenkens. Obama legte Kränze am Grab des Zionismus-Mitbegründers Theodor Herzl und in Jad Vaschem ab. In der Gedenkstätte bei Jerusalem wird an die Ermordung von sechs Millionen Juden durch Nazi-Deutschland während des Zweiten Weltkrieges erinnert. In einer ungewöhnlich kritischen Rede hatte sich Obama am Donnerstag an das israelische Vollk gewandt. In der Ansprache vor Hunderten jungen Israelis hatte er abermals die so genannte Zwei-Staaten-Lösung als gangbaren Weg zu einem dauerhaft friedlichen Zusammenleben von Israelis und Palästinensern bezeichnet. Kritischer als zuvor äußerte er sich auch zur israelischen Siedlungspolitik. Die Israelis müssten anerkennen, dass die fortgesetzten Siedlungsaktivitäten nicht der Sicherheit dienten, betonte Obama. Auch bei seinen politischen Gesprächen mit Vertretern der Regierungen beider Seiten drängte der US-Präsident eindringlich zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche. US-Außenminister John Kerry soll in den nächsten Monaten versuchen, mit Hilfe einer Pendeldiplomatie die Konfliktparteien wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. *** Die Belegschaft des Bochumer Opel-Werks hat den von Konzern und IG Metall ausgehandelten Sanierungsplan mit großer Mehrheit abgelehnt. Rund 69 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder hatten sich an der Abstimmung beteiligt, mehr als drei Viertel von ihnen stimmten mit Nein. Die Zusagen des Unternehmens für eine Komponentenproduktion sowie das Engagement für Alternativarbeitsplätze und die möglichen Abfindungen seien zu vage geblieben, heißt es zur Begründung. Nach dem Votum stellte die Geschäftsführung umgehend klar, dass es nun keine Verhandlungen mehr gebe und die Autofertigung in Bochum bereits Ende kommenden Jahres auslaufe. *** Die Toten Hosen sind die großen Sieger der diesjährigen Echo-Verleihung. Die Düsseldorfer Punk-Band war in sieben Kategorien nominiert und bekam vier der begehrten Musik-Preise verliehen: in den Bereichen Künstler Rock/Pop National, Bestes Produzententeam National und in den Königsdisziplinen Album des Jahres und Hit des Jahres. Je zwei Echos bekamen der Rapper Cro, die US-Künstlerin Lana Del Rey und Schlagersängerin Helene Fischer. Mit sechs Nominierungen hatte Cro neben den Toten Hosen zu den Top-Favoriten des Abends gehört. Geehrt wurde er als bester Hip-Hop-Künstler und als Newcomer National. Ehren für ihr Lebenswerk empfingen Liedermacher Hannes Wader und die Band Led Zeppelin.…

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21.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-21 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 9s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die Regierung des vom Staatsbankrott bedrohten Zypern hat ein alternatives Rettungspaket geschnürt. Wie Regierungskreise in Nikosia berichteten, umfasst es Finanzhilfen aus Russland und auch die umstrittene Zwangsabgabe auf Bankguthaben - allerdings in entschärfter Form. Der neue Plan soll an diesem Donnerstag den Parteien vorgestellt und auch im Parlament abgestimmt werden. Russland will seine Hilfe für die Mittelmeer-Republik vom Vorgehen der EU abhängig machen. Zypern habe mehrere Vermögenswerte zum Kauf angeboten, bestätigte Regierungschef Dmitri Medwedew in Moskau. Es geht unter anderem um Lizenzen bei der Gasförderung vor der zyprischen Küste. Das Parlament in Nikosia hatte am Dienstag das EU-Rettungspaket vor allem wegen der Zwangsabgabe abgelehnt. Damit liegen nun die zehn Milliarden Euro Hilfe aus dem Europäischen Rettungsfonds ESM auf Eis. Zypern muss einen Eigenanteil von 5,8 Milliarden Euro aufbringen, damit die Notkredite fließen. *** Die Vereinten Nationen sollen nach dem Willen von Großbritannien, Frankreich und den USA den angeblichen Einsatz von Giftgas im syrischen Bürgerkrieg untersuchen. Ihre Regierungen würden UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auffordern, eine entsprechende Kommission zu entsenden, teilte der französische UN-Botschafter Gérard Araud nach einer Beratung des Sicherheitsrates in New York mit. Zuvor hatte auch die syrische Führung solche Ermittlungen vorgeschlagen. Das Regime von Staatschef Baschar al-Assad und die Rebellen werfen sich gegenseitig vor, am Dienstag in den Regionen von Damaskus und Aleppo Chemiewaffen eingesetzt zu haben. *** Präsident Barack Obama hat bei seinem ersten Besuch in Israel die uneingeschränkte Solidarität der USA mit dem jüdischen Staat bekräftigt. Er gestand den Israelis das Recht zu, selbst über einen militärischen Angriff gegen den Iran wegen dessen Atomprogramm zu entscheiden. Auf einer Pressekonferenz mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem sagte Obama, es bestehe für Israel keine Notwendigkeit, vor einem solchen Angriff in Washington grünes Licht einzuholen. Israel, die USA und andere westliche Länder verdächtigen Teheran, heimlich am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Den syrischen Staatschef Baschar al-Assad warnte Obama vor einem Einsatz von Chemiewaffen. An diesem Donnerstag wird er in Ramallah im Westjordanland mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zusammentreffen. Die Palästinenser sind enttäuscht über den engen Schulterschluss Obamas mit den Israelis. Im Süden Israels schlugen am Morgen zwei Raketen aus dem Gazastreifen ein. *** Das US-Verteidigungsministerium hat bestritten, dass Wärter im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo respektlos mit Koran-Exemplaren von Häftlingen umgegangen seien. Kein Koran sei entweiht oder in irgendeiner Form unrechtmäßig behandelt worden, erklärte der Chef der US-Truppen in Lateinamerika, John Kelly, der für das Lager auf Kuba zuständig ist. Er reagierte damit auf entsprechende Klagen von Guantanamo-Insassen. Laut Lagerleitung befinden sich derzeit 24 Häftlinge im Hungerstreik. Anwälte, die den Großteil der insgesamt 166 Guantanamo-Gefangenen vertreten, hatten zuvor erklärt, die Mehrzahl der Insassen befinde sich im Hungerstreik. Grund für die Nahrungsverweigerung ist den Anwälten zufolge die Durchsuchung persönlicher Dinge der Häftlinge. Dabei sollen Wärter auch unangemessen mit Koran-Ausgaben umgegangen sein. *** Der Syrien-Konflikt und andere Krisen haben 2012 die Zahl der Asylanträge in den Industriestaaten auf den höchsten Stand seit zehn Jahren steigen lassen. Insgesamt gingen rund 480.000 Gesuche bei 44 reichen Staaten ein, wie der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, in Genf mitteilte. Die Asylanträge von Syrern in den Industrienationen verdreifachten sich nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) zwischen 2011 und 2012 auf knapp 25.000. Syrien belegte somit den zweiten Platz. An der Spitze lag weiterhin Afghanistan mit knapp 37.000 Bewerbern. Auf dem dritten Platz rangierten Serbien und das Kosovo mit gemeinsam knapp 25.000 Asylgesuchen. *** Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard hat sich in einer historischen Rede im Parlament offiziell für Tausende von der Regierung erzwungene Adoptionen entschuldigt. Vom Zweiten Weltkrieg bis in die frühen 70er Jahre waren unverheiratete Mütter in Australien dazu gedrängt worden, etwa 225.000 Babys zur Adoption freizugeben, weil es als das Beste für das Kind angesehen wurde, wenn es von einem verheirateten Paar großgezogen wurde. Im vergangenen Jahr hatte ein Untersuchungsausschuss des Senats die Entschuldigung empfohlen. Die Frauen seien unter Druck gesetzt, getäuscht oder sogar bedroht worden, damit sie ihre Kinder abgeben, bestätigte das Komitee. Die Regierung hat fünf Millionen australische Dollar (vier Millionen Euro) für die betroffenen Familien bereitgestellt.…

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20.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-20 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Das Rettungspaket für Zypern ist gescheitert. Das Parlament des vor der Pleite stehenden Mittelmeerstaates lehnte vor allem die Zwangsabgabe auf Sparguthaben ab, die Voraussetzung für Hilfen der europäischen Partner in Höhe von zehn Milliarden Euro ist. Gegen das Paket stimmten in Nikosia 36 der 56 Volksvertreter. 19 enthielten sich, ein Parlamentarier fehlte. Durch Nikosia zogen nach der Entscheidung tausende jubelnde Zyprer. "Ein einiges Volk wird niemals besiegt", skandierte die Menge. Die Regierung spekuliert nun auf Hilfe aus Russland, dessen reiche Bürger Milliarden Euro auf Bankkonten in Zypern deponiert haben. Der konservative Präsident Nikos Anastasiades hatte unmittelbar nach dem Votum mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin telefoniert. Der zyprische Finanzminister Michalis Sarris ist bereits in Moskau. Er hoffe noch für diesen Mittwoch auf eine Vereinbarung über einen Kredit aus Russland, sagte Sarris vor den Gesprächen. *** Nach der Ablehnung des Rettungsplans durch das zyprische Parlament sieht die Eurogruppe die Regierung in Nikosia am Zug. "Wir warten auf einen Gegenvorschlag mit gleicher Wirkung", hieß es in Brüssel. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem wies zugleich darauf hin, das Hilfsangebot der EU-Partner stehe nach wie vor. Allerdings müsse Zypern wie vereinbart 5,8 Milliarden Euro selbst aufbringen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erklärte, das zyprische Geschäftsmodell aus niedrigen Steuern und geringen Kontrollen sei gescheitert. Er machte ausschließlich die Zyprer für die Krise verantwortlich. Sie hätten selbst um Hilfe zur Abwendung des Staatsbankrotts gebeten. Großbritannien ließ eine Million Euro in bar nach Zypern fliegen. Damit sollen im Notfall die 3500 britischen Soldaten auf der Insel und ihre Angehörigen versorgt werden, falls die Geldautomaten ausfallen. Die Banken dort werden voraussichtlich auch in den nächsten Tagen geschlossen bleiben. *** US-Präsident Barack Obama ist zu einer viertägigen Nahostreise gestartet. Er verließ die US-Hauptstadt Washington mit seinem Regierungsflugzeug "Air Force One" in Richtung Israel, wo er in seiner Amtszeit als Präsident noch nie war. Dort will er unter anderen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammenkommen. Wegen der israelischen Siedlungspolitik in den Palästinensergebieten war das Verhältnis zwischen beiden Politikern in Obamas erster Amtszeit gespannt. Themen sind neben dem stagnierenden Friedensprozess mit den Palästinensern der Atomkonflikt mit dem Iran und die Lage in Syrien. Am Donnerstag trifft sich Obama mit der Führung der Palästinenser in Ramallah. Am Freitag wird er in Jordanien erwartet. *** In Südkorea sind die Computernetzwerke zweier Banken und drei größerer Fernsehsender von Hackern lahmgelegt worden. Die Polizei untersuche alle möglichen Ursachen, einschließlich eines Cyberangriffs von außen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Das Präsidialamt in Seoul überprüfe auch die Möglichkeit einer Attacke aus dem kommunistischen Nachbarland Nordkorea. Betroffen waren die Banken Shinhan und Nonghyup sowie die Computersysteme der Sender KBS, MBC sowie des Nachrichtenkanals YTN. *** Die europäische Landwirtschaft soll umweltfreundlicher werden. Das sehen die Grundsätze für die Zeit bis 2020 vor, auf die sich die EU-Staaten jetzt in Brüssel geeinigt haben. Die Agrarminister beschlossen, dass 30 Prozent der Direktzahlungen an die Bauern an Umweltauflagen geknüpft sein sollen. Zudem müssten fünf Prozent der landwirtschaftlichen Fläche stärker der Natur überlassen bleiben oder ökologisch nachhaltig bewirtschaftet werden. Mit der vereinbarten gemeinsamen Position gehen die Staaten in Verhandlungen mit dem Europaparlament. Die EU gibt knapp 40 Prozent ihres Budgets für den Agrarsektor aus. *** In der Affäre um ein angebliches Schwarzgeldkonto in der Schweiz ist Frankreichs Haushaltsminister Jérome Cahuzac zurückgetreten. Unmittelbar zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Paris gegen den sozialistischen Politiker ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung eröffnet. Das französische Online-Portal Mediapart hatte im Dezember erstmals berichtet, der 60-Jährige habe jahrelang ein heimliches Konto bei der Schweizer Großbank UBS gehabt. 2010 habe er dieses aufgelöst und das Geld nach Singapur transferiert. Cahuzac bestreitet die Vorwürfe vehement. Über die Parteigrenzen hinweg genoss der frühere Schönheitschirurg Respekt als ausgemachter Finanzexperte. Präsident Francois Hollande nahm den Rücktritt umgehend an und bestimmte den bisherigen Europaminister Bernard Cazeneuve zum neuen Haushaltsminister.…

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19.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-19 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die Finanzminister der Euro-Zone setzen sich dafür ein, dass Kleinsparer in Zypern von der geplanten Zwangsabgabe ausgenommen werden. Nach einer Telefonkonferenz erklärte die Euro-Gruppe, Bankeinlagen kleiner Anleger sollten anders behandelt werden als die großer Investoren. Die Euro-Gruppe bekräftige daher ihre Auffassung, dass Einlagen unter 100.000 Euro komplett garantiert werden sollten. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei Zyperns Regierung. Zugleich bekräftigten die Euro-Minister, dass das finanziell angeschlagene Land wie vereinbart mit dieser Sondersteuer 5,8 Milliarden Euro auftreiben müsse. Im Gegenzug wollen die Euro-Partner Zypern mit zehn Milliarden Euro unter die Arme greifen. Die Abstimmung im Parlament in Nikosia über die Zwangsabgabe für Bankeinlagen wurde zum zweiten Mal jetzt auf diesen Dienstag verschoben. *** Mit einer feierlichen Zeremonie wird Papst Franziskus an diesem Dienstag in Rom in sein Amt eingeführt. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen von Religionsgemeinschaften und anderer Kirchen haben sich angesagt. Der Vatikan erwartet mehr als 140 Delegationen und rechnet mit 250.000 Pilgern, die auf den Petersplatz strömen werden. Aus der argentinischen Heimat des Papstes reiste Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner an. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt teil. Bei der Feier erhält Franziskus die Amtszeichen als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, den Fischerring und das Pallium, eine Art Schal. *** Eine Serie von Anschlägen hat die irakische Hauptstadt Bagdad erschüttert. Mindestens 21 Menschen wurden getötet und über 80 verletzt. Nach Angaben der Behörden waren innerhalb von rund einer Stunde an verschiedenen Restaurants und Bushaltestellen in schiitischen Stadtteilen Autobomben detoniert. Die Anschläge kommen kurz vor dem zehnten Jahrestag des Irak-Krieges, der am 20. März begann. Auch nach dem Abzug internationaler Truppen verüben sunnitische Aufständische mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida immer wieder Anschläge auf Schiiten sowie auf Vertreter von Regierung, Justiz und Sicherheitskräften. Armee und Polizei verschärften zuletzt massiv die Sicherheitsmaßnahmen. Zahlreiche Straßen beispielsweise sind komplett gesperrt. *** Die neue Mitte-Rechts-Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat ihre Amtsgeschäfte aufgenommen. Im Parlament stimmten 68 der insgesamt 120 Abgeordneten für die Leitlinien des neuen Kabinetts. 48 votierten dagegen, die restlichen Parlamentarier fehlten. Anschließend wurden die Minister vereidigt - zwei Tage vor dem ersten Israel-Besuch von US-Präsident Barack Obama. In seiner Ansprache vor den Knesset-Mitgliedern erklärte Netanjahu, die neue Koalition müsse sich "den größten Herausforderungen seit der Staatsgründung" 1948 stellen. Der Iran strebe weiter nach einer Atombombe, sagte der 63-Jährige. Zugleich bekundete er das Interesse seines Landes an einer Friedensregelung mit den Palästinensern. *** Syriens größtes Oppositionsbündnis, die Nationale Koalition, hat den langjährigen Telekommunikationsmanager Ghassan Hitto zum Ministerpräsidenten ihrer Gegenregierung gewählt. 35 der 49 anwesenden Mitglieder stimmten bei ihren Beratungen im türkischen Istanbul für Hitto, wie Vertreter in der Nacht zum Dienstag mitteilten. Mehrere Mitglieder der Opposition hatten das Hotel in Istanbul jedoch schon vor der Wahl verlassen. Hitto soll Ministerpräsident für die Gebiete im Norden und Osten Syriens werden, die unter Kontrolle der Rebellen stehen. In den nächsten Tagen soll er die Minister seines Übergangskabinetts benennen. *** Zum Auftakt einer elftägigen UN-Konferenz über den internationalen Waffenhandel hat Generalsekretär Ban Ki Moon die Staatengemeinschaft zum Abschluss eines verbindlichen Vertragswerks aufgefordert. Nach den gescheiterten Verhandlungen im vergangenen Jahr müssten die 193 UN-Mitgliedsstaaten nun politischen Willen zeigen und endlich weltweite Standards für Waffengeschäfte schaffen, verlangte Ban in New York. Mit dem Kontrollvertrag sollen alle Länder verpflichtet werden, bei Rüstungsgeschäften zu prüfen, ob mit den gelieferten Waffen Menschenrechtsverletzungen begangen werden könnten. Außerdem soll verhindert werden, dass Waffen in die Hände von Terroristen und des organisierten Verbrechens gelangen.…

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18.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-18 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In Zypern soll heute über das umstrittene Hilfspaket der Europäischen Union abgestimmt werden, mit dem das Land vor der Pleite bewahrt werden soll. Die darin vorgesehene Zwangsabgabe auf Sparguthaben stößt vor allem bei den Bürgern Zyperns auf schwere Kritik. Präsident Nikos Anastasiades warb in einer Fernsehansprache für die Annahme des Rettungspakets durch das Parlament in Nikosia. Zugleich forderte er Nachverhandlungen in Brüssel, um die Auswirkungen auf die Kleinsparer zu begrenzen. Die zyprischen Banken bleiben wegen eines Feiertages heute geschlossen. Sollte das Rettungspaket vom Parlament abgelehnt werden, müssten die Institute wohl auch am Dienstag noch geschlossen bleiben, damit Sparer nicht in Panik ihre Konten leer räumen. Von der Zwangsabgabe sind auch zahlreiche Briten und Russen betroffen. Allein die Guthaben von Russen sollen einen Gesamtbetrag von rund 15 Milliarden Euro ausmachen. *** China ist zum fünftgrößten Rüstungsexporteur der Welt aufgestiegen und hat nach Berechnungen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri Großbritannien von diesem Platz verdrängt. Größter Kunde der chinesischen Waffenhersteller ist demnach Pakistan. Die Waffenverkäufe Chinas stiegen laut dem am Montag veröffentlichten Bericht zwischen 2008 und 2012 um 162 Prozent im Vergleich zu den Jahren davor. Der Anteil des Landes am weltweiten Rüstungshandel habe sich damit von zwei auf fünf Prozent erhöht. Die größten Waffenhändler sind laut Sipri nach wie vor die USA und Russland. Deutschland folgt mit großem Abstand auf Platz drei. *** Zu Beginn seines viertägigen Besuches in Äthiopien hat Bundespräsident Joachim Gauck Fortschritte bei der Demokratisierung der afrikanischen Länder gewürdigt. Allerdings gebe es auch Sorge über die Menschenrechtslage, sagte Gauck nach einem Gespräch mit dem äthiopischen Ministerpräsidenten Hailemariam Desalegn in der Hauptstadt Addis Abeba. Deutschland biete beim Prozess der Demokratisierung seine Hilfe an, fügte der Bundespräsident hinzu. An diesem Montag, dem ersten Jahrestag seines Amtsantritts, spricht Gauck vor der ständigen Versammlung der Afrikanischen Union. Die AU hat ihren Sitz in Addis Abeba und feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. *** Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere reist an diesem Montag nach Mali, um sich vor Beginn des dortigen Bundeswehr-Einsatzes ein Bild von der Lage zu machen. Die deutschen Soldaten sollen von April an im Rahmen eines EU-Einsatzes bei der Ausbildung der malischen Armee helfen. Insgesamt schickt die Europäische Union etwa 550 Soldaten. Die Bundeswehr beteiligt sich mit etwa 80 Soldaten an der Mission. Zuvor hatte de Maiziere bereits den Nachbarstaat Senegal besucht, wo knapp 90 deutsche Soldaten mit drei Transportflugzeugen und einem Airbus zur Luftbetankung stationiert sind. Sie sorgen im Rahmen eines separaten Mandats für die logistische Unterstützung der westafrikanischen Truppen, die Mali stabilisieren sollen. *** In Ungarn haben rund 4 000 Menschen gegen die Politik der Regierung von Ministerpräsident Victor Orban demonstriert. In der Hauptstadt Budapest trugen die Kundgebungsteilnehmer europäische und ungarische Flaggen sowie Transparente, auf denen der Regierungschef als "Viktator" bezeichnet wurde. Seit Tagen gibt es im In- und Ausland heftige Proteste gegen die vom ungarischen Parlament gebilligten einschneidenden Verfassungsänderungen. Am vergangenen Montag hatte die konservative Regierungsmehrheit unter anderem die weitgehende Entmachtung des Verfassungsgerichts beschlossen. Dem Staatspräsidenten wird zudem nur noch das Recht zugestanden, Gesetze auf Formfragen hin zu überprüfen. *** Mit einem Besucherrekord ist die Leipziger Buchmesse zu Ende gegangen. Bis zum Sonntag hatten sich rund 168.000 Literaturinteressierte über Neuerscheinungen und Trends informiert. Das Buch in seiner Vielfalt stehe ungebrochen bei den Lesern hoch im Kurs, konstatierte die Messeleitung zum Abschluss des viertägigen Treffens der Buchbranche. Mit einem umfangreichen Kinder- und Jugendprogramm habe sich die Buchmesse auch als Bildungsmesse etabliert, hieß es. So seien Fachveranstaltungen für Lehrer, Erzieher und Pädagogen auf großes Interesse gestoßen. In rund 500 Veranstaltungen wurde Kinder- und Jugendliteratur für unterschiedliche Altersgruppen präsentiert.…

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15.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-15 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Im Kampf gegen die Rekordarbeitslosigkeit in Europa streitet die Europäische Union weiter über das richtige Konzept. Während Bundeskanzlerin Merkel auf dem Gipfeltreffen in Brüssel sagte, Sparen und Wachstum seien keine Gegensätze, forderten Frankreich und Italien flexiblere Sparvorgaben zugunsten ihrer Wirtschaft. Merkel sagte, Haushaltskonsolidierung, Strukturreformen und Wachstum dürften "nicht gegeneinander ausgespielt" werden. Im Anschluss an den Gipfel beraten die Finanzminister der Euro-Länder über das Hilfspaket für das hoch verschuldete Zypern. Dem von einer schweren Bankenkrise erschütterten Land droht im Mai die Staatspleite, falls keine Hilfe von außen kommt. *** Deutschland ist bereit, seine bisherige Ablehnung von Waffenlieferungen an die syrische Opposition zu überdenken. Dabei müsse allerdings sehr abgewogen vorgegangen werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem EU-Gipfel in Brüssel. Es müsse verhindert werden, dass "nicht auch die Gegenseite mit noch mehr Waffen versorgt wird durch Länder, die eine andere Haltung zu Assad einnehmen" als die EU-Staaten. Frankreich hatte zuvor erklärt, auch ohne Zustimmung aller EU-Partner Waffen an die syrischen Rebellen liefern zu wollen. Sollten sich nicht alle Mitgliedstaaten von einer Aufhebung des Waffenembargos überzeugen lassen, werde Frankreich "seine Verantwortung wahrnehmen", sagte Präsident François Hollande in Brüssel. Zu Beginn der Woche hatte auch Großbritannien einen Alleingang erwogen. Viele Regierungen in Europa sehen Waffenlieferungen an die Rebellen skeptisch, weil sie befürchten, damit den Bürgerkrieg noch weiter anzuheizen. *** Bei der ersten Messe nach seiner Wahl hat der neue Papst Franziskus die katholische Kirche davor gewarnt, Gott aus dem Blick zu verlieren. Ohne die Verkündigung Jesu riskiere die Kirche zu einer "mitfühlenden Nicht-Regierungsorganisation" zu verkümmern, sagte das Oberhaupt der Katholiken in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Franziskus gibt am Freitag in seiner Residenz eine Audienz für die Kardinäle. Die Einführungsmesse für das neue Kirchenoberhaupt ist für Dienstag geplant. Der 76-jährige Argentinier war am Mittwoch vom Konklave zum neuen Papst gewählt worden. Er ist in der Geschichte der katholischen Kirche der erste Lateinamerikaner und der erste Jesuit im Amt des Papstes. Weltweit bekennen sich rund 1,2 Milliarden Menschen zum katholischen Glauben. *** Der chinesische Volkskongress hat Li Keqiang zum neuen Ministerpräsidenten bestimmt. Auf ihrer Jahrestagung in Peking ernannten die knapp 3.000 Delegierten den 57-Jährigen bisherigen Vizepremier zum Nachfolger des nach zehn Jahren aus dem Amt scheidenden Wen Jiabao. Am Vortag war Xi Jinping zum neuen Präsidenten gewählt worden. Mit der Wahl des 59-jährigen Xi und der von Li vollzieht die Führung in Peking einen Generationswechsel. Die Personalentscheidungen wurden lange vorher hinter den Kulissen von einem engen Führungszirkel vorbereitet und werden von Chinas Parlament nur noch legitimiert. *** Der mit einem Flugverbot belegte Dreamliner des amerikanischen Herstellers Boeing könnte nach Darstellung des Konzerns in wenigen Wochen wieder in der Luft sein. Während man zuvor von Monaten ausgegangen sei, gehe man nun davon aus, dass die technischen Probleme mit den Akkus in den Dreamliner-Flugzeugen in einigen Wochen behoben sein werden, sagte ein Boeing-Sprecher vor Journalisten in Tokio. Derzeit gilt für alle Boeing 787 Dreamliner ein Flugverbot, weil es zu Ausfällen oder Feuer in den Lithium-Ionen-Akkus gekommen war. Betroffen sind 50 Flugzeuge, von denen ein Großteil den japanischen Fluggesellschaften All Nippon Airways und Japan Airlines gehört. *** Die Leipziger Buchmesse hat die Autoren David Wagner und Helmut Böttiger sowie die Übersetzerin Eva Hesse mit ihrem diesjährigen Preis geehrt. Die Auszeichnung in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung ist mit 45.000 Euro dotiert und gehört zu den wichtigsten Literaturpreisen in Deutschland. Im Mittelpunkt des Romans "Leben" von David Wagner steht die autobiografisch gefärbte Geschichte einer Organtransplantation. Das Nebeneinander von Leben und Tod werde lakonisch und mit zartem Humor erzählt, lobte die Jury. Helmut Böttiger wurde für sein Sachbuch über die Schriftstellervereinigung "Die Gruppe 47" ausgezeichnet. Die Übersetzerin Eva Hesse erhielt den Preis für ihre Übertragung des Versepos "Die Cantos" des US-amerikanischen Dichters Ezra Pound.…

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14.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-14 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** An der Spitze der römisch-katholischen Kirche steht erstmals in ihrer zweitausendjährigen Geschichte ein Papst aus Lateinamerika. Der 76-jährige Argentinier Jorge Mario Bergoglio wurde von dem Konklave der 115 Kardinäle zum Nachfolger des zurückgetretenen Benedikt XVI. gewählt. Der neue Pontifex gibt sich den Namen Franziskus. Bergoglio gilt als bescheiden, volksnah und theologisch konservativ. Er ist das neue Oberhaupt für rund 1,2 Milliarden Katholiken weltweit. Bergoglio ist der 266. Papst in der Geschichte der katholischen Kirche und zugleich der erste Jesuit, der je zum Pontifex gewählt wurde. Bei der Papst-Wahl 2005 war Bergoglio der Hauptkonkurrent von Joseph Ratzinger, der sich damals indes durchsetzte und als Papst Benedikt XVI. acht Jahre die Kirche führte. Benedikt war Ende Februar als erster Papst seit etwa 600 Jahren zurückgetreten. Der 85-jährige Deutsche hatte die Entscheidung mit seinem fortgeschrittenen Alter begründet. *** Nach der Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst haben Politiker aus aller Welt Glückwünsche übermittelt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, er freue sich auf die Fortführung der Zusammenarbeit zwischen den Vereinten Nationen und dem Vatikan. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz wünschten dem neuen Papst Mut und Stärke für sein neues Amt. Bundespräsident Joachim Gauck schrieb, die Menschen in Deutschland sähen dem Pontifikat voller Erwartung und Sympathie entgegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, über die katholische Christenheit hinaus erwarteten viele von dem neuen Papst Orientierung, nicht nur in Glaubensfragen, sondern auch, wenn es um Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung gehe. US-Präsident Barack Obama würdigte den neuen Papst als Vorkämpfer für die Armen. Argentiniens Staatspräsidentin Cristina Kirchner erklärte, sie wünsche dem neuen Papst eine fruchtbare Arbeit. Zur Amtseinführung werde sie nach Rom reisen. *** Xi Jinping ist neuer Staatschef Chinas. Der Nationale Volkskongress wählte den Partei- und Militärchef in der Großen Halle des Volkes in Peking zum Nachfolger von Präsident Hu Jintao. Dieser zieht sich nach zehn Jahren aus seinen Ämtern zurück. Bei dem Votum für Xi Jinping gab es nur eine Gegenstimme und drei Enthaltungen unter den knapp 3000 Delegierten. Neuer Vizepräsident wurde Li Yuanchao, der aber 80 Gegenstimmen und 37 Enthaltungen hinnehmen musste. Während der zweiwöchigen Jahrestagung des nicht frei gewählten Volkskongresses soll auch die lange hinter den Kulissen ausgehandelte Verjüngung der Regierung abgesegnet werden. Am Freitag soll der 57-jährige Li Keqiang neuer Ministerpräsident werden und die Nachfolge des 70-jährigen Wen Jiabao übernehmen. *** Syrische Regierungstruppen bombardieren nach Recherchen von Amnesty International weiter wahllos Zivilisten. Dabei würden auch Streubomben eingesetzt und ganze Viertel dem Erdboden gleichgemacht, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Am 15. März jährt sich der Beginn des Volksaufstands in Syrien zum zweiten Mal. Amnesty forderte die Vereinten Nationen auf, den Internationalen Strafgerichtshof mit der Untersuchung der Verbrechen zu beauftragen. Durch ihre Untätigkeit sende die internationale Gemeinschaft ein verheerendes Signal an die Täter. *** Der wegen Völkermord und Kriegsverbrechen angeklagte frühere Außenminister des Roten Khmer-Regimes in Kambodscha, Ieng Sary, ist tot. Wie das Völkermordtribunal in Phnom Penh mitteilte, starb Ieng im Alter von 87 Jahren. Er stand seit 2011 wegen der Verbrechen des Regimes zwischen 1975 und 1979 vor dem von den Vereinten Nationen unterstützten Sondergericht. Während der Terrorherrschaft der Roten Khmer unter Diktator Pol Pot starben schätzungsweise zwei Millionen Menschen. Sie kamen in Arbeitslagern oder Gefängnissen ums Leben, wurden bei Massenexekutionen ermordet oder verhungerten. *** Die Leipziger Buchmesse öffnet an diesem Donnerstag ihre Tore für die Besucher. Bis zum Sonntag präsentieren sich auf dem Frühjahrstreffen der Buchbranche knapp 2100 Aussteller aus 43 Ländern. Sie zeigen mehr als 100.000 Titel, darunter 20.000 Neuerscheinungen. Umrahmt wird die Messe von Europas größtem Lesefestival "Leipzig liest". Zur Messe und zum Lesefest werden rund 160.000 Besucher erwartet. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zeigte sich optimistisch. 2013 habe mit einem Umsatzplus von 1,7 Prozent "nahezu glänzend" begonnen, so Hauptgeschäftsführer Alexander Skipist.…

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13.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-13 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Im Vatikan wird das Konklave zur Wahl des nächsten Papstes fortgesetzt. Nachdem beim ersten Wahlgang keine Entscheidung fiel, beginnen die 115 Kardinäle am Vormittag mit der zweiten Abstimmung. Ist sie nicht erfolgreich, folgt darauf direkt eine dritte. Für den Nachmittag sind zwei weitere Urnengänge geplant. Um Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche zu werden, muss ein Kandidat zwei Drittel der Stimmen auf sich vereinen. Für die Dauer des Konklaves sind die Kardinäle von der Außenwelt abgeschirmt, um jegliche Einflussnahme auf ihre Entscheidung zu unterbinden. Der bisherige Papst Benedikt XVI. war Ende Februar aus Altersgründen zurückgetreten. *** Der britische Premierminister David Cameron will die Rebellen in Syrien bewaffnen. Seine Regierung denke über ein Veto gegen eine weitere Verlängerung des EU-Verbots von Waffenlieferungen in das arabische Land nach, sagte der konservative Politiker in London. Sollte er die anderen EU-Mitglieder nicht für eine gemeinsame Haltung gewinnen können, sei auch ein Alleingang denkbar, so Cameron. Auch Frankreich unterstützt eine Aufhebung des im Mai ablaufenden Embargos. Deutschland und andere EU-Mitglieder lehnen dies jedoch ab, weil sie eine weitere Eskalation des Konflikts befürchten. In dem seit rund zwei Jahren tobenden Kampf zwischen dem Regime von Präsident Baschar al-Assad und der Opposition sind nach UN-Schätzungen 70.000 Menschen getötet worden. *** Drei Wochen nach dem Rücktritt der Regierung in Bulgarien hat Staatspräsident Rossen Plewneliew eine Interimsregierung aus Experten zusammengestellt. Neuer Ministerpräsident und Außenminister wird der bisherige bulgarische Botschafter in Paris, Marin Rajkow. Der 52-Jährige soll das EU-Land bis zu vorgezogenen Neuwahlen am 12. Mai führen. Raikow kündigte an, die Übergangsregierung werde die soziale Ausrichtung der bulgarischen Wirtschaft unterstützen und Bedingungen für Wachstum schaffen. Die Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow war nach landesweiten, teils blutigen Massenprotesten zurückgetreten. Die Proteste richteten sich gegen hohe Energiekosten, Armut und Korruption. *** Der Internetriese Google muss wegen des illegalen Sammelns privater Daten sieben Millionen Dollar Strafe zahlen. Darauf einigte sich der Konzern mit 38 US-Bundesstaaten, wie New Yorks Justizminister Eric Schneiderman mitteilte. Außerdem sicherte Google zu, die Datensammlung zu vernichten. Bei den Fahrten für die Aufnahmen seines Straßenfoto-Dienstes Street View hatte Google den Datenverkehr ungeschützter drahtloser Netzwerke mitgeschnitten. In diesen WLAN-Daten waren unter anderem E-Mails, Internetadressen und sogar Passwörter zu finden. *** Das Erzbistum von Los Angeles zahlt vier Opfern sexuellen Missbrauchs eine Entschädigung von insgesamt knapp 10 Millionen Dollar. Darauf einigten sich die Anwälte der Opfer und die eines früheren Priesters sowie des Kardinals Roger Mahony. Mahony, der derzeit beim Konklave zur Papstwahl in Rom weilt, hatte der Einigung Anfang März zugestimmt. Der Priester Michael Baker hatte in den 1970er Jahren mehrfach die vier Jungen missbraucht, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Die Opfer werfen dem damaligen Erzbischof Mahony vor, Baker weiter im Priesteramt gelassen zu haben, obwohl er bereits gestanden hatte, Minderjährige missbraucht zu haben. Baker war im Jahr 2000 vom Priesteramt ausgeschlossen und 2007 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. *** Die Rückkehr des Winters hat vielerorts in Europa zu einem Verkehrschaos geführt. Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt am Main wurde zeitweise geschlossen. Europaweit fielen hunderte Flüge aus. Auf deutschen Straßen gab es weit mehr als tausend Unfälle. Frankreich richtete einen Krisenstab ein. In dem Land waren rund 100.000 Haushalte ohne Strom. Autos und Züge blieben stecken. Im Südosten Englands verbrachten hunderte Autofahrer die Nacht auf der Straße. In Belgien kam der internationale Zugverkehr zum Erliegen. In den kommenden Tagen soll der Frost auch den Süden Europas erreichen.…

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12.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-12 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Im Vatikan beginnt am heutigen Dienstag das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes. 115 Kardinäle kommen am Nachmittag in der Sixtinischen Kapelle zusammen, um hinter geschlossenen Türen den Nachfolger des vor knapp zwei Wochen zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI. zu bestimmen. Beobachtern zufolge gibt es etwa ein halbes Dutzend aussichtsreicher Kandidaten. In Rom wird mit einem eher kurzen Konklave gerechnet. Allerdings ist nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi nicht zu erwarten, dass die Kardinäle bereits bei einem ersten Wahlgang einen Papst bestimmen. Das neue Oberhaupt der katholischen Kirche muss mit Zweidrittel-Mehrheit gewählt werden. Das Ergebnis wird traditionsgemäß per weißem Rauch mitgeteilt. Bei schwarzem Rauch wurde die notwendige Zweidrittelmehrheit von 77 Stimmen verfehlt. *** Die Falkland-Inseln wollen weiterhin britisch bleiben. Die Bewohner der vor Argentinien liegenden Inselgruppe sprachen sich in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit dafür aus. 98,8 Prozent stimmten mit Ja auf die Frage, ob das Archipel weiterhin zu den britischen Überseegebieten zählen soll, wie Behördenvertreter in der Hauptstadt Port Stanley mitteilten. Nur drei Stimmen seien dagegen gewesen. Demnach lag die Wahlbeteiligung bei rund 92 Prozent. Stimmberechtigt waren 1672 Menschen. Das von der lokalen Regierung ausgerufene Referendum hat keine bindende Wirkung für den Status der Inseln. Argentinien hatte bereits angekündigt, dass es das Ergebnis nicht akzeptieren werde. Die Falklandinseln sind zwischen Argentinien und Großbritannien umstritten, die deswegen 1982 einen Krieg mit Hunderten von Toten führten. *** Mit ihrer Zwei-Drittel-Mehrheit im ungarischen Parlament hat die Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban weitreichende Verfassungsänderungen verabschiedet. Durch die Änderungen werden unter anderem die Befugnisse des Verfassungsgerichts beschnitten. Das Parlament kann außerdem die Ausreise von Bürgern für mehrere Jahre verbieten, die für ihr Studium staatliche Hilfe erhalten haben. In Deutschland forderten Regierung und Opposition die ungarische Führung auf, demokratische Prinzipien einzuhalten. Auch die EU zeigt sich besorgt. In einer gemeinsamen Erklärung von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und dem Generalsekretär des Europarates Thorbjorn Jagland heißt es, die Änderungen weckten Sorge um die Rechtsstaatlichkeit in Ungarn. *** Im Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm wollen die USA weitere Sanktionen gegen das kommunistische Land verhängen. Dabei gehe es um die Bank für Auslandshandel, sagte der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Barack Obama, Tom Donilon, in New York. Die Bank sei die Hauptstelle für Devisentausch in Nordkorea. Die USA würden nicht akzeptieren, dass Nordkorea eine Atommacht wird, sagte Donilon weiter. Nach dem dritten Atomtest Nordkoreas im Februar hatte der UN-Sicherheitsrat seine Sanktionen verschärft. Die Regierung in Pjöngjang drohte dem Süden daraufhin, den Waffenstillstand aufzukündigen, und den USA mit einem Atomschlag. Die USA und ihre Verbündeten in der Region versuchen seit Jahren, Nordkorea von seinem Atomprogramm abzubringen. China ist der letzte große Verbündete des Landes. *** Der Sudan und der Südsudan haben sich auf eine Wiederaufnahme der Erdölproduktion geeinigt. Noch in diesem Monat soll wieder Öl aus dem Süden in den Norden fließen, hieß es nach langen und zähen Verhandlungen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Die Ölproduktion solle beginnen, sobald dies technisch möglich sei, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen. Die Präsidenten beider Länder hatten bereits im vergangenen September ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Bislang fehlte aber ein Zeitplan für die Umsetzung. Der Südsudan hatte die Erdölproduktion im Januar 2012 eingestellt, weil sich das Land mit seinem nördlichen Nachbarn nicht über die Höhe der Transitgebühren verständigen konnte. Die meisten Ölreserven liegen im Südsudan, der Export läuft jedoch über die Häfen im Sudan.…

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11.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-11 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 10s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Japan hat mit einer Gedenkminute der Opfer der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe von vor zwei Jahren gedacht. Um 14.46 Uhr Ortszeit, dem Zeitpunkt, als am 11. März 2011 das verheerende Erdbeben das Land heimsuchte, legten die Menschen eine Schweigeminute für die fast 19.000 Todesopfer ein. Bei einer Gedenkzeremonie in Tokio gedachte auch Kaiser Akihito zusammen mit Angehörigen der Opfer der schlimmsten Katastrophe in Japan seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach Behördenangaben leben immer noch rund 315.000 Menschen fern ihrer früheren Häuser, verteilt über alle Provinzen des Landes. Rund 57.000 Menschen sind bislang nicht nach Fukushima zurückgekehrt, wo es im dortigen Atomkraftwerk zu einem Super-GAU gekommen war - einer Kernschmelze in drei Reaktoren. Tausende Japaner demonstrierten anlässlich des Jahrestages der Katastrophe in mehreren Städten gegen ein von der Regierung geplantes Wiederanfahren von Atommeilern. *** Drei Monate nach der mörderischen Gruppenvergewaltigung in Indien ist der mutmaßliche Drahtzieher tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden. Ram Singh habe sich im Hochsicherheitsgefängnis Tihar in Neu Delhi erhängt, teilte die Haftanstalt mit. Der 33-Jährige sei allerdings mit drei weiteren Insassen untergebracht gewesen, die nicht wegen des Verbrechens an der 23-jährigen Studentin angeklagt werden. Eine Obduktion solle daher klären, ob Fremdeinwirkung vorliege, hieß es weiter. Angehörige des Toten sprachen von Mord. Die Verteidiger der insgesamt fünf Angeklagten hatten mehrfach erklärt, ihre Klienten würden von anderen Insassen auf Geheiß der Polizei gefoltert. Ram Singh war der Fahrer des Busses, in dem am 16. Dezember die Studentin entführt, vergewaltigt und gefoltert wurde. Er gilt als Hauptverdächtiger, da er die Idee zu der Gewalttat gehabt haben soll. Die junge Frau starb zwei Wochen später an ihren inneren Verletzungen. *** Die konservative Regierungsmehrheit in Ungarn will an diesem Montag im Parlament umstrittene Verfassungsänderungen beschließen. Die Novelle schränkt unter anderen die Befugnisse des Verfassungsgerichts ein und erlaubt es der Regierung, stärker in die Justiz und ins Hochschulwesen einzugreifen. Die Fidesz-Partei des machtbewussten Ministerpräsidenten Victor Orban verfügt über die notwendige Zweidrittelmehrheit im Parlament. Am Freitag hatten in Budapest tausende Menschen gegen die geplante Reform demonstriert. Protestierende Studenten kritisierten, dass die Änderungen die Autonomie der Universitäten einschränkten und die Empfänger staatlicher Stipendien verpflichteten, nach dem Studium in Ungarn zu arbeiten. Auch die EU-Kommission, der Europarat und das US-Außenministerium haben Bedenken angemeldet. *** Tausende Menschen haben in ganz Spanien erneut gegen Kürzungen bei den Sozialleistungen und die Rekordarbeitslosigkeit protestiert. Die unzufriedenen Bürger gingen nach Medienberichten in mehr als 60 Städten auf die Straße. Zu den Kundgebungen hatten die großen Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT sowie 150 weitere Organisationen aufgerufen. Die Demontranten forderten eine "dringende, radikale Wende" der Sparpolitik der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy, verlangten aber auch von der Europäischen Union einen Richtungswechsel. Den Protesten schlossen sich auch die wichtigsten Oppositionskräfte im Parlament, die Sozialistische Partei PSOE und die Vereinigte Linke IU an. Spanien leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise, das Staatsdefizit betrug im Vorjahr 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Jeder vierte Bürger ist arbeitslos. *** Auf den Falkland-Inseln im Südatlantik wird an diesem Montag das zweitägige Referendum über die politische Zukunft des Archipels fortgesetzt. Die 1.600 Stimmberechtigten sollen entscheiden, ob die Inseln weiter britisches Überseegebiet bleiben sollen. Es gilt als sicher, dass die überwiegend britisch-stämmige Bevölkerung mit Ja stimmen wird. Argentinien erkennt die Volksabstimmung nicht an. Die Regierung in Buenos Aires sprach von einem "reinen PR-Manöver". Das Referendum war angesetzt worden, nachdem Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner bei den Vereinten Nationen Anspruch auf die Inselgruppe erhoben hatte. Zuletzt hat sich der fast 200 Jahre währende Streit durch Ölfunde rund um die Inseln verschärft. 1982 hatten beide Länder einen Krieg um die Inselgruppe geführt. Dabei wurden rund 900 Menschen getötet. *** Acht Angehörige einer Großfamilie sind bei einer Brandkatastrophe im schwäbischen Backnang gestorben. Bei den Opfern handele es sich um eine 40-jährige Mutter türkischer Herkunft und sieben ihrer Kinder, sagte ein Polizeisprecher. Die Leichen seien im ersten Obergeschoss des Gebäudes gefunden worden. Dort war das Feuer in der Nacht zu Sonntag ausgebrochen. Grund sei möglicherweise ein defekter Holzofen. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund lägen nicht vor. Die Einsatzkräfte konnten drei weitere Personen bergen und brachten sie in Krankenhäuser. Retter betreuten rund 50 Familienangehörige und Bekannte. Der türkische Botschafter in Deutschland, Hüseyin Avni Karslioglu, und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann eilten zum Unglücksort.…

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08.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-08 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Wenige Stunden nach der Verhängung neuer UN-Sanktionen gegen Pjöngjang hat Nordkorea den Nichtangriffspakt mit seinem südlichen Nachbarn aufgekündigt. Alle Nichtangriffs-Übereinkommen zwischen Nord- und Südkorea seien aufgehoben, zitierte die Nachrichtenagentur KCNA das staatliche "Komitee zur friedlichen Wiedervereinigung Koreas". Auch das Rote Telefon als ständige Verbindung zum Süden werde mit sofortiger Wirkung gekappt. Der wichtigste bilaterale Nichtangriffspakt zwischen dem Norden und dem Süden wurde 1991 unterzeichnet. Er sieht eine friedliche Regelung der Meinungsverschiedenheiten vor und soll versehentliche militärische Zusammenstöße an der innerkoreanischen Grenze vermeiden helfen. Am Donnerstag hatte der UN-Sicherheitsrat als Reaktion auf den jüngsten nordkoreanischen Atomwaffentest die Sanktionen gegen das Land nochmals verschärft. *** Mit einer großen Trauerfeier nimmt Venezuela an diesem Freitag Abschied von seinem verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez. Vor allem aus Südamerika und der Karibik haben sich zahlreiche Staats- und Regierungschefs angesagt. Wegen des großen Andrangs der Bevölkerung soll der Leichnam noch für sieben weitere Tage in der Militärakademie in Caracas ausgestellt bleiben. Dann hätten die Trauernden Zeit, ihrem "Comandante" die letzte Ehre zu erweisen, teilte Vizepräsident Nicolas Maduro mit. Anschließend soll der Leichnam einbalsamiert und in einem gläsernen Sarg dauerhaft aufgebahrt werden. Dieser werde im Museum der Revolution in der Nähe des Präsidentenpalastes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, erklärte Maduro weiter. *** Nach tagelangem Warten rückt die Wahl eines neuen Papstes langsam näher. Am Donnerstagabend traf der letzte der 115 wahlberechtigten Kardinäle im Vatikan ein - Jean-Baptiste Pham Minh Man aus Vietnam. Nun kann der Zeitpunkt für den Beginn des Konklaves festgelegt werden. Vatikansprecher Federico Lombardi ließ offen, wann dies geschehen werde. Denn wenn der offizielle Wahlprozess im Konklave erst einmal beginne, bleibe kaum Zeit für Beratungen am Rande, sagte Lombardi. Das Gesetz, das die Übergangszeit zwischen altem und neuem Papst regelt, sieht vor, dass die Kardinäle vor dem Konklave täglich zusammenkommen, um die Probleme der Kirche und die Anforderungen an einen neuen Papst zu diskutieren. *** In Birma ist die Nationale Liga für Demokratie von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi erstmals in ihrem 25-jährigen Bestehen zu einem Parteitag zusammengekommen. Bei dem dreitägigen Treffen in Rangun geht es um die inhaltliche Positionierung mit Blick auf die Parlamentswahl 2015. Außerdem sollen die rund 850 Delegierten der wichtigsten Oppositionspartei in dem südostasiatischen Land ihre Führungsspitze neu bestimmen. Derzeit besteht die Parteiführung größtenteils aus Veteranen und früheren politischen Gefangenen. Der Konvent gilt als weiteres Zeichen dafür, wie weit die demokratischen Reformen in dem lange vom Militär regierten Land vorankommen. *** Bei der Präsidentenwahl in Kenia liegt der stellvertretende Ministerpräsident Uhuru Kenyatta nach offiziellen Angaben in Führung. Wie die Wahlkommission mitteilte, kommt er nach Auszählungen in zwei Dritteln der Wahllokale auf 50 Prozent der Stimmen. Kenyatta habe bei diesem Stand 4,5 Millionen, sein größter Konkurrent, Ministerpräsident Raila Odinga, vier Millionen Stimmen. Zu der Wahl am Montag waren noch sechs weitere Kandidaten angetreten, die aber weit abgeschlagen zurückliegen. Wer mehr als die Hälfte der Stimmen erhält, gewinnt. Andernfalls gibt es im April eine Stichwahl der beiden Erstplatzierten. *** Der Schwiegersohn des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden wird in den USA vor Gericht gestellt. Die Staatsanwaltschaft wirft Suleiman Abu Ghaith Verschwörung zum Mord an US-Bürgern vor, wie das US-Justizministerium mitteilte. Die USA würden bei ihrer Fahndung nach den Hintermännern der Terroranschläge vom 11. September 2001 niemals nachgeben, betonte Ressortchef Eric Holder. Abu Ghaith war laut Anklageschrift in mehreren Videobotschaften an der Seite von bin Laden und dem heutigen Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri aufgetreten und hatte zu Angriffen auf die USA aufgerufen. Nach einer illegalen Einreise aus dem Iran in die Türkei war er im Februar in einem Hotel in Ankara festgenommen worden.  …

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07.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-07 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Der Weltsicherheitsrat hat die Gefangennahme von mehr als 20 Soldaten in einer UN-Beobachtertruppe im Grenzgebiet zwischen Syrien und Israel scharf verurteilt. Ebenso wie das höchste UN-Gremium der Vereinten Nationen forderte auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die sofortige und bedingungslose Freilassung der Blauhelmsoldaten. Die Sicherheit und Bewegungsfreiheit der Soldaten, die seit den 1970er Jahren eine syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golan-Höhen überwachen, müsse von allen Beteiligten respektiert werden, betonte Ban. Bei den Geiselnehmern handelt es sich offenbar um Kämpfer der syrischen Opposition. Sie sollen glauben, dass die Friedenstruppen das Regime von Machthaber Baschar al-Assad unterstützen. *** Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat die pakistanische Regierung gegen Vorwürfe in Schutz genommen, sie tue zu wenig im Kampf gegen Aufständische in der Grenzregion zu Afghanistan. Pakistan habe im Kampf gegen den Terror bereits mehr als 3000 Soldaten verloren, sagte er in Islamabad. Zuvor hatte de Maizière in Kabul versichert, dass Deutschland im Grundsatz zu einem weiteren Afghanistan-Engagement auch nach dem geplanten Abzug der internationalen Truppen 2014 bereit sei. Entscheidungen im Detail seien aber noch offen, so der Minister. *** Frankreich wird nach den Worten von Präsident François Hollande erst im April mit dem Abzug seiner Soldaten aus Mali beginnen. Die "letzte Phase" des Militäreinsatzes in dem westafrikanischen Land werde noch den "gesamten März" andauern, sagte Hollande in Warschau. Sein Außenminister Laurent Fabius hatte Anfang Februar noch einen Abzug ab März in Aussicht gestellt. Hollande betonte, der Mali-Einsatz französischer Soldaten sei ein "wichtiger Schritt im Kampf gegen den Terrorismus". Inzwischen wurden die Islamisten aus den wichtigen Städten im Norden Malis vertrieben, liefern sich aber noch heftige Gefechte mit französischen und tschadischen Truppen im Ifoghas-Gebirge. Hollande hatte sich in Warschau mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs Polens, Ungarns, Tschechiens und der Slowakei getroffen. Dabei ging es unter anderem um eine intensivere Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung. *** Im US-Haushaltsstreit hat das Repräsentantenhaus mit großer Mehrheit eine Gesetzesvorlage verabschiedet, die für ein halbes Jahr die Finanzierung der laufenden Staatsausgaben sichern würde. Der Entwurf mildert auch die Auswirkungen der Anfang des Monats in Kraft getretenen Sparzwänge für das Militär ab. In der kommenden Woche dürfte der Senat in Washington eine ähnliche Vorlage absegnen, um die Regierung von Präsident Barack Obama zum Ende des Fiskaljahres am 30. September handlungsfähig zu halten. Ohne neue Gesetze würde der Regierung am 27. März das Geld ausgehen. *** Die Integrationsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Maria Böhmer, sieht angesichts zunehmender Klagen über Armutszuwanderer aus Bulgarien und Rumänien keine kurzfristigen Lösungen. Grund sei das große Wohlstandsgefälle innerhalb der Europäischen Union, sagte die CDU-Politikerin der Zeitung "Mannheimer Morgen". Nötig seien deshalb Integrationsangebote in großem Umfang, sagte Böhmer mit Blick auf die ab 1. Januar 2014 geltende volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bulgaren und Rumänen. Zuletzt hatten Kommunen und Politiker vor zu starken Belastungen für die Sozialsysteme durch Armutszuwanderer aus Südosteuropa gewarnt. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will beim heutigen Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel notfalls mit einem Veto den Wegfall der Grenzkontrollen für Bulgarien und Rumänien verhindern. Auch andere EU-Länder haben Bedenken wegen mangelnder Rechtsstaatlichkeit und Korruption in den beiden Ländern. *** Die Reaktorkatastrophe von Fukushima dürfte nach neuen Berechnungen einer internationalen Mediziner-Organisation schlimmere Spätfolgen haben als bisher angenommen. Nach neuesten Erkenntnissen werde es allein durch die äußere Strahlenbelastung 40.000 bis 80.000 zusätzliche Krebsfälle in Japan geben, erklärte die Organisation "Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" in Berlin. Außerdem erwarte man noch gut 37.000 zusätzliche Krebserkrankungen durch strahlenbelastete Nahrungsmittel. Auch seien die Auswirkungen auf Ungeborene, Babys und Kleinkinder dramatisch unterschätzt worden, kritisierten die Ärzte.…

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06.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-06 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 9s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat den Kampf gegen sein Krebsleiden verloren. Der Linkspolitiker starb nach Regierungsangaben im Alter von 58 Jahren in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Eine öffentliche Trauerfeier soll an diesem Freitag stattfinden. Vize-Präsident Nicolás Maduro übernimmt die Amtsgeschäfte, bis Neuwahlen in 30 Tagen abgehalten werden. Chávez litt seit knapp zwei Jahren an einer Krebserkrankung. Mit seiner Politik der Umverteilung und Verstaatlichung regierte der ehemalige Offizier das ölreiche Land 14 Jahre lang. Mit seinem Tod verliert die Linke in Südamerika einen ihrer bekanntesten und zugleich umstrittensten Wortführer. *** Nach dem Tod von Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat US-Präsident Barack Obama zu "konstruktiven Beziehungen" zwischen beiden Ländern aufgerufen. Venezuela schlage nun ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf, sagte Obama in Washington. Die USA seien daran interessiert, mit der Regierung in Caracas in einen konstruktiven Dialog zu treten. Dabei würden die USA ihrem Grundsatz treu bleiben, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu fördern. Die Nachricht von Chávez' Tod löste weltweit Betroffenheit aus. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon drückte dem venezolanischen Volk sein Beileid aus. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff sprach von einem "unersetzlichen Verlust". Bolivien verhängte sieben Tage offizielle Trauer, Kuba und Argentinien drei Tage. Auch Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles sprach Chávez' Familie sein Mitgefühl aus und zugleich rief er die Bevölkerung zur Geschlossenheit auf. *** Die Zahl der aus dem Bürgerkriegsland Syrien geflüchteten Menschen hat nach Angaben der Vereinten Nationen die Schwelle von einer Million überschritten. UN-Flüchtlingshochkommissar Antonio Guterres sagte in Genf, dass sich die Lage auf eine Katastrophe zubewege. Zu der Million Flüchtlinge kämen noch weitere Millionen Vertriebene in Syrien selbst und Tausende von Menschen, die jeden Tag die Grenzen überquerten. Allein seit Jahresbeginn hätten etwa 400.000 Menschen ihre Häuser verlassen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk weiter mit. Bei knapp der Hälfte der Flüchtlinge handle es sich um Kinder. Der Bürgerkrieg in Syrien dauert seit zwei Jahren an. *** Der designierte Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Brennan, steht kurz vor der Bestätigung durch den Senat. Der Geheimdienstausschuss der Kongresskammer sprach sich klar mit zwölf zu drei Stimmen für Brennan aus. Noch in dieser Woche könnte der Senat im Plenum endgültig grünes Licht geben. Dann hätte Präsident Barack Obama nach Verteidigungsminister Chuck Hagel den zweiten wichtigen Posten für die nationale Sicherheit nach einem schwierigen Bestätigungsverfahren besetzt. Obama hatte Brennan Anfang Januar als Nachfolger von David Petraeus vorgeschlagen, der im November wegen einer außerehelichen Beziehung mit seiner Biografin von der CIA-Spitze zurückgetreten war. Der 57-jährige Brennan arbeitete lange für den Auslandsgeheimdienst. Nach Obamas Wahlsieg war er im Weißen Haus maßgeblich an der Strategie beteiligt, Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida in Pakistan und im Jemen mit Drohnenangriffen zu bekämpfen. *** In Berlin beginnt an diesem Mittwoch die weltgrößte Reisemesse ITB. Sie gilt als weltweit wichtigster Treffpunkt der Reisebranche. In diesem Jahr ist Indonesien, der bevölkerungsreichste muslimische Staat der Welt, Partnerland der Messe. Zur Messe haben sich mehr als 10.000 Aussteller aus 180 Ländern angemeldet. Schwerpunkte bilden in diesem Jahr zielgruppengenaue Angebote wie etwa für Schwule und Lesben, der umwelt- und sozialverträgliche Tourismus sowie Städtereisen, die zuletzt besonders in Deutschland deutlich zulegten. Vom 6. bis 10. März werden rund 170.000 Gäste erwartet, darunter 110.000 Fachbesucher. Am kommenden Wochenende ist die ITB auch für das breite Publikum geöffnet. Erstmals können Besucher auch Reisen buchen. *** FUSSBALL: Borussia Dortmund steht erstmals seit 15 Jahren wieder im Viertelfinale der Champions League. Der deutsche Meister zog daheim durch ein 3:0 gegen Schachtjor Donezk in die Runde der letzten Acht ein. Beim Achtelfinal-Hinspiel in der Ukraine hatten die Dortmunder ein 2:2 erreicht. Die Führung im Rückspiel erzielte Felipe Santana, Mario Götze erhöhte auf 2:0. Jakub Blaszczykowski traf zum Endstand. Auch der spanische Fußball-Meister Real Madrid zog nach einem 2:1 bei Manchester United ins Viertelfinale ein. Im Achtelfinal-Hinspiel war Spaniens Rekordtitelträger daheim nicht über ein 1:1 gegen den englischen Rekordchampion hinausgekommen. Im Rückspiel aber sorgten Luka Modric und Cristiano Ronaldo mit einem Doppelschlag für den Erfolg. Manchester war durch ein Eigentor von Real-Kapitän Sergio Ramos in Führung gegangen, verlor aber acht Minuten später Nani durch eine Rote Karte.…

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05.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-05 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die USA und China haben sich nach Agenturberichten auf neue Sanktionen gegen Nordkorea verständigt. Die USA würden dem UN-Sicherheitsrat einen entsprechenden Resolutionsentwurf zuleiten, hieß es im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Das höchste UN-Gremium wolle noch an diesem Dienstag über weitere Strafmaßnahmen wegen des von Pjöngjang im Februar unternommenen Atomwaffentests beraten. Alle 15 Mitgliedsstaaten des höchsten UN-Gremiums hatten das Vorgehen Nordkoreas bereits kurz nach dem Test als schwere Verletzung bestehender UN-Resolutionen verurteilt. China gilt als Verbündeter des international isolierten kommunistischen Regimes in Pjöngjang. *** In China hat der scheidende Ministerpräsident Wen Jiabao zum Auftakt der Sitzung des Nationalen Volkskongresses eine Bilanz von - so wörtlich - strahlenden Erfolgen präsentiert. Wen stellte vor den 3000 Delegierten in Peking für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent in Aussicht und kündigte eine Erhöhung der Rüstungsausgaben um 10,7 Prozent an. Der Volkskongress fungiert in der kommunistischen Volksrepublik als Parlament. Im Rahmen ihrer zehntägigen Sitzung werden die Delegierten den Umbau und die Verjüngung der Regierung abnicken. Der 70-Jährige Wen soll durch den bisherigen Vize-Premier Li Keqiang abgelöst werden. Der im Herbst neu ernannte Partei- und Militärchef Xi Jinping (59) wird auch das Präsidentenamt von seinem zehn Jahre älteren Vorgänger Hu Jintao übernehmen. *** Bei der Präsidentenwahl in Kenia liegt der stellvertretende Ministerpräsident Uhuru Kenyatta vorne. Das teilte die Wahlkommission mit, nachdem die ersten zehn Prozent der Stimmen ausgezählt waren. Auf Platz zwei liegt demnach Ministerpräsident Raila Odinga. Mehr als 70 Prozent der Wahlberechtigten hätten sich an der Wahl beteiligt. Bis das offizielle Wahlergebnis feststeht, kann es bis zu einer Woche dauern. Erhält keiner der Bewerber die absolute Mehrheit, findet am 11. April eine Stichwahl statt. Die Wahl verlief verglichen mit der Parlamentswahl 2007 nahezu friedlich. Nach Polizeiangaben kamen neun Sicherheitskräfte und sechs Angreifer bei Bandenüberfällen ums Leben. Bei der Wahl 2007 waren mehr als 1200 Menschen bei Stammesrivalitäten getötet worden. *** Die syrischen Rebellen haben offenbar erstmals eine größere Stadt völlig unter ihre Kontrolle gebracht. Der oppositionelle syrische Nationalrat teilte mit, die Provinzhauptstadt Rakka im Osten des Landes sei erobert worden. Videoaufnahmen zeigten, wie Menschen eine Regierungsstatue im Stadtzentrum umstürzen. Unterdessen warnte die irakische Regierung, dass sich die Kämpfe in Syrien auf den Irak ausweiten könnten. Zuvor war ein Konvoi mit rund 50 syrischen Soldaten im Westen des Irak von Unbekannten angegriffen worden, mehr als 40 wurden dabei getötet. Ein irakischer Regierungssprecher sagte, alle Seiten versuchten, den Krieg in den Irak zu tragen. Der Irak werde das "mit allen Kräften" verhindern. *** Der Gesundheitszustand des an Krebs erkrankten venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez hat sich weiter verschlechtert. Informationsminister Ernesto Villegas teilte mit, die Erkrankung der Atemwege habe sich noch einmal verschlimmert. Der 58-jährige habe sich einer intensiven Chemotherapie unterzogen. Sein Gesundheitszustand sei weiterhin heikel. Chavez hatte sich im Dezember in Kuba einer vierten Krebsbehandlung innerhalb von eineinhalb Jahren unterzogen. Mitte Februar war der sozialistische Politiker überraschend nach Caracas zurückgekehrt. Nach offiziellen Angaben wird er in einem Militärkrankenhaus der venezolanischen Hauptstadt behandelt.…

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04.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-04 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In Kenia sind am Tag der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen mindestens zwölf Menschen getötet worden. Darunter seien sechs Polizisten und sechs Angreifer, teilte die Polizei mit. Bewaffnete hätten Ordnungskräfte in der Küstenstadt Mombasa angegriffen. Im Vorfeld des Urnengangs waren bereits Unruhen befürchtet worden. Landesweit sind deshalb 99.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Bei der Präsidentenwahl ist laut Umfragen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Regierungschef Raila Odinga und seinem Stellvertreter Uhuru Kenyatta zu rechnen. Letzterer ist vom Weltstrafgericht in Den Haag angeklagt, weil er nach den Wahlen 2007 zu Gewalt angestiftet haben soll. Bei den Ausschreitungen waren 1200 Menschen ums Leben gekommen. Das Wahlergebnis soll bis zum 11. März bekanntgegeben werden. Erreicht kein Politiker die absolute Mehrheit, wird es am 11. April eine Stichwahl geben. *** Bei einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee in der pakistanischen Millionenmetropole Karachi sind mindestens 45 Menschen getötet und etwa 150 verletzt worden. Die Detonation ereignete sich nach dem Abendgebet. Die Zahl der Toten könne noch beträchtlich steigen, weil es viele lebensgefährlich Verletzte gebe, teilten die Behörden mit. Unter den Trümmern zerstörter Häuser würden außerdem noch weitere Opfer vermutet. Die Explosion erschütterte ein Wohnviertel, in dem vorwiegend Angehörige der schiitischen Minderheit leben. Unter den Toten seien aber auch Sunniten, hieß es von Seiten der Polizei. Von den rund 180 Millionen Einwohnern Pakistans sind etwa ein Fünftel Schiiten. *** In der ägyptischen Hafenstadt Port Said hat sich erstmals das Militär in die fortwährenden Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei eingeschaltet. Bei den Ausschreitungen am Sonntag wurden nach Behördenangaben mehr als 250 Menschen verletzt. Das Innenministerium teilte mit, ein Polizist und ein Soldat seien getötet worden. Rund 5000 Demonstranten gingen in Port Said auf die Straßen und bewarfen Polizisten mit Steinen und Brandbomben. Die Polizei setzte Tränengas und Schrot ein. Das Militär schritt ein und bildete eine Reihe zwischen den beiden Seiten. Bereits am Samstag hatte es bei Protesten in der Stadt und anderen Teilen des Landes zahlreiche Verletzte gegeben. *** In Bulgarien haben auch nach dem Rücktritt der Regierung zehntausende Menschen gegen Armut und Korruption demonstriert. Allein in der Schwarzmeer-Stadt Varna gingen 50.000 Menschen auf die Straße, wie örtliche Medien berichteten. Ministerpräsident Boiko Borissow war nach gewaltsamen Protesten gegen gestiegene Strompreise vor wenigen Tagen zurückgetreten. In Kürze soll deshalb eine Übergangsregierung ernannt werden, die das Land bis zu Neuwahlen im Mai führt. In Umfragen zeichnet sich aber weder für Borissows rechtsgerichtete Partei GERB noch für die Sozialisten eine Mehrheit im neuen Parlament ab. Die Bürger sind zutiefst unzufrieden und fühlen sich von keiner der etablierten Parteien ausreichend vertreten. Die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit hat Borissow abgelehnt. *** Nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. beginnen an diesem Montag die offiziellen Vorbereitungen zur Wahl seines Nachfolgers. Im Vatikan kommen die Kardinäle zusammen, um das Konklave auf den Weg zu bringen. Dabei geht es unter anderem darum, wann mit der Wahl des neuen Papstes begonnen wird. Erwartet wird ein Termin um den 10. März herum. Ab dann geben 115 Kardinäle hinter verschlossenen Türen ihre Stimmzettel ab. Gewählt ist, wer zwei Drittel der Stimmen erhält. Gelingt das in der ersten Runde nicht, wird so lange weitergewählt, bis eine Mehrheit steht. Das kann Tage, Wochen oder sogar Monate dauern. Im Vatikan erhofft man sich eine Entscheidung binnen Tagen. Dann könnte der neue Papst vor Palmsonntag am 24. März im Amt sein und durch die dann folgenden Ostertage führen. Einen klaren Favoriten für die Wahl gibt es nicht. *** Die weltgrößte Computermesse CeBIT wird an diesem Montag in Hannover eröffnet: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk starten die Ausstellung am Abend gemeinsam. Knapp 4.100 Unternehmen aus 70 Ländern zeigen auf der CeBIT ihre Neuheiten. Das sind rund 100 Unternehmen weniger als im Vorjahr. Für das Publikum ist die Messe von Dienstag bis Samstag geöffnet. Die CeBIT steht in diesem Jahr im Zeichen des Teilens im Internet. Das Motto lautet "Shareconomy". Partnerland der Hightech-Schau ist in diesem Jahr Polen.…

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01.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-03-01 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nach dem Ende der Amtszeit von Papst Benedikt XVI. bestimmt nun die Suche nach einem Nachfolger das Geschehen im Vatikan. Die Kardinäle der katholischen Kirche sollen an diesem Freitag offiziell aufgefordert werden, sich in Rom zu versammeln. Wann genau das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes beginnt, ist aber noch offen. An der Versammlung werden nach Angaben des Vatikans voraussichtlich 115 Kardinäle teilnehmen. Das knapp achtjährige Pontifikat Benedikts war - wie von ihm selbst bestimmt - am Donnerstagabend um 20 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zu Ende gegangen. Der 85-Jährige ist der erste Papst der Neuzeit, der von seinem Amt zurücktrat. Zur Begründung hatte er vor gut zwei Wochen auf seine angeschlagene Gesundheit verwiesen. Nach einem Aufenthalt in der Residenz Castel Gandolfo südlich von Rom will Benedikt seinen Lebensabend zurückgezogen im Vatikan verbringen. *** Im Konflikt um den US-Haushalt will sich Präsident Barack Obama an diesem Freitag darum bemühen, in letzter Minute doch noch milliardenschwere Kürzungen der Staatsausgaben abzuwenden. Obama empfängt unter anderen den republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, John Boehner, im Weißen Haus. Sollten Republikaner und Obamas Demokraten keinen Kompromiss finden, muss der Präsident bis Mitternacht ein drakonisches Spargesetz vom Sommer 2011 umsetzen. Alleine im aktuellen Haushaltsjahr, das im September endet, müssten 85 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) quer durch die Ressorts eingespart werden. Die Einschnitte könnten die US-Konjunktur weiter schwächen und Hunderttausende Jobs kosten. *** In der Affäre um die Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten im Internet hat der wegen Geheimnisverrats angeklagte US-Soldat Bradley Manning die Weitergabe von Informationen an die Enthüllungsplattform Wikileaks zugegeben. Er habe damit eine "öffentliche Debatte" über die US-Außenpolitik und die Kriege im Irak und in Afghanistan lostreten wollen, sagte der 25-Jährige bei einer Anhörung vor dem Militärgericht in Fort Meade im Bundesstaat Maryland. Zugleich beteuerte Manning, er habe den USA nicht schaden wollen. Zuvor hatte er sich in zehn von 22 Anklagepunkten für schuldig bekannt. Die besonders schweren Vorwürfe der Spionage und der sogenannten "Unterstützung des Feindes", die ihm eine lebenslange Haftstrafe einbringen könnten, streitet Manning allerdings ab. *** Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas entsendet doppelt so viele Soldaten wie ursprünglich geplant in den Kampf gegen die Islamisten in Mali. Darauf verständigten sich die 15 Mitgliedsländer in der ivorischen Hauptstadt Yamoussoukro. Die afrikanisch geführte Militärmission Afisma soll von 3700 auf 8000 Soldaten aufgestockt werden, wie zum Abschluss des zweitägigen Ecowas-Gipfels bekannt wurde. Französische Soldaten sollen mindestens noch bis Juli in Mali bleiben, wie es aus Regierungskreisen in Paris heißt. Der Kampf gegen die Islamisten im Norden des Landes gestaltete sich zuletzt schwieriger als gedacht. - Der Deutsche Bundestag hatte am Donnerstag der Entsendung von bis zu 330 Bundeswehr-Soldaten nach Mali zugestimmt. Sie sollten dort einheimische Sicherheitskräfte ausbilden sowie logistische Unterstützung bei der Betankung französischer Kampfflugzeuge und beim Truppentransport leisten. *** Kinder in Deutschland sollen ihre Rechte schon bald bei den Vereinten Nationen einklagen können, wenn der nationale Rechtsweg ausgeschöpft ist. Mit der Unterzeichnung des dritten Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention erkenne Deutschland dieses neue Menschenrechtsabkommen verbindlich an, teilte das Bundesfamilienministerium mit. Mit der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am UN-Sitz in New York nehme Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Stärkung der Kinderrechte ein, erklärte Familienministerin Kristina Schröder. Deutschland ist nach ihren Angaben der dritte Staat weltweit und der erste in Europa, der das Abkommen verbindlich anerkannt hat. Es war vor allem für Kinder ausgearbeitet worden, die vor den Gerichten ihrer Heimatländer kein Gehör finden oder wenn dort kein funktionierendes Justizsystem existiert. Das Regelwerk tritt in Kraft, wenn es zehn Staaten ratifiziert haben.…

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28.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-28 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nach fast acht Jahren an der Spitze der katholischen Kirche endet an diesem Donnerstag das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. Der 85-jährige aus Deutschland stammende Pontifex ist der erste Papst der Neuzeit, der aus Altersgründen seinen Rücktritt erklärt hat. Benedikt will sich am Vormittag im Vatikan von den Kardinälen verabschieden. Später fliegt er mit einem Hubschrauber zum päpstlichen Sommersitz Castel Gandolfo bei Rom. Offiziell endet seine Amtszeit um 20 Uhr MEZ. Am Mittwoch hatte Benedikt auf dem Petersplatz in Rom die letzte Generalaudienz gehalten. Etwa 150.000 Menschen verfolgten vor Ort seinen Auftritt. Mit einer emotionalen Ansprache verabschiedete er sich von den Gläubigen und zog noch einmal Bilanz. *** Die Banken in der Europäischen Union müssen vom kommenden Jahr an Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter in Grenzen halten. Das Europäische Parlament, EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten einigten sich nach monatelangen zähen Verhandlungen in der Nacht zum Donnerstag in Brüssel auf eine Deckelung der Sonderzahlungen. Danach dürfen die Boni für Bank-Manager künftig in der Regel nicht höher ausfallen als das feste Grundgehalt. Bislang konnten die Boni ein Vielfaches des Gehalts betragen.Vor allem Großbritannien, wo der Finanzsektor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, hatte sich lange gegen den Eingriff in die Vergütungspolitik der Banken gewehrt. Die Regelung ist Teil des Gesetzespakets zur Umsetzung der internationalen Eigenkapitalregeln in EU-Recht. Es ist die wichtigste Reaktion der Politik auf die Bankenkrise. Mit den höheren Anforderungen an das Eigenkapital der Banken soll verhindert werden, dass Geldhäuser zu hohe Risiken eingehen und wieder in eine Finanzklemme geraten, aus der sie mit dem Geld der Steuerzahler gerettet werden müssten. *** Der Senat in Washington hat Jack Lew als neuen Finanzminister der USA bestätigt. Mit 71 zu 26 Stimmen sprachen sich die Senatoren für die Ernennung des 57-Jährigen aus, der auf Ressortchef Timothy Geithner folgt. Lew war bisher Stabschef von Barack Obama und damit ranghöchster Mitarbeiter des Präsidenten. Der neue Finanzminister muss sich auf harte Zeiten einstellen. Ein Schwerpunkt: der seit Monaten anhaltende Haushaltsstreit. Falls sich Obamas Demokraten und die oppositionellen Republikaner an diesem Donnerstag nicht auf einen Kompromiss einigen sollten, treten automatische Haushaltskürzungen in Kraft. Betroffen wären fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Allein bis Ende September müssten die US-Bundesbehörden dann rund 85 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) einsparen. *** SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist nach seinen abfälligen Äußerungen über den Anführer der italienischen Protestbewegung "Fünf Sterne", Beppo Grillo, und Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi auch in den eigenen Reihen in die Kritik geraten. Mit Blick auf den Ausgang der Parlamentswahl in Italien hatte Steinbrück erklärt, er sei entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen hätten. Die SPD-Politikerin Ulla Burchardt, die auch Vorsitzende der deutsch-italienischen Parlamentariergruppe ist, sagte dazu, es sei nicht diplomatisch, das politische Personal eines befreundeten Staates mit solchen Begriffen zu belegen. Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), forderte, den politischen Willen der italienischen Wähler zu respektieren. Aus Verärgerung über Steinbrücks Äußerungen hatte der derzeit in Deutschland weilende italienische Präsident Giorgio Napolitano ein Treffen mit dem SPD-Kanzlerkandidaten kurzfristig abgesagt. *** Wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf die kriselnde amerikanische Konzerntochter T-Mobile USA hat die Deutsche Telekom im vergangenen Jahr einen gigantischen Verlust eingefahren. Für 2012 stehe unter dem Strich ein Minus von 5,3 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen in Bonn mit. 2011 hatte die Telekom noch einen Überschuss von 557 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Riesen-Defizit ist Folge einer Abschreibung auf T-Mobile USA in Höhe von 7,4 Milliarden Euro, die die Telekom bereits im Oktober bekannt gegeben hatte. Der Vorstand des 230.000 Mitarbeiter starken Konzerns will trotzdem wie geplant eine Dividende von 70 Cent je Aktie zahlen. Für das laufende Jahr soll die Ausschüttung auf 50 Cent je Aktie begrenzt werden. *** In Thailand hat die Regierung mit den Muslim-Rebellen im Süden des Landes die Aufnahme von Friedensgesprächen vereinbart. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten der Chef des thailändischen Nationalen Sicherheitsrates, Paradorn Pattannathabutr, und ein Vertreter der Rebellengruppe "Nationale Revolutionäre Front" in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. Der Süden Thailands wird seit Jahren von Unruhen erschüttert. Islamische Separatisten, die auch von Malaysia aus operieren, kämpfen dort für die Unabhängigkeit der drei Provinzen Pattani, Yala und Narathiwat. Rund 80 Prozent der zwei Millionen Einwohner dieser Provinzen sind Muslime. Die Mehrheit der Thailänder insgesamt hängt dem Buddhismus an. In den vergangenen acht Jahren sind mehr als 5300 Menschen bei Anschlägen und Überfällen getötet worden.…

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27.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-27 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland haben in der kasachischen Hauptstadt Almaty ihre zweitägigen Verhandlungen mit dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm beendet. Man habe sich auf eine weitere Gesprächsrunde auf Expertenebene in Istanbul verständigt, berichtete das iranische Staatsfernsehen. Weitere Details zu dem Treffen in Almaty wurden bislang nicht bekannt. Die russische Nachrichtenagentur Interfax hatte kurz vor Ende der Gespräche gemeldet, es seien keine greifbaren Fortschritte erzielt worden. Die sogenannte 5 plus1-Gruppe, zu der neben Deutschland die UN-Vetomächte USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China gehören, hat dem Iran Diplomaten zufolge eine Lockerung von Sanktionen angeboten, wenn die Regierung in Teheran im Gegenzug ihre Atomaktivitäten einschränkt. Der Iran steht in Verdacht, insgeheim an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. *** Der Vorsitzende der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat den scheidenden Papst Benedikt XVI. als Brückenbauer gewürdigt, der die Kirche durch seine Theologie entscheidend geprägt habe. Benedikts Entschluss, sein Amt aufzugeben, verdiene Respekt und hohe Anerkennung, sagte Zollitsch in Rom. Dort hält der Papst an diesem Mittwoch seine letzte Generalaudienz ab. Zehntausende Menschen werden auf dem Petersplatz im Vatikan erwartet. Am Donnerstag wird der Papst dann sein Amt aufgeben. Im März soll sein Nachfolger gewählt werden. *** Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano ist bemüht, die internationalen Befürchtungen über eine politische Lähmung seines Landes nach dem Patt bei den Parlamentswahlen zu zerstreuen. Die Wähler hätten eine souveräne Entscheidung getroffen, sagte Napolitano zu Beginn eines mehrtätigen Deutschlandbesuchs in München. Deshalb sei er überzeugt, dass die Regierungsbildung im Interesse des Gemeinwohls gelingen werde. Napolitano richtete zugleich Appelle an Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi wie auch an den Komiker Beppe Grillo, dessen Protestbewegung ein Viertel der Stimmen gewonnen hatte. Beide müssten daran mitwirken, dass Rom eine Regierung bekomme. Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis ist nach der Wahl zweitstärkste Kraft. Italiens Mitte-Links-Lager von Pier Luigi Bersani war zwar als stärkste Formation aus der Abstimmung hervorgegangen und errang die meisten Stimmen im Abgeordnetenhaus. In der zweiten Parlamentskammer, dem Senat, fehlt ihm aber eine Mehrheit. *** Nach wochenlangem Streit hat der US-Senat Chuck Hagel als neuen Verteidigungsminister bestätigt. Für den Wunschkandidaten von Präsident Barack Obama stimmten 58 Senatoren, 41 votierten gegen ihn. Zuvor hatte der Senat für ein Ende der Filibuster genannten Blockadetaktik gestimmt, mit der die Republikaner die Bestätigung Hagels verzögert hatten. Obama hatte den 66-Jährigen Anfang Januar als Nachfolger von Leon Panetta präsentiert, der in den Ruhestand geht. Hagel gehört den Republikanern an, ist in seiner Partei aber nicht wohl gelitten. Führende konservative Politiker halten ihn für zu nachgiebig im Atomstreit mit dem Iran und werfen ihm zudem vor, nicht eng genug an der Seite Israels zu stehen. Auch Hagels kritische Haltung zum Irak-Krieg unter Ex-Präsident George W. Bush hat ihm im republikanischen Lager heftige Kritik eingebracht. *** In Kidal im Nordosten von Mali sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens acht Menschen getötet worden. Wie aus Militärkreisen verlautete, sprengte sich ein Attentäter in einem Auto an einem Kontrollpunkt im Osten der Stadt in die Luft. Der Kontrollpunkt wird demnach von der von Tuareg dominierten Befreiungsbewegung MNLA gehalten. Beobachter vermuten militante Islamisten hinter der Tat. Die Vereinten Nationen beklagten unterdessen eine mangelnde finanzielle Unterstützung seitens der internationalen Gemeinschaft für das westafrikanische Krisenland. Nach einem Aufruf zu Hilfen in Höhe von 373 Millionen Dollar seien erst 17 Millionen Dollar eingetroffen, beklagte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe. Demnach wurden bereits 170.000 Malier wegen der Kämpfe zwischen islamistischen Rebellen und regulären Truppen zur Flucht in die Nachbarländer gezwungen. Weitere 260.000 Zivilisten seien innerhalb Malis auf der Flucht.…

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26.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-26 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In Italien hat das Mitte-Links-Bündnis die Wahlen zum Abgeordnetenhaus denkbar knapp gewonnen. Wie das Innenministerium in Rom nach Auszählung aller Stimmen mitteilte, erlangte das Bündnis mit seinem Spitzenkandidaten Pier Luigi Bersani von der Demokratischen Partei 29,54 Prozent der Stimmen. Die Mitte-Rechts-Allianz von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi kommt auf 29,18 Prozent. Gemäß dem italienischen Wahlrecht wird der führenden Liste automatisch aber die absolute Mehrheit zugesprochen. Trotz des knappen Vorsprungs erhält das Linksbündnis daher 340 der 630 Sitze im Unterhaus. Eigentlicher Gewinner der Wahl ist jedoch der Komiker Beppe Grillo, der mit seiner Protestbewegung Fünf Sterne aus dem Stand über 25 Prozent holte. In der zweiten Parlamentskammer, dem Senat, konnte keines der Lager die für die Mehrheit nötigen 158 Sitze erringen, womit das Land faktisch nicht regierungsfähig ist. *** Bei der Explosion eines Heißluftballons über der ägyptischen Tempelstadt Luxor sind 19 Menschen ums Leben gekommen. Zu den Todesopfern zählten Touristen aus Großbritannien, Frankreich und Japan, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden. Der Ballon mit insgesamt 21 Menschen an Bord sei über dem Stadtteil Kurna in einer Höhe von etwa 300 Metern unterwegs gewesen, als er Feuer gefangen habe und explodiert sei. Zwei Überlebende des Unglücks, unter ihnen der Ballonführer, seien ins Krankenhaus gebracht worden. *** Nach neun Monaten Pause sind die internationalen Gespräche über das umstrittene Atomprogramm des Iran wiederaufgenommen worden. Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigte sich optimistisch über die Konferenz in der kasachischen Hauptstadt Almaty. Er sehe Chancen für "eine politische und diplomatische Lösung", sagte Westerwelle dem Bonner "General-Anzeiger". Eine nukleare Bewaffnung der Islamischen Republik wäre nicht nur eine Gefahr für die Region und ganz besonders Israel, sondern auch für die gesamte Welt. Der Iran wird verdächtigt, heimlich eine Atombombe zu entwickeln. Das Regime in Teheran weist die Vorwürfe zurück und pocht auf sein Recht zur friedlichen Nutzung von Atomenergie. An den zweitägigen Gesprächen in Kasachstan sind Vertreter der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands beteiligt. *** Der neue US-Außenminister John Kerry ist zu seinem ersten Besuch in Deutschland eingetroffen. An diesem Dienstag stehen Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle auf dem Programm. Dabei soll es unter anderem um Pläne für ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union gehen. Ferner ist eine Begegnung Kerrys mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow geplant, der dazu nach Berlin kommt. Hier dürfte der Syrien-Konflikt das zentrale Thema sein. *** Die wichtigste syrische Oppositionsbewegung hat ihre Boykottankündigung für eine internationale Konferenz in Rom zurückgenommen. Nach den von den USA und Großbritannien angekündigten Hilfen für die Bevölkerung des Nahost-Landes werde die Nationale Koalition nun doch am Donnerstag am Treffen der Freunde Syriens teilnehmen, teilte ihr Chef, Ahmed Moas al-Chatib, mit. Diese Gruppe vereint westliche sowie arabische Länder und internationale Organisationen, die die Opposition unterstützen. Die Ankündigung von Hilfen erfolgte bei einem Treffen des neuen US-Außenministers John Kerry mit seinem britischen Kollegen William Hague in London. *** Knapp drei Wochen nach der Ermordung des tunesischen Oppositionspolitikers Chokri Belaid hat die Polizei den mutmaßlichen Täter und einen Komplizen verhaftet. Die beiden Mitglieder der islamistischen Salafisten-Bewegung seien in Gewahrsam genommen worden, teilten Vertreter der Polizei mit. Vom tunesischen Innenministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der 48 Jahre alte Belaid war am 6. Februar erschossen worden. Der Jurist galt als einer der schärfsten Kritiker der in Tunis regierenden Islamisten. Seine Beisetzung wurde zu einer der größten Protestaktionen seit der Revolution vor gut zwei Jahren. Die Opposition macht die islamistische Regierungspartei Ennahda für die Tat verantwortlich.…

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25.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-25 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Der Politikthriller "Argo" von Regisseur Ben Affleck ist mit dem Oscar für den besten Film des Jahres ausgezeichnet worden. Das Werk setzte sich bei den 85. Academy Awards in der Königskategorie durch. Daniel Day-Lewis erhielt den Preis als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in dem historischen Drama "Lincoln" und holte damit als erster Schauspieler dreimal den Oscar in dieser Kategorie. Der deutsch-österreichische Schauspieler Christoph Waltz gewann für seine Leistung in dem Neowestern "Django Unchained" den Oscar für den besten Nebendarsteller. Bei den weiblichen Schauspieler-Oscars gab es zwei Erstgewinnerinnen: Jennifer Lawrence wurde für ihre Rolle in "Silver Linings Playbook" als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet; Anne Hathaway holte den Nebendarsteller-Oscar für das Musical "Les Misérables". Der Regie-Oscar ging an Ang Lee für das Werk "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger". Den Auslands-Oscar holte der Österreicher Michael Haneke mit seinem Film "Liebe". Der Oscar gilt als der wichtigste Preis der Filmbranche. *** Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am ersten Tag ihres Besuchs in der Türkei Syrien davor gewarnt, den Bürgerkrieg in benachbarte Länder zu tragen. Das werde man nicht zulassen, sofern es sich um NATO-Gebiet handele, sagte Merkel bei einem Besuch deutscher Soldaten im südtürkischen Kahramanmaras. Dort sind seit Januar rund 300 Soldaten der Bundeswehr mit Patriot-Abwehrraketen stationiert. Die Kanzlerin betonte, die Soldaten leisteten einen Beitrag zum Schutz des NATO-Landes und sorgten auch dafür, dass sich Deutschland und die Türkei ein Stück weit näher kämen. An diesem Montag kommt Merkel in Ankara mit Präsident Abdullah Gül und Regierungschef Recep Tayyip Erdogan zusammen. Bei den Gesprächen soll es unter anderem um die Entwicklung in Syrien gehen. Zentrales Thema dürften aber die stockenden Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei sein. *** In Italien hat der zweite und letzte Tag der vorgezogenen Parlamentswahlen begonnen. Mehr als 50 Millionen Italiener sind zur Wahl aufgerufen. Die ersten Hochrechnungen werden nach der Schließung der Wahllokale um 15 Uhr erwartet. Der erste Wahltag war schleppend verlaufen. Bei Schnee und Regen in weiten Teilen des Landes beteiligten sich bislang rund 55 Prozent der Berechtigten an der als Schicksalswahl für Italien angesehenen Abstimmung. Entscheidend wird sein, ob das hoch verschuldete und in einer Rezession steckende Land eine stabile Regierung bekommt. Es wird ein knapper Wahlausgang erwartet. Als Favorit gilt der Kandidat des Mitte-Links-Bündnisses Pier Luigi Bersani. Aber auch Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi, der mit Steuergeschenken wirbt und der Anführer der populistischen Bewegung "5 Sterne", der Komiker Beppe Grillo, rechnen sich Chancen aus. Die Zentrumsbewegung des noch amtierenden Regierungschefs Mario Monti dürfte nach Umfragen viertstärkste politische Kraft werden und könnte möglicherweise mit Bersanis Mitte-Links-Bündnis eine Koalition bilden. *** Der konservative Politiker Nikos Anastasiades hat die Präsidentenwahl im Euro-Mitgliedsland Zypern wie erwartet klar gewonnen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erhielt der 66-Jährige in der Stichwahl 57,5 Prozent der Stimmen. Sein Gegenkandidat, der linke Politiker Stavros Malas, kam auf 42,5 Prozent. Nach seinem Wahlsieg kündigte Anastasiades an, er wolle nun schnellstmöglich mit den EU-Partnern ein Rettungspaket für das hochverschuldete Zypern aushandeln. In einer klaren Abkehr vom Kurs der scheidenden Regierung kündigte er zudem an, sich umgehend um Mitgliedschaft bei der an die NATO angelehnte Verbindung "Partnerschaft für den Frieden" zu bewerben. - Zypern hatte im Juni eine Anfrage auf Hilfe aus dem Eurorettungsfonds gestellt und benötigt nach eigenen Angaben rund 17 Milliarden Euro. *** Die EU-Agrarminister beraten in Brüssel über Folgen aus dem europäischen Skandal um Pferdefleisch in Fertiggerichten. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner will dabei den EU-Kollegen ihren Aktionsplan vorstellen, der etwa europaweite Herkunftsbezeichnungen für Fleischprodukte sowie ein Frühwarnsystem vorsieht. In Deutschland und zahlreichen anderen europäischen Ländern waren zuletzt nicht deklarierte Spuren von Pferdefleisch in Fertiggerichten wie Ravioli, Tiefkühllasagne oder Dosengulasch entdeckt worden. Außerdem diskutieren die Minister bei dem Treffen über die Reform der europäischen Agrarpolitik. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob Informationen über Landwirte, die Agrarhilfen empfangen, veröffentlicht werden müssen. Auch die Frage, wie weit sich das Niveau solcher Beihilfen unterscheiden darf, steht auf der Agenda. *** Der kubanische Volkskongress hat in Havanna Präsident Raúl Castro erwartungsgemäß für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt. Der 81-jährige Bruder von Revolutionsführer Fidel Castro kündigte an, danach werde er sein Amt aufgeben. Ein potenzieller Nachfolger steht schon bereit, der 52-jährige Ex-Bildungsminister Miguel Diaz-Canel. Er wurde von den 612 Abgeordneten zu Castros erstem Stellvertreter bestimmt. Der jüngere der Castro-Brüder hat in den vergangenen Jahren in dem kommunistischen Inselstaat in der Karibik einen pragmatischeren Kurs eingeschlagen. Zuletzt lockerte er die Beschränkungen für Auslandsreisen. In der Realität bringt die neue Reisefreiheit den Kubanern jedoch nur wenig, da für die meisten eine Reise ins Ausland finanziell unerschwinglich bleibt. Bislang nichts geändert hat Raúl Castro, der seinen erkrankten älteren Bruder 2006 an der Staatsspitze ablöste, am Ein-Parteien-System in Kuba. *** ZUM SPORT: In der Fußball-Bundesliga ist der Vorsprung des FC Bayern München auf Borussia Dortmund weiter gewachsen. Der Tabellenzweite Dortmund kam in Mönchengladbach nicht über ein 1:1 hinaus. Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich Bayer Leverkusen und Greuther Fürth 0:0.…

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22.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-22 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, hat den bislang schwersten Selbstmordanschlag in Damaskus seit Beginn des bewaffneten Konflikts in Syrien verurteilt. Ban appelliere an alle Seiten, der Gewalt ein Ende zu setzen und die internationalen Menschenrechte zu achten, heißt es in einer Erklärung der UN. Die Krise in Syrien könne nur politisch beigelegt werden. Bei dem Anschlag in der syrischen Hauptstadt waren am Donnerstag etwa 70 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Zivilisten. Polizeiangaben zufolge explodierte die in einem Auto plazierte Bombe in der Nähe der Zentrale der regierenden Baath-Partei. Dem Weltsicherheitsrat gelang es nicht, sich auf einen Text zur Verurteilung des Anschlags zu einigen. *** Nach den Bombenanschlägen in der südindischen Stadt Hyderabad ist die Zahl der Toten auf 14 gestiegen. Drei Menschen seien ihren Verletzungen erlegen, sagte Innenminister Sushil Kumar Shinde. Die Sprengsätze waren nach Polizeiangaben an Fahrrädern befestigt gewesen und wurden in einer belebten Wohn- und Einkaufsgegend von Hyderabad gezündet. Wer den Doppelanschlag verübt hat, ist noch unklar. Hyderabad ist eines von Indiens Zentren der Computer- und Softwareindustrie. Die Stadt hat eine starke muslimische Bevölkerung, in dem betroffenen Bezirk leben aber vor allem Hindus. In der Vergangenheit gab es immer wieder Konflikte zwischen den Religionsgruppen. Die Behörden lasten Attentate in der Regel muslimischen Extremisten an. *** Mit einer Rede zur europäischen Einigung eröffnet Bundespräsident Joachim Gauck an diesem Freitag eine neue Veranstaltungsreihe. Die Ansprache im Schloss Bellevue bildet den Auftakt für eine Serie von Diskussionsforen, Symposien und Redeauftritten, die künftig unter dem Titel "Bellevue Forum" stattfinden sollen. Sie lösen die Tradition der "Berliner Rede" ab, die 1997 vom damaligen Bundespräsidenten Herzog begründet worden war. Gaucks Rede steht unter der Überschrift "Perspektiven der europäischen Idee". *** Die deutschen Rüstungsexporte in die Golfregion sind nach einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr stark gestiegen. Der Wert der 2012 genehmigten Ausfuhren dorthin sei mehr als doppelt so hoch wie im Jahr zuvor gewesen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf das Bundeswirtschaftsministerium. Der mit Abstand größte Anteil entfiel auf Saudi-Arabien. Die Rüstungsexporte stehen wegen der Menschenrechtslage dort seit längerem in der Kritik. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit Ländern wie Saudi-Arabien aber auch künftig Rüstungsgeschäfte machen. Aus Sicht der Bundesregierung sei das Königreich ein "Stabilitätsfaktor", hatte es zuletzt geheißen. Der Bundestag diskutiert an diesem Freitag über das Thema. *** Der Iran treibt sein umstrittenes Atomprogramm voran und riskiert damit eine Eskalation in dem seit Jahren schwelenden Konflikt. Nach Angaben der UN-Atomaufsicht hat die Islamische Republik ihre Fähigkeit zur Anreicherung von Uran massiv ausgeweitet. So hätten Wissenschaftler in der Anlage von Natans 180 moderne Zentrifugen vom Typ IR-2m sowie leere Zentrifugenbehälter installiert, heißt es in einem bekanntgewordenen vertraulichen Bericht der Atombehörde. Die USA und die EU zeigten sich besorgt. *** Im Norden Malis sind islamistische Kämpfer wieder in die Stadt Gao vorgestoßen und haben sich schwere Gefechte mit französischen Soldaten und Regierungstruppen geliefert. Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian berichtete in Brüssel, die "Dschihadisten" hätten das Rathaus der Stadt und die Residenz des Gouverneurs besetzt, seien dann aber wieder vertrieben worden.…

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21.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-21 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 8s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In Bulgarien sind die Demonstrationen auch nach dem Scheitern der bürgerlichen Regierung weitergegangen. Nach tagelangen Kundgebungen und Ausschreitungen hatte Ministerpräsident Boiko Borissow mit seinem gesamten Kabinett den Rücktritt eingereicht. Trotzdem gingen am Abend in Sofia wieder Tausende auf die Straße, um hohe Strompreise und ausländische Monopole anzuprangern. Vor dem Parlament verhinderte ein starkes Polizeiaufgebot Zusammenstöße zwischen Gegnern und Anhängern Borissows. Proteste gab es auch in den Schwarzmeerstädten Warna und Burgas, in Blagoewgrad und in Wraza. Für Sonntag wurde eine Großdemonstration "gegen die gesamte politische Klasse" angekündigt. *** Vor der Parlamentswahl in Italien am Sonntag hat der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, eindringlich vor einer Wiederwahl des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gewarnt. Berlusconi habe Italien "schon einmal durch unverantwortliches Regierungshandeln und persönliche Eskapaden ins Trudeln gebracht", sagte der SPD-Politiker der "Bild". Bei den Wahlen gehe es für die Italiener auch darum, nicht das Vertrauen zu verspielen, das man durch Premier Mario Monti erst gewonnen habe. 2003 war es zwischen Schulz und Berlusconi im Europaparlament zum Eklat gekommen, als der Italiener über den Deutschen sagte, dieser könne einen KZ-Aufseher in einem Film spielen. *** Die deutsche Bundesregierung stellt die Bundeswehr auf einen langen Einsatz im westafrikanischen Krisenland Mali ein. Man stehe in Mali "am Anfang eines langen Weges" und brauche "wohl Geduld und Ausdauer", sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) im Parlament zum Auftakt der Beratungen über die Entsendung von bis zu 330 deutschen Soldaten. Der Aufbau von Sicherheitsstrukturen dauere erfahrungsgemäß länger als es die anfängliche Planung vorsehe. Im Bundestag zeichnete sich eine breite Zustimmung für den Einsatz ab. Von den fünf Fraktion ist nur die Linkspartei dagegen. Die Bundeswehr soll malische Pioniere ausbilden, ein Feldlazarett betreiben und den internationalen Kampfeinsatz gegen islamistische Rebellen künftig nicht nur mit Transport-, sondern auch mit Tankflugzeugen unterstützen. *** Der neue US-Außenminister John Kerry hat den globalen Führungsanspruch Washingtons betont. Amerika dürfe nicht der Versuchung erliegen, sich zurückzuziehen. Außenpolitik beeinflusse heute auch die Weltwirtschaft und damit das Wohlergehen der Amerikaner zu Hause, sagte Kerry in einer seiner ersten größeren Reden seit der Amtsübernahme an der University of Virginia in Charlottesville. Er warnte daher vor einer Kürzung der Budgets für Diplomatie und Entwicklungshilfe. Der neue Chefdiplomat der USA wird auf seiner ersten Auslandsreise als Minister nächste Woche auch Berlin besuchen. *** Eine Delegation von sieben Mitgliedern des US-Kongresses hat sich bei einem Besuch in Kuba für bessere Beziehungen zwischen beiden Staaten ausgesprochen. Nach einer Unterredung mit dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro in Havanna sagte Senator Patrick Leahy als Leiter der Delegation, beide Seiten hätten über die bestehenden Hindernisse und die Notwendigkeit einer Verbesserung des Verhältnisses gesprochen. *** Der leitende Polizeiermittler im Mordfall des Paralympics-Stars Oscar Pistorius steht selbst unter dem Verdacht des versuchten Mordes. Nach Angaben der Polizei in Pretoria wird gegen Hilton Botha wegen siebenfachen versuchten Mordes ermittelt. Zwar sei der Fall aus dem Jahr 2011 zwischenzeitlich fallengelassen worden, er werde nun aber wieder aufgenommen. Es handele sich um einen Vorfall aus dem Jahr 2009, als der Polizeioffizier versucht habe, ein Taxi durch Schüsse zu stoppen. Der Profisportler Pistorius wird verdächtigt, seine Freundin, das Fotomodel Reeva Steenkamp, vor einer Woche wissentlich erschossen zu haben. Seine Verteidigung erklärt, dies sei versehentlich geschehen. *** Die schottische Soul-Sängerin Emeli Sandé und der englische Sänger Ben Howard sind mit je zwei Trophäen die großen Gewinner bei der Verleihung der Brit Awards 2013. Die Brit Awards sind nach den Grammys die wohl renommiertesten Musikpreise weltweit. Sandé gewann in London nach dem Preis für die beste weibliche Solokünstlerin aus Großbritannien auch den Hauptpreis des Abends: Ihr Debüt "Our Version of Events" wurde als bestes Album bewertet. Howard erhielt die Auszeichnung als aufsehenerregendster Senkrechtstarter sowie als bester männlicher Solokünstler.…

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20.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-20 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 9s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali hat in einer vom Fernsehen übertragenen Erklärung seinen Rücktritt bekannt gegeben. Der als gemäßigt islamistisch geltende Regierungschef hatte zuvor vergeblich versucht, eine Regierung aus parteilosen Experten zu bilden. Vor allem seine eigene Partei, die islamistische Ennahda-Partei, war dagegen gewesen. Tunesien, das Ausgangsland des Arabischen Frühlings, steckt seit der Ermordung des Oppositionspolitikers Chokri Belaid am 6. Februar in einer schweren politischen Krise. Sein Tod hatte zu Massenprotesten gegen die Regierung geführt. Nun gilt es als wahrscheinlich, dass ein gemischtes Kabinett aus Politikern und Experten gebildet wird, das Neuwahlen vorbereitet. *** Ex-Außenministerin Zipi Livni soll in der neuen israelischen Regierung als Justizministerin die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern führen. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, er und Livni teilten die Vision eines palästinensischen Staates an der Seite Israels. Livnis Partei Hatnua hatte im Wahlkampf die Wiederaufnahme der Friedensgespräche als einzige zu einem zentralen Thema gemacht. Livni soll allerdings nur die Verhandlungen führen, das letzte Wort behält sich Netanjahu vor. Ein Berater von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte in einer ersten Stellungnahme, Gespräche könne es nur geben, wenn Netanjahu den Bau neuer Siedlungen in den besetzten Gebieten stoppe. Die Palästinenser beanspruchen das Westjordanland und Ostjerusalem als Teil ihres künftigen Staates. *** Eine französische Familie ist in Kamerun möglicherweise von Islamisten entführt und ins benachbarte Nigeria verschleppt worden. Nach Behördenangaben wurden die drei Erwachsenen und vier Kinder nördlich der nordkamerunischen Ortschaft Dabanga verschleppt. Danach hätten die Geiselnehmer mit ihren Geiseln die Grenze nach Nigeria überquert, teilte das kamerunische Außenministerium mit. Der französische Gaskonzern GDF Suez erklärte, ein Mitarbeiter sei mitsamt Familie entführt worden. Frankreichs Staatschef François Hollande machte die islamistische Gruppe Boko Haram aus Nigeria für die Tat verantwortlich. Boko Haram kämpft mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen Staats im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias und verübt immer wieder blutige Anschläge auf christliche Kirchen in dem westafrikanischen Land. Hollande sagte, Islamisten gebe es eben nicht nur in Mali, wo Frankreich am Militäreinsatz gegen die dortigen muslimischen Extremisten beteiligt ist. Er riet französischen Staatsbürgern in der Region, in Deckung zu bleiben. *** Der designierte NATO-Oberbefehlshaber für Europa, US-General John Allen, hat seine Kandidatur zurückgezogen. US-Präsident Barack Obama teilte mit, Allen habe um seine Versetzung in den Ruhestand gebeten. Dem habe er stattgegeben. Der Vier-Sterne-General war in die Affäre um den früheren CIA-Chef David Petraeus verwickelt. Dieser musste als Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA zurücktreten, nachdem seine außereheliche Beziehung zu seiner Biografin bekanntgeworden war. Im Zuge der Affäre wurde auch gegen Allen ermittelt. Eine Untersuchungskommission des Pentagon sprach ihn zwar Ende Januar von jeglichem Fehlverhalten frei. Beim Bestätigungsverfahren im US-Senat hätte die Petraeus-Affäre allerdings wieder Thema werden können. Allen dementierte jedoch jeden Zusammenhang: Grund für seinen Rückzug seien die gesundheitlichen Probleme seiner Frau. Die NATO erklärte, sie respektiere Allens Entscheidung. *** In letzter Minute hat ein Bundesberufungsgericht die Hinrichtung eines geistig behinderten Mannes im US-Bundesstaat Georgia gestoppt. Warren Lee Hill war zum Tode verurteilt worden, weil er 1990 einen Mithäftling erschlagen hatte. Der 52-Jährige sollte im Staatsgefängnis Jackson mit einer Giftspritze hingerichtet werden. Er sitzt seit mittlerweile 21 Jahren im Todestrakt, seine Hinrichtung war aber mehrfach verschoben worden. Die Hinrichtung geistig Behinderter ist in den USA seit 2002 verboten. Der Staat Georgia argumentiert jedoch, im Fall von Hill sei die Behinderung nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Hills Anwälte halten dagegen, dass alle Experten, die Hill zunächst für geistig gesund erklärt haben, ihre Meinung mittlerweile geändert hätten. *** Der irische Premierminister Enda Kenny hat sich offiziell für die Entrechtung Tausender Frauen in den sogenannten "Wäschereien" entschuldigt. Das irische Volk bedauere zutiefst, was diesen angetan wurde, sagte er im Parlament in Dublin. In den von katholischen Orden betriebenen "Magdalenenwäschereien" waren zwischen 1923 bis 1996 mindestens 10.000 irische Frauen festgehalten worden. Betroffen waren Prostituierte oder so genannte "gefallene Frauen", also unehelich schwanger gewordene oder Alleinerziehende, die im katholischen Irland gesellschaftlich geächtet waren. In den Heimen mussten sie Zwangsarbeit verrichten. Einem unabhängigen Untersuchungsbericht zufolge waren Behörden oder Polizei in vielen Fällen an ihrer Verschleppung beteiligt. Opferverbände kritisierten Kennys Entschuldigung als unzureichend. Sie fordern finanzielle Entschädigung in Millionenhöhe.…

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19.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-19 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Deutschland will sich mit bis zu 330 Soldaten an der Krisenbewältigung in Mali beteiligen. Einen entsprechenden Beschluss soll an diesem Dienstag das Bundeskabinett in Berlin treffen. Für die EU-Ausbildungsmission sollen bis zu 180 Soldaten bereitgestellt werden, für Transportkapazitäten und die Betankung von Kampfjets bis zu 150 weitere Soldaten. Am Montag hatten sich die EU-Außenminister darauf verständigt, insgesamt 450 Militärausbilder und andere Soldaten nach Mali zu schicken. Sie sollen die Armee des westafrikanischen Staates beraten und für einen möglichen Einsatz gegen islamistische Extremisten ausbilden. Deutschland wird sich daran voraussichtlich zunächst mit 40 Spezialisten für die Pionier-Ausbildung sowie 40 Ärzten und Sanitätern beteiligen. Mit einem zweiten Mandat soll die Unterstützung des laufenden Kampfeinsatzes gegen die Rebellen im Norden Malis abgedeckt werden. Bereits seit Mitte Januar bringen deutsche Transportmaschinen afrikanische und französische Soldaten in das Land. *** Vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag muss an diesem Dienstag erstmals ein ehemaliges Staatsoberhaupt erscheinen. Der frühere Präsident der Republik Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, steht im Verdacht, Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. Die Richter wollen entscheiden, ob genug Beweise vorliegen, um dem 67-Jährigen den Prozess zu machen. Gbagbo soll indirekt schuldig sein für Mord, Vergewaltigung und Verfolgung im Zuge gewaltsamer Auseinandersetzungen nach der umstrittenen Präsidentenwahl im November 2010. Bei dem blutigen Machtkampf mit seinem Rivalen, dem heutigen Staatschef Alassane Ouattara, waren etwa 3000 Menschen getötet worden. *** Die OSZE-Wahlbeobachter haben Armenien bei der Organisation der Präsidentenwahl Fortschritte attestiert, zugleich aber einen Mangel an Wettbewerb kritisiert. Es habe "Verbesserungen" bei der Wahl am Montag gegeben, erklärte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Die Abstimmung sei friedlich verlaufen und gut organisiert gewesen. Allerdings habe die begrenzte Zahl an Kandidaten zu einem Mangel an Wettbewerb geführt. Mehr als 600 Beobachter der OSZE hatten die Abstimmung überwacht. Amtsinhaber Sersch Sarkissjan wurde für fünf Jahre wiedergewählt. Der 59-Jährige gewann die Wahl klar mit 58,7 Prozent, wie die Zentrale Wahlkommission mitteilte. Der zweitplatzierte Kandidat Raffi Howannissjan erhielt 36,8 Prozent. Er warf Sarkissjan Wahlmanipulationen vor. Die übrigen fünf Kandidaten errangen offiziell nur einstellige Stimmenanteile. Die Beteiligung lag bei 60 Prozent. *** In Tunesien ist die Bildung einer Regierung aus unabhängigen Experten gescheitert. Die Parteien des Landes hätten sich nicht einigen können, teilte Ministerpräsident Hamadi Jebali mit. Er hatte ein solches Expertenkabinett vorgeschlagen, das dann Neuwahlen vorbereiten sollte. Gegen eine Regierung aus Technokraten hatte sich vor allem Jebalis eigene Partei, die konservativ-islamistische Ennahda, ausgesprochen. Ihrer Ansicht nach kann nur eine Regierung den demokratischen Übergang bewältigen, in der auch Politiker sitzen. - Seit der Ermordung des Oppositionspolitikers Chokri Belaid Anfang Februar steckt Tunesien in einer tiefen politischen Krise. Landesweit gab es seitdem heftige Proteste gegen die Ennahda, die von Belaids Umfeld für dessen Tod verantwortlich gemacht wird. *** Bolivien hat die spanische Flughafenbetreiber-Gesellschaft Sabsa enteignet. Das Unternehmen gehört den spanischen Fluggesellschaften Abertis und Aena und betreibt seit 1997 die drei wichtigsten bolivianischen Flughäfen in La Paz, Santa Cruz de la Sierra und Cochabamba. Der sozialistische Staatschef Evo Morales erklärte zur Begründung, das Unternehmen habe trotz hoher Gewinnmargen seine Investitionspflichten über zwei Jahrzehnte nicht erfüllt. Eine Entschädigung solle innerhalb der nächsten 120 Tage ausgezahlt werden. Seit dem Amtsantritt von Morales im Jahr 2006 wurden in Bolivien rund 15 Unternehmen in den Bereichen Energie, Bergbau und Zementherstellung verstaatlicht.…

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18.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-18 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** In der südlichen Kaukasusrepublik Armenien wird ein neuer Präsident gewählt. Sieben Kandidaten bewerben sich für das Amt. Die Vertreter der drei wichtigsten Oppositionsparteien boykottieren die Abstimmung. Als Favorit gilt nach Umfragen der 58 Jahre alte Amtsinhaber Sersch Sargsjan. Insgesamt sind 2,5 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beobachtet die Wahl. Die ehemalige sowjetische Kaukasusrepublik kommt auch mehr als 20 Jahre nach ihrer Unabhängigkeit 1991 wirtschaftlich nicht auf die Beine. Das Land ist in der Region weitgehend isoliert mit geschlossenen Grenzen zu seinem autoritären Nachbarn Aserbaidschan, aber auch zur Türkei. Offene Grenzen hat das Land nur zum Iran und zur Schwarzmeerrepublik Georgien. Russland hat als so genannte Schutzmacht Tausende Soldaten in Armenien stationiert. *** Staatschef Rafael Correa ist bei den Präsidentenwahlen in Ecuador im Amt bestätigt worden. Er erhielt nach Teilergebnissen rund 56 Prozent der Stimmen. Der konservative Bankier Guillermo Lasso wurde demnach mit 24 Prozent zweiter. Correa wird zugutegehalten, nach Jahren politischer Turbulenzen für Stabilität in Ecuador gesorgt zu haben. Der 49-jährige Ökonom hat in seiner bisherigen Amtszeit die Sozialausgaben erhöht und einkommensschwachen Familien den Zugang zum Bildungs- und Gesundheitswesen erleichtert. Im Streit mit Ölkonzernen setzte Correa neue Verträge durch, die Ecuador einen größeren Anteil an den eigenen Bodenschätzen sichern. Kritiker werfen ihm einen autoritären Regierungsstil und Verstöße gegen die Pressefreiheit vor. *** Haushaltskürzungen im Zuge der weltweiten Finanzkrise haben sich laut einer Studie auch auf den Rüstungssektor ausgewirkt. Wie das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI mitteilte, gingen die Verkäufe der großen Rüstungskonzerne erstmals seit fast 20 Jahren zurück. Die hundert größten Waffenkonzerne hätten 2011 einen Rückgang der Verkäufe um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Der Umsatz bei Waffen und militärischen Dienstleistungen sank damit auf 410 Milliarden Dollar (307 Mrd Euro). Es sei das erste Mal seit 1994 gewesen, dass es keine Steigerung der Verkäufe gegeben habe, hieß es weiter. Chinesische Firmen wurden aufgrund des Fehlens verlässlicher Daten nicht für die Studie berücksichtigt. Die Liste der betrachteten Unternehmen wird von der US-Firma Lockheed Martin, gefolgt vom US-Konzern Boeing und dem britischen BAE Systems angeführt. Der europäische Konzern EADS, an dem auch die Bundesregierung beteiligt ist, liegt auf dem siebten Platz. *** Die regierungskritische kubanische Bloggerin Yoani Sánchez ist zu einer dreimonatigen Auslandsreise aufgebrochen. Sánchez reist zuerst über Panama nach Brasilien. Insgesamt werde sie etwa ein Dutzend Länder bereisen, darunter auch die USA, Tschechien, Polen und die Niederlande. Die Regierung in Havanna hatte im Januar die strengen Ausreiseregelungen gelockert. In der Vergangenheit hatten die Behörden etwa 20 ihrer Ausreiseanträge abgelehnt, wie Sánchez erklärte. Die 37-Jährige verbreitet über ihren Blog "Generation Y" kritische Ansichten über die Zustände in Kuba. 2008 wurde sie mit dem Weblog-Award der Deutschen Welle, The Bobs, ausgezeichnet. *** In der US-Hauptstadt Washington haben mehrere tausend Menschen für mehr Klimaschutz demonstriert. Auf Spruchbändern forderten sie US-Präsident Barack Obama auf, seinen Worten Taten folgen zu lassen und konkrete Maßnahmen gegen die weltweite Klima-Erwärmung zu ergreifen. Die Proteste richteten sich auch gegen den Bau der umstrittenen Keystone-XL-Pipeline, die aus Teersand gewonnenes Öl von Kanada nach Texas transportieren soll. Eine Petition zur Unterstützung der Forderungen wurde von zahlreichen Prominenten unterzeichnet, darunter Alec Baldwin, Susan Sarandon, Morgan Freeman und Yoko Ono. US-Präsident Obama hatte sich am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation für mehr Klimaschutz stark gemacht und angekündigt, notfalls am US-Kongress vorbei Maßnahmen zu ergreifen.…

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15.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-15 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Beim Einschlag von Meteoriten-Teilen in Russland sind nach Behördenangaben rund hundert Menschen verletzt worden. Demnach erfolgte der von heftigen Explosionen begleitete Einschlag im Gebiet Tscheljabinsk im Ural, die Dächer und Scheiben zahlreicher Gebäude seien zertrümmert worden. Auf Amateurvideos im Internet waren weißglühende Meteoriten zu sehen, die in niedriger Höhe vorbeiflogen. In der Bevölkerung brach Panik aus. Die meisten Meteoriten sind Bruchstücke von Asteroiden. Am Abend wird ein Asteroid mit einem Durchmesser von 65 Metern und einer Masse von etwa 400.000 Tonnen so nahe an der Erde vorbeifliegen wie kein vorhergesagter Himmelskörper dieser Größe jemals zuvor. Um 20.25 Uhr MEZ würden den Kleinplaneten mit der Bezeichnung "2012 DA14" nur noch rund 28.000 Kilometer von der Erdoberfläche trennen, teilte die Europäische Raumfahrtagentur Esa mit. Zum Vergleich: der Mond ist rund 15 Mal weiter entfernt. Asteroiden gelten als Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren. *** Nach dem Bekanntwerden des Pferdefleisch-Skandals wollen die EU-Staaten am heutigen Freitag in Brüssel über die Einführung von europaweiten Gentests für verarbeitetes Rindfleisch entscheiden. Mit den Tests sollen die Aufsichtsbehörden feststellen, ob es sich bei den Proben um falsch deklariertes Fleisch handelt. Unterdessen geht auch die Suche deutscher Behörden nach falsch deklarierten Fleischprodukten weiter. In zahlreichen Bundesländern wurden tausende Tiefkühlprodukte aus den Regalen genommen. In Großbritannien hat die Polizei drei Menschen wegen des Verdachts auf Betrug mit Pferdefleisch festgenommen. Zwei von ihnen seien in einem Weiterverarbeitungsbetrieb in Wales tätig gewesen, ein weiterer in einem Schlachtbetrieb in West Yorkshire, teilte die Polizei mit. Nach Angaben der französischen Regierung soll die Firma Spanghero hinter dem Etikettenschwindel stecken. Der Lebensmittelhändler soll wissentlich tonnenweise als Rind gekennzeichnetes Pferdefleisch vertrieben haben. Dem Unternehmen wurde mit sofortiger Wirkung die Zulassung zur Fleischverarbeitung entzogen. *** Wegen des Streiks des privaten Sicherheitspersonals an deutschen Flughäfen sind auch an diesem Freitag wieder zahlreiche Flüge ausgefallen. Am Köln/Bonner Flughafen wurde mehr als die Hälfte aller Verbindungen gestrichen. Auch der Hamburger Flughafen warnte vor einem stark eingeschränkten Flugbetrieb. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter der dortigen Sicherheitskontrollen zu ganztägigen Streiks aufgerufen. Bereits am Donnerstag mussten wegen eines Ausstands an den Airports in Hamburg und Düsseldorf hunderte Flüge gestrichen werden. Verdi und die im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft vereinigten Arbeitgeber streiten über Lohnerhöhungen für private Sicherheitsfirmen, die im Auftrag der Bundespolizei für Passagierkontrollen zuständig sind. Die Gewerkschaft fordert ein Plus von 30 Prozent. *** Der französisch-jüdische Filmemacher Claude Lanzmann ist bei der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet worden. Festivalchef Dieter Kosslick überreichte dem 87-Jährigen in Berlin den Preis für sein Lebenswerk. Lanzmann hat vor allem mit seinem Dokumentarfilm "Shoah" über den NS-Völkermord an den Juden Filmgeschichte geschrieben. Bei dem Festival stellte der Filmemacher erstmals die restaurierte und digitalisierte Version seines 1985 veröffentlichten Meisterwerks vor. Laudator Ulrich Gregor nannte den Film einen Meilenstein in der Erinnerungskultur. Bei den 63. Internationalen Filmfestspielen Berlin, die am Sonntag (17. Februar) zu Ende gehen, konkurrieren 19 Filme aus aller Welt um den Goldenen und die Silbernen Bären. Am Samstag werden die Bären für aktuelle Filmproduktionen vergeben. *** Die Disco-Pop-Formation Cascada wird Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest vertreten. Mit ihrem Song "Glorious" setzte sich die Band beim deutschen Vorentscheid in Hannover gegen elf Konkurrenten durch. In einer rund zweistündigen Live-Sendung der ARD hatten Publikum, Radiohörer und eine Fachjury ihre Bewertungen abgegeben und so die Sieger ermittelt.…

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14.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-14 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Der neue US-Außenminister John Kerry hält einen Rückzug des syrischen Machthabers Baschar al-Assad für unausweichlich. Die internationale Gemeinschaft müsse die Pläne Assads durchkreuzen, sich trotz des anhaltenden Blutvergießens weiter an der Macht zu halten, sagte Kerry bei einem Treffen mit seinem jordanischen Kollegen Nasser Judeh in Washington. Kerry kündigte an, er wolle sich bei seinen ersten Auslandsreisen als Außenminister in diesem Monat für eine diplomatische Lösung des Syrien-Konflikts einsetzen. Weitere Gewalt und ein Machtvakuum müssten verhindert werden. Die USA seien es dem syrischen Volk schuldig, alle möglichen Anstrengungen für eine Lösung auf dem Verhandlungsweg zu unternehmen, fügte Kerry hinzu. *** Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten ist nach Angaben der Opposition in Bahrain ein Jugendlicher getötet worden. Der Junge sei am Donnerstag während einer Demonstration zum zweiten Jahrestag des landesweiten Aufstands gegen die Monarchie von Sicherheitskräften erschossen worden, teilte das Oppositionsbündnis Al-Wefak über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Vorfall ereignete sich danach in der Ortschaft Dia. Die mehrheitlich schiitische Bevölkerung wird seit Jahrhunderten von einem sunnitischen Königshaus regiert. Sie verlangt mehr Mitspracherechte. Die wachsenden Proteste gegen die Herrscherfamilie wurden im März 2011 mit Hilfe saudi-arabischer Truppen blutig niedergeschlagen. In den vergangenen beiden Jahren wurden nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens 80 Menschen bei Protesten getötet. *** Der Iran hat mit dem Aufbau neuer Zentrifugen zur Urananreicherung begonnen. Die Arbeiten in der Atomanlage Natans hätten bereits vor einem Monat begonnen, teilte der Chef der iranischen Atombehörde, Fereidun Abbassi Dawani, mit. Mit den neuen, leistungsfähigeren Zentrifugen solle Uran auf einen Grad von fünf Prozent angereichert werden. Dies genüge für die Stromproduktion, erklärte er. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien wurde nach eigenen Angaben am 23. Januar über den Plan informiert. IAEA-Experten diskutierten am Mittwoch in Teheran über strittige Fragen zu Atomanlagen und zum Nuklearprogramm. Zugang zur umstrittenen Militäranlage Parchin bekamen die UN-Gesandten nicht. Westliche Geheimdienste vermuten, dass in Parchin Experimente zur Entwicklung von Atomsprengköpfen vorgenommen wurden. *** Der als neuer Oberbefehlshaber der NATO-Einsätze vorgesehene US-General John Allen wird nach Informationen des TV-Senders NBC seine Kandidatur wahrscheinlich zurückziehen. Ähnliches berichtet das Magazin "Foreign Policy". Allen war Ende Januar in der Affäre um den früheren CIA-Chef David Petraeus von jedem Fehlverhalten freigesprochen worden. Laut NBC will er jedoch seiner Familie das Bestätigungsverfahren im Senat ersparen, in dem der E-Mail-Verkehr zwischen ihm und Arztgattin Jill Kelley nahezu sicher wieder zum Thema würde. Der Top-General bat nach Informationen der US-Medien den scheidenden Verteidigungsminister Leon Panetta und Generalstabschef Martin Dempsey um Bedenkzeit. Allen war bislang Oberbefehlshaber der internationalen Truppen in Afghanistan. Am Sonntag hatte er in Kabul das Kommando an seinen Nachfolger Joseph Dunford übergeben. *** Die Euroschuldenkrise und der weltweite Konjunkturabschwung haben die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2012 stärker gebremst als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Vergleich zum Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit konnte sich die bis dahin robuste deutsche Konjunktur nicht länger von der Rezession im Euroraum und der Welt abkoppeln. In den ersten drei Quartalen war das BIP noch gewachsen, und auch für das gesamte Jahr bestätigten die Statistiker einen Anstieg von 0,7 Prozent. Wichtigster Wachstumsfaktor war weiterhin der Export. Positive Impulse kamen aber auch vom privaten Konsum. *** Frankreich wird wohl auch in diesem Jahr nicht das Defizitziel der Europäischen Union einhalten. Die Neuverschuldung werde über drei Prozent des Bruttoinlandproduks (BIP) liegen, gestand Regierungschef Jean-Marc Ayrault im Sender France 3 erstmals ein. Als einen Grund führte er an, dass das Wachstum in Frankreich, aber auch in Europa und weltweit schwächer ausfallen werde als erwartet. Ziel sei es aber weiterhin, bis 2017 die Neuverschuldung auf null zu senken, betonte der Regierungschef. Experten befürchten seit Monaten, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der EU angesichts ihrer Wirtschafts- und Haushaltsprobleme zum nächsten Euro-Krisenstaat werden könnte. Mehrere Euro-Partner haben angedeutet, dass sie die strukturellen Reformen der Regierung des sozialistischen Präsidenten Francois Hollande für nicht ausreichend halten. Frankreich hat für dieses Jahr Einsparungen und Steuererhöhungen im Umfang von rund 38 Milliarden Euro beschlossen. Im vergangenen Jahr lag das Defizit nach vorläufigen Berechnungen bei 4,5 Prozent.…

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13.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-13 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 5s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Als Reaktion auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas hat US-Präsident Barack Obama in seiner Rede zur Lage der Nation eine Stärkung der amerikanischen Raketenabwehr angekündigt. Zur Situation in Afghanistan erklärte Obama, die US-Streitkräfte würden die Zahl ihrer Soldaten innerhalb eines Jahres um etwa die Hälfte auf 32.000 reduzieren. Im innenpolitischen Teil seiner Rede rief er beide Parteien im Kongress - Demokraten und Republikaner - dazu auf, die Mittelschicht zu stärken. Der gesetzliche Mindestlohn müsse um mehr als 20 Prozent angehoben werden. Obama schlug auch vor, 50 Milliarden Dollar in Infrastruktur zu investieren, um etwa marode Straßen und Brücken zu sanieren. Außerdem kündigte der Präsident den Beginn von Verhandlungen mit der EU über ein Freihandelsabkommen an. *** Der Streitkräfte-Ausschuss des US-Senats hat der Ernennung von Chuck Hagel zum nächsten Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten zugestimmt. Damit hat der 66-Jährige eine wichtige Hürde genommen, als nächstes muss der gesamte Senat zustimmen. Präsident Barack Obama will den früheren Senator zum Nachfolger von Leon Panetta machen, der in den Ruhestand geht. Hagel ist Mitglied der Republikaner, aber in seiner eigenen Partei umstritten. Im Streitkräfte-Ausschuss votierten deshalb nur 14 Mitglieder für ihn, 11 stimmten gegen ihn. Führende Republikaner werfen Hagel vor, zu nachgiebig gegenüber dem Iran zu sein und nicht fest genug an der Seite Israels zu stehen. *** Ein Team der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist in Teheran eingetroffen, um das umstrittene Atomprogramm des Iran zu überprüfen. Es ist bereits die dritte Mission in drei Monaten. Die IAEA fordert von der iranischen Regierung vor allem Zugang zur Militäranlage Parchin. Dort könnten nach Ansicht westlicher Geheimdienste Atomwaffen entwickelt werden. Der Iran bestreitet das. Am Dienstag erklärte die Regierung in Teheran, die Inspekteure könnten die Anlage besuchen, wenn das Recht des Iran auf die zivile Nutzung der Atomenergie anerkannt würde. Der Leiter der IAEA-Delegation zeigte sich deshalb vor dem Flug nach Teheran vorsichtig optimistisch. *** Papst Benedikt XVI. hält am Aschermittwoch seine wohl letzte große öffentliche Messe. Die Aschermittwochs-Liturgie wurde deshalb extra von der Kirche Santa Sabina auf dem Aventin-Hügel in Rom in den Petersdom verlegt. Benedikt hatte am Montag überraschend angekündigt, Ende Februar aus Altersgründen sein Amt als Oberhaupt der Katholischen Kirche niederzulegen. Deswegen erwartet der Vatikan einen Ansturm von Gläubigen, Kirchendienern und Touristen auf die Papst-Messe, mit der die Katholiken den Beginn der Fastenzeit feiern. Zuvor hält der Papst noch auf dem Petersplatz seine wöchentliche Generalaudienz ab. *** In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu hat sich ein aus Tibet stammender Mann mit Benzin übergossen und selbst angezündet. Es handelt sich vermutlich um einen Protest gegen die chinesische Herrschaft in seiner Heimat, erklärte die Polizei. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Vorfall handle es sich um den hundertsten registrierten Fall einer Selbstverbrennung seit 2009, erklärte ein Vertreter des Büros des Dalai Lama in Neu Delhi. In Nepal leben tausende Exiltibeter. Immer wieder kommt es zu Protesten gegen China, das Tibet im Jahre 1951 besetzt hatte. Die Tibeter beklagen sich über ihre soziale Lage und die kulturelle Marginalisierung durch die ethnischen Han-Chinesen.…

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12.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-12 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 7s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nordkorea hat allen internationalen Warnungen zum Trotz einen weiteren Atomtest durchgeführt. Der unterirdische Test sei erfolgreich verlaufen, heißt es aus Pjöngjang. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA bezeichnete den Atomtest als einen Teil von Maßnahmen zum Schutz der nationalen Sicherheit und Souveränität. Zuvor hatten die Erdbebenwarten mehrerer Länder von einem künstlichen Beben in der Nähe einer nordkoreanischen Testanlage berichtet. Südkorea und Japan beriefen ihre nationalen Sicherheitsräte ein. Auch der UN-Sicherheitsrat wird an diesem Dienstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das Gremium hatte zuletzt Ende Januar die Sanktionen gegen Nordkorea wegen des Tests einer Weltraumrakete im Dezember verschärft. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Atomtest als schweren Verstoß gegen geltende UN-Resolutionen. US-Präsident Barack Obama sprach von einem extrem provokativen Akt der die Stabilität in der Region und den Weltfrieden gefährde. Ähnlich reagierte die russische Regierung. - Der Test war nach 2006 und 2009 der dritte Atomtest des international isolierten kommunistischen Landes. *** Nach der Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. hat das mediale Rätselraten um seine Nachfolge begonnen. Genannt werden Kurienkardinäle aus dem Vatikan. Ganz oben an steht Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana. Ein anderer Name, der immer wieder genannt wird, ist der von Kardinal Angelo Scola, dem Erzbischof von Mailand. Aber auch weitere Namen kursieren, wie der von Christoph Kardinal Schönborn aus Wien. Und dann gibt es Spekulationen über einen Papst aus Südamerika. Papst Benedikt hatte am Montag mitgeteilt, er werde am 28. Februar zurücktreten. Er habe auf Grund seines Alters nicht mehr die Kraft, "um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben", heißt es in einer Erklärung des 85-jährigen Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche. Der aus Deutschland stammende Benedikt XVI. ist seit 2005 im Amt. Auf der ganzen Welt haben Staats- und Regierungschefs die Leistungen des scheidenden Papstes gewürdigt und seiner Entscheidung Respekt gezollt. *** Am zweiten Jahrestag des Sturzes von Ägyptens langjährigem Machthaber Husni Mubarak hat es in Kairo erneut schwere Krawalle gegeben. Gegner des amtierenden Staatschefs Mohammed Mursi warfen Steine auf den Präsidentenpalast. Die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas. Zuvor waren Tausende Demonstranten durch die ägyptische Hauptstadt gezogen. Sie warfen Mursi und den islamistischen Muslimbrüdern vor, die Ideale der Revolution von 2011 zu verraten, die Mubarak nach drei Jahrzehnten an der Macht zu Fall gebracht hatte. - Ägypten steckt seit Wochen in einer tiefen innenpolitischen Krise. Immer wieder gibt es Massendemonstrationen gegen Mursi, die häufig in Gewalt umschlagen - so auch am vergangenen Freitag, als Dutzende Menschen verletzt wurden. *** Bei der Explosion eines Autos an der türkisch-syrischen Grenze sind 13 Menschen getötet worden. Etliche weitere Menschen erlitten schwere Verletzungen, wie der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan in einer Ansprache mitteilte. Zehn der Todesopfer seien Syrer, die drei weiteren türkischer Nationalität. Bei dem explodierten Fahrzeug handelte es sich nach Regierungsangaben um einen Kleinbus mit syrischem Kennzeichen, der aus dem Nachbarland eingereist war. Der Wagen stand zum Zeitpunkt der Explosion in einer Warteschlange von Hilfstransportern auf der türkischen Seite. Der Vorfall ereignete sich in der südlichen Provinz Hatay. Von dem Brand nach der Explosion wurden auch Transporter in Mitleidenschaft gezogen, auf denen sich humanitäre Hilfsgüter für die Bevölkerung in Syrien befanden. Infolge des Bürgerkrieges dort gab es in den vergangenen Monaten wiederholt Zwischenfälle auch im Grenzgebiet zur Türkei. *** Seine mit Spannung erwartete Rede zur Lage der Nation will US-Präsident Barack Obama Presseberichten zufolge nutzen, um eine neue Initiative zur atomaren Abrüstung zu starten. Obama wolle in der Rede am Dienstag zu einer drastischen Reduzierung der Atomwaffen in der Welt aufrufen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsbeamte. Der Präsident habe sich mit dem US-Militär dahingehend geeinigt, dass das Atomwaffenarsenal um etwa ein Drittel verringert werden könnte. Obama werde allerdings bei seiner Rede wohl keine konkreten Zahlen nennen. Im Weißen Haus werde aber darüber nachgedacht, nur noch etwas mehr als tausend Atomwaffen zu behalten. - Derzeit besitzen die US-Streitkräfte etwa 1.700 einsatzfähige Atomsprengköpfe. Laut dem mit Russland geschlossenen und 2011 in Kraft getretenen START-Abkommen soll diese Zahl bis 2018 auf 1.550 reduziert werden.…

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11.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-11 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Islamistische Rebellen haben einen überraschenden Angriff auf die größte nordmalische Stadt Gao gestartet und sich über Stunden heftige Gefechte mit malischen Soldaten geliefert. Später griff die französische Armee mit Hubschraubern in die Kämpfe ein, wie ein Militärsprecher mitteilte. Die Rebellen der Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO) waren mit Booten ins Zentrum der am Fluss Niger liegenden 90.000-Einwohner-Stadt vorgestoßen und hatten sich von dort über Gao verteilt. Seit Sonntagabend soll das Stadtzentrum wieder unter Kontrolle der malischen Streitkräfte sein. Die Mujao-Rebellen bekannten sich auch zu dem Selbstmordanschlag auf einen Kontrollposten der malischen Truppen, bei dem Stunden zuvor ein Soldat verletzt worden war. Mujao-Sprecher Abu Walid Sahraui sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Kämpfe würden bis zum Sieg fortgesetzt. Die Islamisten hatten Gao über Monate kontrolliert, bis sie sich Ende Januar vor den anrückenden französischen Soldaten zurückzogen. *** Bei einem Überfall auf einen Viehtrieb im Südsudan sind nach Behördenangaben 103 Menschen getötet worden. Wie der Gouverneur der nordöstlich gelegenen Provinz Jonglei mitteilte, trieben Angehörige des Stamms der Lou Nuer Tiere über den Fluss Sobat, als sie von Bewaffneten angegriffen wurden. Bei der Schießerei starben demnach 72 Stammesmitglieder, 14 Soldaten der südsudanesischen Armee, die den Viehzug schützen sollten, sowie 17 Angreifer. Die Behörden vermuten, dass die Angreifer zu einer Rebellengruppe gehören, die von David Yau Yau angeführt wird. Yau Yau ist ein ehemaliges Mitglied der südsudanesischen Armee und Angehöriger der ethnischen Gruppe der Murle. Der Südsudan wirft dem Nachbarn Sudan immer wieder vor, Yau Yau zu unterstützen, sowie Waffen und Gerät für ihn nach Jonglei zu transportieren. Die Regierung in Khartum hat dies stets zurückgewiesen. *** Eine Massenpanik hat das weltweit größte Hindu-Pilgerfest Maha Kumbh Mela überschattet. Nach dem Bad im "heiligen Fluss" Ganges kam es auf dem Bahnhof in Allahabad in Nordindien unter den Hunderttausenden Pilgern zu einem großen Gedränge. Dabei gab das Geländer einer Fußgängerbrücke unter dem Druck der Menschen nach, die sich darauf niederließen, wie die Behörden mitteilten. Die Pilger stürzten in die Tiefe und wurden in der Massenpanik totgetrampelt. Ingesamt kamen mehr als 30 Menschen ums Leben, etliche wurden verletzt. Augenzeugen berichteten, Polizisten hätten mit Schlagstöcken auf die Menge eingeknüppelt. Angehörige der Opfer machten die Polizei für die Panik verantwortlich. - An dem "Fest des Kruges" nehmen alle zwölf Jahre Hindus aus der ganzen Welt teil. Die Veranstalter schlossen aus Luftaufnahmen, dass sich in diesem Jahr zum Haupttag des Festes mehr als 34 Millionen Menschen in Allahabad aufhielten, einer Stadt mit sonst 1,2 Millionen Einwohnern. *** Inmitten der Regierungskrise in Tunesien hat die weltlich orientierte Partei von Präsident Moncef Marzouki ihre drei Minister aus dem von Islamisten geführten Kabinett abgezogen. Das teilte ein Sprecher der Partei Kongress für die Republik CPR in Tunis mit. Die CPR hatte bereits seit einer Woche mit diesem Schritt gedroht, um die Auswechslung des Außen- und Justizministers zu erreichen. Die CPR beansprucht beide Posten für sich. Die Entscheidung stehe nicht im Zusammenhang mit der Absicht von Ministerpräsident Hamadi Jebali, bis Mitte der Woche eine Regierung aus parteilosen Experten zu bilden, erklärte der Sprecher weiter. Jebali, der dem gemäßigten Flügel der islamistischen Ennahda-Partei angehört, reagiert mit seinem Plan auf die Massenproteste wegen der Ermordung des Oppositionspolitikers Chokri Belaid am vergangenen Mittwoch. *** Die New Yorker Indie-Rockband Fun. ist mit dem Grammy für den besten Song des Jahres ausgezeichnet worden. Sänger Nate Ruess und seine Bandkollegen Andrew Dost und Jack Antonoff erhielten den bedeutendsten Musikpreis der Welt in Los Angeles für ihren Hit "We Are Young". Gleich drei der begehrten Preise der US-Musikindustrie gingen an Dan Auerbach, den Sänger und Gitarristen der Rockband The Black Keys. Er wurde als Produzent des Jahres ausgezeichnet und bekam weitere Awards für den besten Rocksong für "Lonely Boy" und das beste Rockalbum für "El Camino". Die britische Sängerin Adele bekam einen Grammy für "Set Fire to the Rain" für die beste Pop-Solodarbietung. Eine weitere Auszeichnung ging an den kolumbianischen Sänger Juanes für sein Album "MTV Unplugged" als bestes Latin-Popalbum. Der im Dezember im Alter von 92 Jahren gestorbene Sitar-Virtuose Ravi Shankar bekam posthum den Weltmusik-Grammy für sein Album "The Living Room Sessions Part 1". Die Auszeichnung nahm seine Tochter Anoushka entgegen.…

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08.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

2013-02-08 :: DW.DE | Deutsche Welle
Length: 6s

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. *** Nach einem schwierigen Auftakt zeichnet sich beim EU-Gipfel über den neuen Finanzplan möglicherweise ein Kompromiss ab. Die Staats- und Regierungschefs debattieren über einen neuen Budgetvorschlag, der zusätzliche Einsparungen vorsieht. Der neue Vorschlag von Gipfelchef Herman Van Rompuy sieht nach Angaben von EU-Diplomaten Verpflichtungen im EU-Finanzplan in Höhe von 960 Milliarden Euro und tatsächliche Zahlungen über 908 Milliarden Euro plus ein Sicherheitspolster in Höhe von zwölf Milliarden Euro vor. Die EU-Kommission hatte für die Jahre 2014 bis 2020 ein Budget in Höhe von gut einer Billion Euro gefordert, was aber von einer Reihe von Staaten als zu hoch abgelehnt wurde. Strittig waren neben der Gesamthöhe des Finanzrahmens zuletzt auch die Verteilung der Gelder auf die verschiedenen Etatposten wie Landwirtschaft oder Forschung. Vorausgegangen waren intensive Gespräche Van Rompuys unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und dem britischen Premier David Cameron. Die gemeinsamen Beratungen waren bereits kurz nach Mitternacht unterbrochen worden, weil die Positionen zwischen Gebern und Empfängern zu weit auseinanderlagen. Das Europaparlament muss dem Haushalt später noch zustimmen. *** Zwei Tage nach der Ermordung des Oppositionspolitikers Chokri Belaïd sind in Tunesien neue Massenproteste geplant. Die größte Gewerkschaft UGTT hat wegen des Attentats zu einem Generalstreik an diesem Freitag aufgerufen. Zur Beisetzung Belaïds werden Tausende Menschen erwartet. Der am Mittwoch erschossene Jurist galt in Tunesien als einer der schärfsten Gegner der von der islamistischen Ennahda-Partei angeführten Regierung. Belaïds Familie und politische Weggefährten machen die Ennahda für das Attentat verantwortlich. *** UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor einem Guerillakrieg in Mali gewarnt. Der Militäreinsatz sei bislang erfolgreich gewesen. Er sei aber besorgt, dass die Dschihadisten und terroristische Elemente zurückkehren könnten. Wie die Angriffe auf französische Truppen in den vergangenen Tagen zeigten, leisteten die Kämpfer in einigen Gegenden Widerstand. Das könne Auswirkungen auf die gesamte Region haben. Nach dem Sturz der Regierung in Bamako durch Soldaten im März vergangenen Jahres hatten Islamisten gemeinsam mit Tuareg-Rebellen in wenigen Tagen den gesamten Norden unter ihre Kontrolle gebracht. Frankreich griff am 11. Januar militärisch in Mali ein und stoppte zusammen mit malischen Soldaten den Vormarsch der Islamisten. Truppen der Westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS sollen die Franzosen bald ablösen. *** Der designierte Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Brennan, hat die Drohnenangriffe der USA verteidigt. Diese Angriffe seien rechtmäßig, versicherte Brennan vor dem Geheimdienstausschuss der Kongresskammer. Demonstranten hatten lautstark gegen die Drohnenstrategie von Präsident Barack Obama protestiert, die Sitzung wurde unterbrochen. Besonders umstritten ist in den Vereinigten Staaten, dass die Regierung im Drohnenkrieg auch Terrorverdächtige mit US-Staatsbürgerschaft ins Visier nimmt. Kritiker werfen Obama vor, mit den gezielten Tötungen ohne Prozess vor Gericht gegen die Verfassung zu verstoßen. Der bekannteste Fall ist der Drohnenangriff, bei dem 2011 der in den USA geborene radikale Prediger Anwar al-Aulaqi ums Leben kam. *** Die US-Luftverkehrsbehörde FAA hat dem Flugzeugbauer Boeing neue Testflüge für seinen "Dreamliner" gestattet. Hauptzweck der Flüge sei es, Daten zu Batterie und Elektronik des Flugzeugs zu sammeln. Die Testflüge dürfen nur über unbewohntem Gebiet stattfinden. Seit Mitte Januar sind alle 50 ausgelieferten "Dreamliner" auf Anordnung der Behörden am Boden. Grund sind defekte Batterien, die zum Teil in der Luft in Brand geraten waren. Die Ursache dafür ist noch ungeklärt. Für die Fluggesellschaften, die die Boeing 787 derzeit nicht einsetzen können, gehen die Kosten schon jetzt in die Millionen. Boeing droht eine Flut von Schadenersatzklagen. *** Bei der 63. Berlinale beginnt an diesem Freitag das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Bis zum 17. Februar zeigen die Internationalen Filmfestspiele Berlin mehr als 400 Produktionen aus aller Welt. Im offiziellen Wettbewerb konkurrieren 19 Filme. Zur Eröffnung der Berlinale war der chinesische Kung-Fu-Film "The Grandmaster" (Der Großmeister) von Regisseur Wong Kar Wai außer Konkurrenz gezeigt worden.…

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